„Absolut entsetzend“: Fahrlehrer laufen Sturm gegen Führerschein-Reform

Die geplante Führerscheinreform von Verkehrsminister Patrick Schnieder sorgt für heftigen Widerstand. Die Fahrlehrerverbände sprechen von einem „massiven Angriff auf die Verkehrssicherheit“ und warnen vor Qualitätsverlust durch mehr digitalen Unterricht statt Präsenzpflicht. Besonders der mögliche Wegfall klassischer Theorieeinheiten stößt auf deutliche Ablehnung.

Von Hendrik Paul – 07.46 Uhr 

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Nachdem Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) am Mittwochnachmittag neue Eckpunkte zur Führerscheinreform vorgestellt hat, reagiert die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BVF) mit scharfer Kritik auf die Vorschläge.

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„Der Reformvorschlag ist absolut entsetzend“, sagte der Vize-Vorsitzende Kurt Bartels der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe). „Wir sehen das als einen massiven Angriff auf die Verkehrssicherheit.“ Bartels fuhr fort: „Das System in Deutschland ist auf die Verkehrssicherheit ausgelegt, und das radiert Herr Schnieder einfach weg.“

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Unter anderem schlug Schnieder vor, dass sich Fahrschüler den Stoff für die Theorieprüfung künftig nicht mehr in Präsenz, sondern auch über digitale Plattformen, wie Lernapps, aneignen könnten. „Es gibt viele Themenbereiche, die nur im Präsenzunterricht vermittelt werden können“, sagte Bartels dazu. „Wir haben schon während Corona gemerkt, dass Distanzunterricht nicht zu besseren Ergebnissen führt – im Gegenteil. So kann kein Geld eingespart werden. Es sind rein politische Äußerungen, die an der Wirklichkeit vorbeigehen.“