Absage an Tempo 30 in der Stadt

Daumen runter: Die Initiative, ein generelles Tempolimit auf 30 km/h in der Stadt durchzusetzen, stößt auf keine große Gegenliebe beim Bürger. In Frankfurt am Main gilt derweil für den Stadtkern bereits seit dem Jahreswechsel eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 40 km/h.

Andere europäische Städte treten noch stärker auf die Bremse: In Brüssel heißt es seit 1. Januar 2021 Tempo 30 für alle, die mit dem Auto in die Innenstadt wollen. Und in Frankreich gilt Tempo 30 schon jetzt in rund 200 Innenstädten. Doch wollen auch die deutschen Autofahrer ein schärferes Geschwindigkeitslimit?

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Eher nicht. Drei Viertel sprechen sich in einer aktuellen, repräsentativen Umfrage von AutoScout24 dagegen aus. Eine rechnerische Mehrheit ergibt sich hingegen für eine Ausweitung von Tempo-30-Zonen. Der Online-Automarkt befragte hierzu gemeinsam mit Innofact 1.000 Autofahrer.

In der Umfrage sprechen sich 77 Prozent der Autofahrer gegen ein schärferes Tempolimit von 30 km/h in deutschen Innenstädten aus. Nur 23 Prozent sind für die Geschwindigkeitsbegrenzung. Als Grund gegen eine Verschärfung des Tempolimits geben 40 Prozent an, dass sich Tempo 50 innerorts bewährt habe.

Dabei sind 28 Prozent zwar gegen die Einführung der Tempobegrenzung auf 30 km/h, sehr wohl aber für eine generelle Ausweitung der Tempo-30-Zonen innerhalb der Ortschaften. Lediglich eine Minderheit von fünf Prozent vertritt die radikale Ansicht, dass das Geschwindigkeitslimit von 50 km/h angehoben werden solle und sagt: In geschlossenen Ortschaften sollte man schneller fahren dürfen.

Lars Wallerang / glp

Nach Tötung von Tieren im Kreis Ludwigsburg: Taucher finden wohl Tatwaffen im Enzkanal

Taucher der Wasserschutzpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Einsatz haben am Freitag im Enzkanal zwei Äxte aufgefunden, die mutmaßlich zur Tötung von Tieren am vergangenen Wochenende auf der Vogelinsel in Besigheim verwendet wurden (Ludwigsburg24 berichtete). Die sichergestellten Äxte werden nunmehr kriminaltechnisch untersucht.

Mittlerweile abgeschlossen ist die veterinärmedizinische Untersuchung der getöteten Schafe. Danach steht für die Ermittler fest, dass die Tiere bereits tot waren, als sie in den Enzkanal geworfen wurden. Sie waren vorher vermutlich erschlagen worden.

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Die Meldung über die Tötung der Tiere hat große Betroffenheit ausgelöst. Neben einer Tierschutzorganisation haben mehrere Privatpersonen Belohnungen für Hinweise, die zur Ermittlung des oder der unbekannten Täter führen, ausgelobt. Sie summieren sich derzeit auf 5.800 Euro.

Personen, die Hinweise zur Identität des oder der Täter geben können, werden gebeten, sich beim Arbeitsbereich Gewerbe und Umwelt, Tel. 07142 405-0, zu melden.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg