18°

Arthrose: Treppen sind Gift fürs Knie

Arthrose im Knie ist eine schmerzhafte Angelegenheit. Und mit einigen Gefahren verbunden. Für Patienten ist vor allem beim Treppensteigen besondere Vorsicht geboten. “Das Zusatzgewicht beim Treppenabgehen ist immens”, sagt Dr. Joachim Merk, Physiotherapeut und Kniespezialist aus Tübingen, im Apothekenmagazin “Senioren Ratgeber”.

Das Treppensteigen ist eine der größten Alltagsbelastungen. Experten empfehlen, sich beim Runtergehen vorzustellen, man müsse die Treppe hinunterschleichen. “Man darf Sie nicht hören. Dann setzen Sie jeden Fuß bewusst und ganz weich auf. Ein sehr gutes Training für die Muskulatur”, so Dr. Merk.

Ob an der Haltestelle, im Bad vor dem Spiegel oder im Haushalt beim Bügeln – auch der statische Druck durch langes Stehen ist Gift fürs Knie. Denn ohne Bewegung wird es unzureichend mit Nährstoffen versorgt. Um das zu vermeiden, schlägt Merk vor, stetig kleine Schritte auf der Stelle zu machen. “Eine Erholungskur für die Gelenke wäre es außerdem, wenn Sie sich zwischendurch auf einen Tisch oder höheren Stuhl setzen und mit den Beinen frei pendeln würden.” mp/rlo

Boom bei Krankschreibungen wegen Corona

Die Gründe waren Ängste, Depressionen und Erkältungssymptome: Während der Corona-Pandemie sind laut der KKH Kaufmännische Krankenkasse im März 2020 rekordverdächtig viele Menschen dem Job ferngeblieben.

“Der Krankenstand lag bundesweit bei 7,1 Prozent. Im Vorjahresmonat betrug er noch 5,6 Prozent”, so die Versicherung. Vor allem bei den Frauen registrierte die KKH einen Höchststand – speziell in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit Spitzenwerten von rund zehn Prozent.

Grund für die hohe Zahl an Krankmeldungen waren laut KKH vor allem Erkältungskrankheiten. Wegen Husten, Schnupfen und ähnlichen Symptomenließen sich im März 2020 zwei Prozent der Arbeitnehmer krankschreiben – so viele wie lange nicht: Im Vorjahresmonat waren es nur gut halb so viele. Am meisten von Atemwegserkrankungen betroffen waren etwa Mitarbeiter in der Kinderbetreuung und -erziehung sowie Alten- und Krankenpfleger beziehungsweise Krankenschwestern.

“Die Zahlen lassen vermuten, dass in der Pandemie-Hochphase viele Arbeitnehmer bei Corona-ähnlichen Symptomen zu Hause geblieben sind, um andere Menschen nicht zu gefährden”, heißt es.

Ralf Loweg