Baden-Württemberg fordert eigene Linie in der EU-Agrarpolitik ab 2027

Baden-Württembergs Agrarminister Peter Hauk fordert für die Zeit nach 2027 eine eigenständige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) mit klaren Förderlinien und weniger Bürokratie. Landwirte bräuchten verlässliche Rahmenbedingungen, so Hauk – und mehr Freiheiten bei der regionalen Umsetzung.

Ludwigsburg (red) – Baden-Württembergs Agrarminister Peter Hauk hat sich für den Erhalt der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) als eigenständigen Politikbereich mit gesondertem Fonds nach 2027 ausgesprochen. Dies teilte das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz am Mittwoch in Stuttgart mit.

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Hauk betonte, Landwirte benötigten Vertrauen und Planungssicherheit durch stabile Rahmenbedingungen und Förderprogramme ohne bürokratische Hürden.

Bei einer Auftaktveranstaltung zur künftigen GAP in Bad Cannstatt diskutierten Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpartner in vier Arbeitsgruppen über künftige Anforderungen. Konkret ging es um die Stärkung landwirtschaftlicher Betriebe, Hofnachfolge, regionale Vermarktung, Umwelt- und Klimaschutz sowie die Entwicklung ländlicher Gebiete.

Die Länder bräuchten ausreichend Gestaltungsspielraum für länderspezifische Maßnahmen.

Hauk kündigte an, die baden-württembergischen Positionen in die Verhandlungen mit Brüssel und Berlin einzubringen. Eine erste Positionierung habe bereits bei der Agrarministerkonferenz Ende September unter baden-württembergischem Vorsitz in Heidelberg stattgefunden.

Die GAP müsse effizienter, einfacher, nachhaltiger und praxisnäher werden, forderte der Minister.