28-Jähriger provoziert mehrere Polizeieinsätze in Ludwigsburg

Am Sonntagvormittag wurden durch das Verhalten eines stark alkoholisierten 28-Jährigen mehrere Polizeieinsätze in der Stadtmitte von Ludwigsburg ausgelöst.

Zunächst trat der Mann gegen 6:40 Uhr an einer Tankstelle in der Stuttgarter Straße auf. Dort musste er bereits durch verständigte Polizeibeamte beruhigt werden, nachdem er Kunden und Mitarbeiter der Tankstelle angepöbelt hatte. Die Beamten sprachen ihm einen Platzverweis und er verließ die Örtlichkeit. Gegen 9:15 Uhr trat der 28-Jährige dann wieder in einem Linienbus auf. Er war augenscheinlich so betrunken, dass er auf den Sitzen liegend nicht mehr fähig war, den Bus eigenständig zu verlassen. Zuvor habe er andere Fahrgäste belästigt. Erneut wurde die Polizei hinzugezogen, die ihn dann am Zentralen Omnibusbahnhof aus dem Bus brachte. Außerhalb des Busses verhielt sich der Mann gegenüber den Beamten und Passanten verbal aggressiv. Nachdem ihm Arrest angedroht worden war, stellte der Mann sein Verhalten immer noch nicht ein, so dass er durch die Beamten zum Polizeirevier Ludwigsburg gebracht wurde. Dort verblieb er bis zu seiner Ausnüchterung in der Gewahrsamseinrichtung.

So wenig Verkehrstote wie noch nie

 Autos werden immer sicherer. Und das lässt sich jetzt auch eindrucksvoll an Zahlen ablesen. Im Jahr 2019 starben laut vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts (Destatis) 3.059 Menschen im Straßenverkehr. Eines vorweg: Natürlich ist jeder Tote einer zuviel. Aber: Im Vergleich zu 2018 ist das ein Rückgang um deutliche 6,6 Prozent. Das bedeutet: Damit gab es seit der Erfassung von Verkehrsunfällen vor über 60 Jahren nie weniger Verkehrstote in einem Jahr. Auch die Zahl der Verletzten sank um drei Prozent auf 384.000.

“Noch nie mussten so wenige Menschen im Straßenverkehr Ihr Leben lassen. Das ist erfreulich und zeigt, wie wichtig eine gute Präventionsarbeit ist”, sagt Prof. Klaus Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht (DVW).

Rund 2,7 Millionen Unfälle registrierte die Polizei 2019, das entspricht einem Plus von 1,9 Prozent. Damit ereignete sich laut der Statistiker etwa alle zwölf Sekunden ein Unfall auf Deutschlands Straßen. Bodewig merkt daher auch kritisch an: “Die Unfallzahlen sind insgesamt zu hoch. Besonders Radverkehr bleibt eine Herausforderung. Hier dürfen wir nicht nachlassen.”

Ralf Loweg