Seit 1953 verbunden: Markgröningen und SWLB verlängern Gaspartnerschaft

1953 begann in Markgröningen die leitungsgebundene Gasversorgung. Mehr als 70 Jahre später wird diese Verbindung nun fortgesetzt: Die Stadt und die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim haben einen neuen Gaskonzessionsvertrag geschlossen. Er läuft bis Ende März 2046.

Von der Redaktion – 08.30 Uhr

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Markgröningen. Energieversorgung fällt im Alltag meistens erst dann auf, wenn sie nicht funktioniert. In Markgröningen soll genau das auch in den kommenden zwei Jahrzehnten vermieden werden. Die Stadt und die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) haben am Dienstag einen neuen Gaskonzessionsvertrag unterzeichnet. Er schließt an den bisherigen Vertrag aus dem Jahr 2006 an und läuft bis Ende März 2046.

Für Markgröningen ist es die Fortsetzung einer Verbindung, die weit zurückreicht. Bereits 1953 wurde der erste Gestattungsvertrag geschlossen. Damals war die Ludwigsburger Alfred Sautter KG, die ihre Produktion nach Markgröningen verlegt hatte, mit dem Wunsch nach einer leitungsgebundenen Gasversorgung an die SWLB herangetreten. Die Stadt schloss sich dem Anliegen an.

Heute umfasst das Gasnetz in Markgröningen rund 58 Leitungskilometer und versorgt knapp 1.400 Hausanschlüsse.

„Es freut mich, dass die Gasversorgung in Markgröningen auch weiterhin in unserer Hand bleibt“, sagt SWLB-Geschäftsführer Johannes Rager. Seit dem ersten Vertrag beziehe Markgröningen sein Gas konstant von der SWLB beziehungsweise deren Vorgängergesellschaft.

Versorgungssicherheit mit Partner vor Ort

Die Neuvergabe war im März 2024 im Staatsanzeiger ausgeschrieben worden. Die SWLB bekundete ihr Interesse fristgerecht. Nachdem ein weiterer Interessent noch vor Veröffentlichung der Kriterien aus dem Verfahren ausgestiegen war, konnte die Stadt den Prozess verkürzen. Nach Prüfung durch die Kommunalaufsicht stimmte der Markgröninger Gemeinderat Mitte Mai dem Vertrag zu.

Bürgermeister Jens Hübner sieht in der Fortsetzung der Zusammenarbeit ein Signal für Verlässlichkeit. „Die Versorgungssicherheit mit einem starken Partner vor Ort ist für uns als Stadt und unsere Einwohnerschaft sehr wichtig. Es freut mich persönlich sehr, dass wir die verlässliche Partnerschaft mit den Stadtwerken Ludwigsburg-Kornwestheim fortsetzen können.“

Ein Gaskonzessionsvertrag regelt, dass ein Versorgungsunternehmen öffentliche Wege und Straßen für den Betrieb des Gasnetzes nutzen darf. Im Gegenzug zahlt das Unternehmen eine Abgabe an die Kommune und übernimmt Pflichten beim Netzbetrieb.

Für Markgröningen bedeutet der neue Vertrag vor allem Kontinuität. Die Stadt setzt auch in den kommenden zwei Jahrzehnten auf den Partner, der ihr Gasnetz seit Jahrzehnten betreibt.