
Ludwigsburg. Alkohol am Steuer, Drogen im Blut: Die Schwerpunktkontrollen des Polizeipräsidiums Ludwigsburg in der Woche vom 15. bis 21. Dezember 2025 zeigen erschreckende Zahlen. Insgesamt 52 Fahrerinnen und Fahrer waren nicht fahrtüchtig unterwegs – ein deutliches Zeichen, dass regelmäßige Kontrollen nötig bleiben.
Wie das Polizeipräsidium am Montag mitteilte, wurden bei den Kontrollen im gesamten Zuständigkeitsbereich 26 Personen festgestellt, die unter Alkoholeinfluss ein Fahrzeug führten. In 15 Fällen wurde ein Strafverfahren eingeleitet – sechs davon wegen absoluter Fahruntüchtigkeit mit über 1,6 Promille. Weitere elf Personen erwartet ein Bußgeldverfahren.
Ein besonders gravierender Fall ereignete sich bereits Anfang Dezember: Auf der A81 wurde ein 39-jähriger Lkw-Fahrer aus dem Verkehr gezogen, nachdem er durch seine Fahrweise aufgefallen war. Ein Atemalkoholtest ergab knapp drei Promille – für einen Berufskraftfahrer ein dramatischer Vorfall.
Auch der Konsum illegaler Drogen bleibt ein zentrales Problem: In 26 Fällen mussten die Einsatzkräfte Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Fahrens unter Drogeneinfluss erstatten. Am häufigsten betroffen: Cannabis mit 17 registrierten Fällen, gefolgt von Kokain (5) und Mischkonsum (4).
Unfallzahlen 2024 erreichten Höchstwert
Die Zahlen sind kein Zufall: Schon 2024 registrierte die Polizei in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg 332 Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss – ein Höchststand im Fünfjahresvergleich (Quelle: Verkehrsunfallbilanz 2024).
Vor diesem Hintergrund kündigt das Polizeipräsidium an, auch künftig verstärkt Kontrollen durchzuführen, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen. Die konsequente Ahndung von Verstößen sei ein wichtiger Baustein in der Verkehrssicherheitsarbeit.
red
Verwendete Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg



