Arbeitslosigkeit sinkt leicht, doch der Druck im Landkreis bleibt hoch

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Ludwigsburg hat sich im Mai leicht entspannt. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Vergleich zum April um 222 Personen. Im Vorjahresvergleich bleibt die Lage jedoch angespannt, vor allem bei jungen Menschen und Langzeitarbeitslosen.

Von Ayhan Güneş – 11.06 Uhr

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Ludwigsburg. Im Landkreis Ludwigsburg ist die Arbeitslosigkeit im Mai leicht zurückgegangen. Nach Angaben der Agentur für Arbeit Ludwigsburg und des kommunalen Jobcenters waren insgesamt 14.063 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 222 Personen oder 1,6 Prozent weniger als im April. Im Vergleich zum Mai des vergangenen Jahres liegt die Zahl allerdings um 907 Personen oder 6,9 Prozent höher.

Die Arbeitslosenquote sank im Mai auf 4,4 Prozent. Im April hatte sie noch bei 4,5 Prozent gelegen, vor einem Jahr bei 4,1 Prozent.

Im Berichtsmonat meldeten sich 2.839 Menschen neu oder erneut arbeitslos. Das waren 398 weniger als im April. 1.132 von ihnen kamen direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Gleichzeitig konnten 3.057 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. 1.004 schafften dies durch die Aufnahme einer Arbeit. Das waren 103 mehr als im Vorjahresmonat.

Vom leichten Rückgang profitierten laut Arbeitsagentur nahezu alle Personengruppen. Dennoch bleibt der Blick auf den Vorjahresvergleich ernüchternd. Besonders deutlich zeigt sich das bei jungen Menschen unter 25 Jahren. In dieser Altersgruppe waren im Mai 1.363 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 210 mehr als im Mai 2025 und ein Anstieg von 18,2 Prozent.

Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt weiter klar über dem Vorjahresniveau. Hier verzeichnet die Agentur für Arbeit einen Zuwachs von 9,9 Prozent.

Martin Scheel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigsburg, sieht in den aktuellen Zahlen zwar eine leichte Entlastung, warnt aber vor zu viel Optimismus. „Die saisonale Frühjahrsbelebung hat den Arbeitsmarkt im Mai etwas entlastet. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist ein positives Signal, aber keine Trendwende. Die Arbeitsplatzverluste im Verarbeitenden Gewerbe halten weiter an. Die Zurückhaltung vieler Unternehmen bei Neueinstellungen ist weiterhin spürbar. Umso wichtiger bleibt es, Beschäftigung zu sichern, Qualifizierung zu fördern und jungen Menschen den Einstieg in Ausbildung und Beruf zu erleichtern“, sagte Scheel

Unterm Strich zeigt der Mai damit zwar eine kleine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Ludwigsburg. Von einer nachhaltigen Erholung kann jedoch noch keine Rede sein.