
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten fordert ein deutlich günstigeres Deutschland-Ticket für Auszubildende im Landkreis Ludwigsburg. Ziel ist ein Monatspreis von 31,50 Euro, wie er in Niedersachsen bereits möglich ist. Das Land Baden-Württemberg solle sich stärker an den Kosten beteiligen, um Azubis finanziell zu entlasten und mobil zu halten.
Ludwigsburg – Damit Busse und Bahnen bei Azubis nicht zu stark aufs Portemonnaie drücken: Die rund 8.590 Auszubildenden im Landkreis Ludwigsburg sollen das Deutschland-Ticket deutlich günstiger bekommen – möglichst sogar für die Hälfte. Für Azubis würde das bedeuten: Für 31,50 Euro pro Monat mit den „Öffis“ fahren. Dafür macht sich die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) jetzt mit einem Appell an die Landesregierung von Baden-Württemberg stark.
Die NGG Stuttgart fordert: Das Land Baden-Württemberg soll gezielt Auszubildende beim Deutschland-Ticket stärker unterstützen. „Es geht vor allem um die täglichen Fahrten zum Ausbildungsplatz und zur Berufsschule. Viele Azubis müssen dafür oft weite Strecken zurücklegen“, sagt NGG-Geschäftsführerin Magdalena Krüger.
Zwar gebe es das „D-Ticket JugendBW“. Doch auch das werde ab Januar teurer, wenn der Preis für das Deutschland-Ticket von 58 auf 63 Euro steige. Jugendliche in Baden-Württemberg müssten dann monatlich 45 Euro statt bislang 39,42 Euro für das Ticket bezahlen.
Ziel der NGG Stuttgart ist es, Auszubildende mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Kreis Ludwigsburg und der Region „möglichst mobil zu machen – und das ohne zu großen Druck auf den Geldbeutel“, so Krüger. Deshalb solle die Landesregierung von Baden-Württemberg dem Vorbild Niedersachsens folgen: „In Niedersachsen haben Azubis die Chance, ihr D-Ticket für die Hälfte zu bekommen. Vorausgesetzt, auch die Arbeitgeber ziehen mit“, sagt Magdalena Krüger.
So übernehme in Niedersachsen das Land 25 Prozent der Kosten vom Deutschland-Ticket. „Und zwar dann, wenn auch der Arbeitgeber sich mit einem Viertel – also nicht einmal 16 Euro – am Ticket-Preis beteiligt. Damit kostet das Deutschland-Ticket für die Azubis und auch für junge Menschen, die einen Freiwilligendienst machen, in Niedersachsen dann nur noch die Hälfte vom regulären Preis – nämlich 31,50 Euro“, rechnet Magdalena Krüger vor. Die Gewerkschafterin spricht von einem „echten Mobil-Deal“ für Azubis.
Die NGG Stuttgart appelliert an die Landesregierung, den „Ticket-Rabatt“ ähnlich wie in Niedersachsen auch in Baden-Württemberg umzusetzen. Neben den heimischen Landtagsabgeordneten sollen sich auch die Arbeitgeber aus dem Kreis Ludwigsburg jetzt dafür einsetzen, dass es in Baden-Württemberg „möglichst rasch ein D-Ticket zum halben Preis für Azubis gibt“, so Magdalena Krüger.
red


