
Die Karlshöhe Ludwigsburg feiert in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass zeigt das Residenzschloss Ludwigsburg im Lapidarium eine Ausstellung zur Geschichte, Arbeit und Bedeutung der diakonischen Einrichtung.
Von der Redaktion – 08.43 Uhr
Ludwigsburg. Die Karlshöhe Ludwigsburg feiert 2026 ihr 150-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass ist im Lapidarium des Residenzschlosses Ludwigsburg ab Freitag, 8. Mai, die Ausstellung „150 Jahre Karlshöhe: Weil menschlich so viel möglich ist“ zu sehen.
Die Schau läuft bis Montag, 31. August, und ist bei freiem Eintritt zugänglich.
Einblicke in Geschichte und Menschen
Die Ausstellung will die Entwicklung und das soziale Wirken der Karlshöhe sichtbar machen. Auf Text- und Bildtafeln in deutscher und englischer Sprache geht es nicht nur um historische Stationen der Einrichtung, sondern auch um die Menschen, die dort arbeiten oder begleitet werden.
Vorgestellt werden Mitarbeitende ebenso wie Klientinnen und Klienten, deren Porträts der Ausstellung einen persönlichen Zugang geben sollen.
Ort mit historischem Bezug
Dass die Ausstellung im Lapidarium des Residenzschlosses gezeigt wird, ist auch historisch begründet. Die Karlshöhe stand seit ihrer Gründung unter dem Protektorat von König Karl und Königin Olga. Das Schloss diente dem württembergischen Königspaar als Sommerresidenz. Die damalige „Kinder- und Brüderanstalt“ trägt bis heute den Namen Karls.
Zugleich bildet das Lapidarium mit seinen überlebensgroßen Sandsteinfiguren aus vergangenen Jahrhunderten einen besonderen Rahmen für eine Ausstellung, die sich mit sozialem Engagement und Lebensgeschichten der Gegenwart beschäftigt.
Gemeinsame Projekte in der Vergangenheit
Zwischen dem Residenzschloss und der Karlshöhe gab es in den vergangenen Jahren bereits mehrere Berührungspunkte. So war die Karlshöhe auch an der Fertigung neuer Pflanzenkübel für den Schlossgarten beteiligt. In Zusammenarbeit mit den Staatlichen Schlössern und Gärten sowie der JVA Heimsheim entstanden Kübel nach historischem Vorbild, die inzwischen im Schlossumfeld genutzt werden.
Inklusion als verbindendes Thema
Ein verbindendes Element zwischen Schloss und Karlshöhe ist nach Angaben der Veranstalter auch das Thema Teilhabe. Das Residenzschloss verweist in diesem Zusammenhang auf zahlreiche Maßnahmen, mit denen das Ensemble in den vergangenen Jahren barriereärmer gestaltet wurde. Dazu zählen stufenlose Zugänge, Leihrollstühle, spezielle Führungen sowie weitere Angebote für Menschen mit Einschränkungen.

