Autos für U-Boote: Deutschland und Kanada verhandeln Milliarden-Deal

Zwischen Deutschland und Kanada zeichnet sich ein milliardenschweres Geschäft ab. Berlin bietet zwölf U-Boote an, im Gegenzug soll mehr kanadisches Flüssigerdgas nach Deutschland fließen. Auch Volkswagen spielt bei dem geplanten Deal eine zentrale Rolle.

Von Hendrik Paul – 08.38 Uhr 

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Berlin/Ottawa – Zwischen Kanada und Deutschland bahnt sich offenbar ein Handelsdeal an.

Demnach bietet die Bundesregierung gemeinsam mit Norwegen an, Kanada zwölf U-Boote zu liefern, berichtet die „Bild“ (Dienstagsausgabe). Der deutsche Rüstungskonzern TKMS könnte damit kurz vor einem milliardenschweren Auftrag stehen. Bisher war auch Südkorea an dem Vergabeverfahren beteiligt.

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Im Gegenzug will Deutschland mehr kanadisches, statt bisher fast ausschließlich US-amerikanisches, Flüssigerdgas (LNG) kaufen. Im Zentrum des Deals steht außerdem eine Produktionszusage, schreibt die „Bild“ weiter. Der Automobilkonzern Volkswagen soll sich demnach verpflichten, über seine Tochtergesellschaft PowerCo eine Fabrik für Elektrofahrzeugbatterien in St. Thomas in der kanadischen Provinz Ontario zu bauen. Weitere deutsche Auto-Unternehmen wollen den kanadischen Markt in den Blick nehmen.

Am Mittwoch soll der mögliche Deal in einer nicht öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie des Deutschen Bundestags behandelt werden, schreibt die „Bild“ weiter. In der Tagesordnung heißt es, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie wolle über den Report „Autoindustrie – Autos für U-Boote“ berichten.