
Nach dem Hitzewochenende zieht die Feuerwehr Ludwigsburg Bilanz: Zwischen Freitagmorgen und Sonntagabend mussten die Einsatzkräfte 24 Einsätze abarbeiten. Große Hitze, ein volles Marktplatzfest, Brandgeruch im Residenzschloss und mehrere technische Hilfeleistungen machten das Wochenende für die Feuerwehr alles andere als ruhig.
Von Ludwigsburg24 – 15.07 Uhr
Ludwigsburg. Während viele Menschen am Wochenende Schatten, Wasser und Abkühlung suchten, war die Feuerwehr Ludwigsburg nach eigenen Angaben fast durchgehend gefordert. Bei hohen Temperaturen rückten die Einsatzkräfte zu Kleinbränden, technischen Hilfeleistungen, ausgelösten Brandmeldeanlagen und Gefahrguteinsätzen aus. Auch eine Rauchentwicklung im Residenzschloss und eine Personenrettung aus einem verrauchten Gebäude gehörten zum Einsatzgeschehen.
Eine besondere Rolle spielte das Ludwigsburger Marktplatzfest. Bereits im Vorfeld hatte die Feuerwehr gemeinsam mit den beteiligten Hilfsorganisationen die Lage besprochen. Mit der Drehleiter wurde außerdem geprüft, ob die Gebäude rund um den Marktplatz trotz der aufgebauten Stände und Sperrungen jederzeit erreichbar bleiben.
Weil rund um das Veranstaltungsgelände mit längeren An- und Abfahrtszeiten zur Feuerwache gerechnet werden musste, wurde die Wachbesetzung in den Nachtstunden durch ehrenamtliche Kräfte verstärkt. So sollte der Grundschutz für die Bevölkerung auch während des Festbetriebs gesichert bleiben.
Kleinbrände, Äste und Gasflaschen
Über das Wochenende verteilt wurde die Feuerwehr immer wieder zu Kleinbränden alarmiert. Unter anderem brannten Mülleimer sowie Grüngut und Unrat am Straßenrand. Die anhaltende Hitze führte zudem zu herabgestürzten Ästen und umgestürzten Bäumen, die beseitigt werden mussten.
Mehrfach unterstützte die Feuerwehr Ludwigsburg auch andere Feuerwehren im Landkreis mit dem Gerätewagen-Messtechnik. Wegen der hohen Temperaturen hatten Propangasbehälter über ihre Sicherheitsventile Gas abgeblasen. Deshalb waren umfangreiche Messungen notwendig.
Brandgeruch bei den Schlossfestspielen
Am Freitagabend gegen 20.19 Uhr wurde die Brandsicherheitswache bei den Schlossfestspielen im Residenzschloss auf deutlichen Brandgeruch aufmerksam gemacht. Weitere Einsatzkräfte wurden nachalarmiert, das Schlosstheater vorsorglich geräumt.
Bei der Kontrolle fanden die Einsatzkräfte ein verschmortes elektronisches Bauteil als Ursache. Nachdem der Bereich überprüft und keine weitere Gefahr festgestellt worden war, konnte die Veranstaltung nach rund einer Stunde fortgesetzt werden.
Nur wenig später, gegen 21.28 Uhr, wurde die Feuerwehr zu einer Rauchentwicklung nach Hoheneck gerufen. Ursache war ein Schmorbrand in einer USV-Batteriezentrale. Der Einsatz war aufwendig: 18 Akkus mussten ausgebaut und ins Freie gebracht werden. Anschließend wurden die Räume belüftet und kontrolliert.
Person aus verrauchten Gebäude gerettet
Am Samstagmorgen löste eine Brandmeldeanlage in der Hohenzollernstraße aus. In einem Technikraum stellten die Einsatzkräfte Rauch fest. Ursache war ein verschmorter Schaltschrank. Durch das schnelle Eingreifen konnte eine Ausbreitung verhindert werden.
Weitere Einsätze führten die Feuerwehr unter anderem in die Wilhelmstraße, wo lose Dachziegel entfernt und ein Dach mit der Drehleiter gesichert werden mussten. In der Nacht auf Sonntag wurde die Feuerwehr schließlich zu einer Rauchentwicklung in die Friedrich-Engels-Straße alarmiert. Dort retteten Einsatzkräfte eine Person aus dem betroffenen Gebäude und übergaben sie dem Rettungsdienst.
Für die Ludwigsburger Feuerwehr war es damit ein Wochenende, das nicht nur wegen der Temperaturen in Erinnerung bleiben dürfte. Die Mischung aus Stadtfest, Hitze, Kleinbränden und technischen Einsatzlagen verlangte den Einsatzkräften einiges ab.
Verwendete Quelle: Feuerwehr Ludwigsburg

