100 Tage Grün-Schwarz: Handwerk sieht guten Start, aber zu wenig Substanz

Das Handwerk in Baden-Württemberg zieht nach 100 Tagen Grün-Schwarz eine vorsichtig positive Bilanz. Ministerpräsident Cem Özdemir habe einen vertrauenerweckenden Start hingelegt, konkrete wirtschaftspolitische Ergebnisse seien aber noch kaum sichtbar. Zur ersten echten Bewährungsprobe dürfte der Landeshaushalt 2027 werden.

Von der Redaktion (lb/dts) – 12.37 Uhr

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Ludwigsburg – Der baden-württembergische Handwerksverband hat nach den ersten 100 Tagen der grün-schwarzen Landesregierung eine insgesamt verhalten positive Zwischenbilanz gezogen. „Nach 100 Tagen liegt substanziell allerdings noch zu wenig vor, um beispielsweise eine erste wirtschaftspolitische Zwischenbilanz ziehen zu können“, sagte Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold am Freitag.

Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) und seine Regierung hätten zwar einen vertrauenerweckenden Start hingelegt, konkrete wirtschaftspolitische Effekte seien bislang aber noch nicht ausreichend erkennbar.

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Positiv bewertet der Verband vor allem das geplante Effizienzgesetz, mit dem landesrechtliche Berichts-, Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten grundsätzlich Ende 2027 auslaufen sollen, sofern ihre Fortführung nicht ausdrücklich begründet wird.

Entscheidend sei, ob daraus für die Betriebe tatsächlich weniger Aufwand entstehe. Als nächste wichtige Bewährungsprobe sieht der Verband den Landeshaushalt 2027. Dieser werde zeigen, welche wirtschaftspolitischen Vorhaben tatsächlich finanziert und umgesetzt würden.

Für das Handwerk sind dabei unter anderem die angekündigte Verdoppelung der Meisterprämie auf 3.000 Euro, Investitionen in Berufsbildungsstätten sowie Programme zur Unternehmensnachfolge und zur Unterstützung von Auszubildenden von Bedeutung.