
Ein 54-Jähriger soll am Marbacher Bahnhof wiederholt Passanten mit seinem Monowheel belästigt und sich Polizeikontrollen entzogen haben. Nach einem Sturz wurde er schließlich gestoppt, das nicht zugelassene Fahrzeug beschlagnahmt.
Von Lea Brandt – 15.47 Uhr
Marbach am Neckar. Ein 54 Jahre alter Mann hat mit einem sogenannten Monowheel im Bereich des Marbacher Bahnhofs wiederholt für Aufsehen gesorgt. Am Sonntagabend (19. April 2026) endete seine Fahrt schließlich mit einer Kontrolle, einer Beschlagnahmung des Fahrzeugs und einer Nacht in der Gewahrsamszelle.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Ludwigsburg soll der Mann seit geraumer Zeit mit dem selbststabilisierenden Elektrofahrzeug im Bahnhofsbereich unterwegs gewesen sein und Passanten beim Vorbeifahren ohne erkennbaren Grund angestupst haben. Frühere Kontrollversuche der Polizei soll er durch Fluchten mit erhöhter Geschwindigkeit über Fuß- und Feldwege verhindert haben.
Am Sonntag gegen 21:35 Uhr klopfte der 54-Jährige gegen die Scheibe eines verkehrsbedingt wartenden Streifenwagens in der Bahnhofstraße und fuhr anschließend mit seinem Monowheel davon. In einem nahegelegenen Park stürzte der Mann jedoch. Die Streife konnte ihn daraufhin kontrollieren.
Da der Verdacht bestand, dass der 54-Jährige unter dem Einfluss von Alkohol und Betäubungsmitteln stand, wurde er für weitere Maßnahmen zum Polizeirevier Marbach gebracht. Dort leistete er Widerstand gegen die Einsatzkräfte.
Das Monowheel wurde beschlagnahmt. Laut Hersteller kann das einrädrige Elektrofahrzeug ohne Lenkstange Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h erreichen. Zugelassen war es nicht.
Der Mann musste die Nacht in der Gewahrsamseinrichtung des Polizeireviers verbringen. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Trunkenheit im Verkehr, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz ermittelt.
Verwendete Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg.

