Baden-Württemberg zieht so viele neue Professoren an wie seit Jahren nicht

Baden-Württemberg erlebt einen außergewöhnlich starken Professurenjahrgang: 368 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben 2025 einen Ruf an eine Hochschule im Land angenommen. Wissenschaftsministerin Petra Olschowski spricht von einem klaren Signal für Exzellenz, Internationalität und Fortschritte bei der Gleichstellung.

Von Ayhan Günes  – 08.18 Uhr 

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Ludwigsburg. Baden-Württemberg bleibt ein Magnet für Wissenschaft und Forschung: 368 Professorinnen und Professorenhaben im vergangenen Jahr ihren Ruf an eine Hochschule des Landes angenommen – so viele wie seit Jahren nicht mehr. Wie das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg mitteilt, wurden die Neuberufenen am Dienstag (3. Februar) bei einer Feierstunde im Neuen Schloss Stuttgart von Wissenschaftsministerin Petra Olschowski offiziell begrüßt.

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„So unterschiedlich die einzelnen Lebensläufe sind: Sie alle haben mit Mut, Exzellenz in Wissenschaft und Lehre und großem Engagement schon jetzt viel erreicht. Wir freuen uns sehr, Sie nun hier in Baden-Württemberg empfangen zu dürfen“, sagte Olschowski. Die Ministerin betonte, dass die neuen Professorinnen und Professoren auch Vorbilder seien – für Studierende, Doktoranden und ihre Teams: „Wissenschaft kann bisher Ungedachtes denken, bisher Unbekanntes erfahrbar machen.“

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Ein besonderes Augenmerk legte Olschowski auf die Geschlechterverteilung: Der Anteil der neuberufenen Professorinnen liegt mit 43 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt von rund 30 Prozent. „Wir haben die Parität noch nicht ganz erreicht, sind aber auf dem besten Weg dorthin“, so die Ministerin.

Auch die internationale Strahlkraft des Wissenschaftsstandorts Baden-Württemberg zeigt sich in den Zahlen: 112 Berufene kamen aus anderen Bundesländern, 45 aus dem Ausland. Das sei ein Beleg dafür, dass das Land nicht nur fachlich und künstlerisch, sondern auch als neue Heimat attraktiv sei. „Wir punkten als Wissenschaftsstandort und als Lebensumfeld, in dem sich Partnerinnen, Ehemänner und Kinder wohlfühlen können“, erklärte Olschowski.