141 Unternehmen in Baden-Württemberg machen mehr als eine Milliarde Euro Umsatz

Baden-Württembergs Unternehmen haben 2024 etwas weniger umgesetzt als im Vorjahr. Nach Angaben des Statistischen Landesamts erwirtschafteten steuerpflichtige Unternehmen, Einrichtungen und sonstige Steuerpflichtige im Südwesten rund 1,5 Billionen Euro Umsatz. Das entspricht einem Rückgang von 0,9 Prozent.

Von Lea Brandt – 09.07 Uhr

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Stuttgart. Die Wirtschaft im Südwesten bleibt stark, doch die Zahlen zeigen auch Spuren der schwierigen Lage. Im Jahr 2024 waren in Baden-Württemberg 427.360 Unternehmen und sonstige Steuerpflichtige zur Umsatzsteuer-Voranmeldung verpflichtet. Das waren rund 300 weniger als im Vorjahr.

Ein Grund für den leichten Rückgang ist nach Angaben des Statistischen Landesamts neben der angespannten wirtschaftlichen Gesamtlage auch eine steuerliche Änderung bei kleinen Photovoltaikanlagen. Für viele Betreiber entfiel dadurch die Pflicht zur Voranmeldung.

Besonders auffällig ist die Verteilung der Umsätze. 141 Unternehmen meldeten 2024 jeweils mehr als eine Milliarde Euro Umsatz. Zusammen kamen diese Umsatzmilliardäre auf 667,2 Milliarden Euro. Damit erwirtschafteten sie 43,2 Prozent der gesamten Umsätze im Land.

Die große Mehrheit der Steuerpflichtigen ist dagegen deutlich kleiner. Bei rund 359.000 Unternehmen und sonstigen Steuerpflichtigen lag der Umsatz unter einer Million Euro. Das entspricht 83,9 Prozent aller Steuerpflichtigen. Ihr gemeinsamer Anteil an den Gesamterlösen lag jedoch nur bei 4,9 Prozent oder 74,9 Milliarden Euro.

Industrie und Handel dominieren

Den größten Umsatzanteil erzielte erneut das Verarbeitende Gewerbe. Rund 35.600 Steuerpflichtige aus diesem Bereich kamen auf 561,7 Milliarden Euro Umsatz. Das entspricht 36,4 Prozent der Gesamtumsätze im Land.

Dahinter folgt der Handel einschließlich Kfz-Werkstätten. Dieser Bereich war mit rund 71.700 Steuerpflichtigen zahlenmäßig am stärksten vertreten und erwirtschaftete 505,7 Milliarden Euro. Der Anteil am Gesamtumsatz lag bei 32,8 Prozent. Zugleich führte dieser Wirtschaftszweig mit 7,1 Milliarden Euro den höchsten Anteil der Umsatzsteuer-Voranmeldungen ab.

Die Umsatzsteuervorauszahlungen an den Fiskus lagen 2024 insgesamt bei 21,7 Milliarden Euro. Das waren 20,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anstieg hängt nach Angaben des Statistischen Landesamts vor allem mit einem deutlichen Rückgang der geltend gemachten Vorsteuer zusammen.

Bei den umsatzstarken Unternehmen mit mehr als fünf Millionen Euro Jahresumsatz dominieren Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften. Zusammen vereinten sie mehr als eine Billion Euro Umsatz auf sich und damit mehr als zwei Drittel der Gesamtumsätze im Südwesten.