25 Jahre an der Spitze: Heinz-Werner Schulte und ein Vierteljahrhundert Finanzgeschichte im Kreis Ludwigsburg

Von Ayhan Güneş

Ludwigsburg. 25 Jahre an der Spitze eines Hauses, das im Landkreis Ludwigsburg als finanzielle Schaltzentrale gilt: Dr. Heinz-Werner Schulte führt die Kreissparkasse Ludwigsburg seit dem 15. Februar 2001. Ein Vierteljahrhundert, in dem sich die Finanzbranche grundlegend verändert hat – von der Euro-Einführung über die Finanzkrise bis hin zu Nullzinsphase, Digitalisierung und geopolitischen Verwerfungen.

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Als Schulte sein Amt übernahm, war er 41 Jahre alt. In seiner Antrittsrede sagte er: „Unsere Kunden können sich auch in Zukunft darauf verlassen, dass die Sparkasse keine Bank ist, die den Regenschirm schließt, wenn dunkle Wolken am Horizont auftauchen.“ Ein Satz, der im Rückblick wie eine strategische Leitlinie wirkt.

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Vorstandskollege Thomas Raab würdigte Schulte bei einer privaten Feier anlässlich des Jubiläums als stabilisierende Kraft in bewegten Zeiten. Er habe „mit großem Wissen und noch größerem strategischen Weitblick das Schiff der Kreissparkasse durch mitunter schwierige Gewässer auf Kurs gehalten, auf beeindruckendem, kontinuierlichem Wachstumskurs, die ganzen zweieinhalb Jahrzehnte“, sagte Raab. Dass Schulte am Ende seines ersten Arbeitstages augenzwinkernd erklärt habe „Ich komme morgen wieder“, sei zum Symbol für Kontinuität geworden – „ein ganzes Vierteljahrhundert“ lang.

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Unter Schultes Führung entwickelte sich die Kreissparkasse Ludwigsburg zu einem der größten Institute ihrer Art in Baden-Württemberg. Wachstum, regionale Verankerung und der Ausbau digitaler Angebote gingen dabei Hand in Hand mit einer klaren Positionierung als Partner von Mittelstand, Kommunen und Privatkunden.

Bei der Feier betonte Schulte selbst die Motivation, die ihn bis heute antreibt. Die Freude an der Arbeit und die Überzeugung, dass es gut und beiderseits lohnenswert sei, „Kunden in ihren finanziellen Sphären gut zu betreuen“, hätten nie an Kraft verloren.

Landrat Dietmar Allgaier, Verwaltungsratsvorsitzender der Kreissparkasse, hob die Bedeutung Schultes über das Institut hinaus hervor. Er dankte ihm für seinen „unermüdlichen Einsatz“ und seine „herausragende, beispielgebende Leistung“ und verwies auf dessen vielfältiges ehrenamtliches Engagement.

Zum 25-jährigen Dienstjubiläum zeichnete Allgaier den Vorstandsvorsitzenden mit der „Sparkassen-Nadel“ in Gold aus – ein Symbol für Beständigkeit in einer Branche, die sich selten langfristige Kontinuität an der Spitze leisten kann.