
Großangelegte Durchsuchungen in Ludwigsburg, Markgröningen, Stuttgart und weiteren Städten: Die Polizei beschlagnahmt Kokain, Marihuana, Waffen und Bargeld. Vier Männer landen in Untersuchungshaft – sie sollen Teil eines mutmaßlichen Drogennetzwerks sein.
Von Lea Brandt – 08.52 Uhr
Nach monatelangen Ermittlungen wegen mutmaßlichen Drogenhandels in größerem Stil hat die Polizei am Dienstag (27. Januar 2026) mehrere Objekte in Baden-Württemberg durchsucht – unter anderem in Ludwigsburg, Markgröningen, Böblingen, Stuttgart, Tübingen und im Rems-Murr-Kreis.
Wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Polizeipräsidium Ludwigsburg am Donnerstag mitteilten, richteten sich die Maßnahmen gegen mutmaßliche Mittäter eines 25-jährigen Mannes, der bereits seit dem 9. Januar 2026 in Untersuchungshaft sitzt. Ihm wird unter anderem ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz sowie Drogenhandel mit Kokain in nicht geringer Menge vorgeworfen.
Bei den Durchsuchungen, an denen auch Spezialkräfte und mehrere Polizeipräsidien beteiligt waren, wurden 275 Gramm Kokain, rund 1,5 Kilogramm Marihuana, verschreibungspflichtige Medikamente, Bargeld sowie Waffenmagazine, Hieb- und Stichwaffen sichergestellt.
Insgesamt vier weitere Tatverdächtige im Alter von 25, 27, 44 und 54 Jahren wurden dem Haftrichter am Amtsgericht Stuttgart vorgeführt. Gegen sie wurde Haftbefehl erlassen – unter anderem wegen des dringenden Verdachts des gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln. Zwei der Männer sind deutsche, zwei gambische Staatsangehörige.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die vier Männer als Verkäufer oder Kuriere für den inhaftierten 25-Jährigen tätig waren



