Arbeitsmarkt im Kreis Ludwigsburg kommt nicht in Schwung – Jugendarbeitslosigkeit bereitet Sorge

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Ludwigsburg zeigt im März nur leichte Entspannung. Zwar ist die Zahl der Arbeitslosen geringfügig gesunken, doch im Vergleich zum Vorjahr bleibt die Lage angespannt. Besonders auffällig ist der deutliche Anstieg bei jungen Menschen – ein Trend, der zunehmend Sorgen bereitet. Das geht aus der aktuellen Mitteilung der Agentur für Arbeit Ludwigsburg hervor.

Von Lea Brandt – 09.55 Uhr

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Ludwigsburg. Der Arbeitsmarkt im Landkreis Ludwigsburg kommt weiterhin nur schleppend in Bewegung. Wie die Agentur für Arbeit Ludwigsburg am Dienstag mitteilt, waren im März insgesamt 14.102 Menschen arbeitslos gemeldet.

Das sind 73 Personen oder 0,5 Prozent weniger als im Februar – gleichzeitig jedoch 1.035 Personen oder 7,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,4 Prozent, nach 4,1 Prozent im März 2025.

Kaum Dynamik am Arbeitsmarkt

Im März meldeten sich 3.051 Personen neu oder erneut arbeitslos, darunter 1.211 aus einer vorherigen Erwerbstätigkeit. Gleichzeitig konnten 3.110 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden – 983 von ihnen durch die Aufnahme einer Beschäftigung.

Insgesamt zeigt sich damit nur eine geringe Bewegung am Arbeitsmarkt.

Deutlicher Anstieg bei jungen Menschen

Besonders kritisch ist die Entwicklung bei den unter 25-Jährigen. Hier waren im März 1.422 junge Menschen arbeitslos gemeldet – 239 mehr als vor einem Jahr. Das entspricht einem Anstieg von 20,2 Prozent.

Die Arbeitslosenquote in dieser Altersgruppe lag bei 4,6 Prozent und damit deutlich über dem Vorjahreswert.

„Mit wachsender Sorge beobachten wir den Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit in den vergangenen Monaten. Junge Menschen sind beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beschäftigung derzeit besonders von den schwierigen Arbeitsmarktbedingungen betroffen. Diese Entwicklung ist ein ernstzunehmendes Warnsignal, da ein erschwerter Berufseinstieg langfristige Auswirkungen auf Erwerbsbiografien haben kann“, so Martin Scheel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigsburg.

Alle Gruppen über Vorjahresniveau

Auch in den übrigen Personengruppen zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Entwicklung fällt dabei unterschiedlich stark aus – von plus 2 Prozent bei Ausländern bis hin zu den deutlichen Zuwächsen bei jungen Menschen.