
Von Lea Brandt – 12.25 Uhr
Erst sprühte ein 16-Jähriger Reizgas auf drei Jugendliche – wenige Stunden später schlugen diese offenbar zurück. Die Polizei untersucht die Hintergründe der Auseinandersetzung am Ludwigsburger Bahnhof.
Ludwigsburg – Gleich zwei Eskalationen innerhalb weniger Stunden: Am Mittwoch (4. Februar 2026) ist es am Ludwigsburger Bahnhof zu einem doppelten Zwischenfall unter Jugendlichen gekommen. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.
Laut Angaben des Polizeipräsidiums Ludwigsburg geriet ein 16-Jähriger gegen 16:30 Uhr mit einer Gruppe von Jugendlichen in einen verbalen Streit. Die Auseinandersetzung ereignete sich zwischen Bahnhofsgebäude und ZOB. Im Verlauf des Streits soll der 16-Jährige drei Personen im Alter von 16 und 19 Jahren mit einem Reizstoffsprühgerät attackiert haben. Anschließend flüchtete er, konnte jedoch rasch identifiziert werden.
Bereits am Nachmittag war der Jugendliche aufgefallen: Gegen 14 Uhr soll er in der Innenstadt versucht haben, ein Pedelec zu stehlen.
Rache am Abend?
Der Streit endete offenbar nicht mit der ersten Attacke. Am selben Abend, gegen 20:15 Uhr, trafen die Beteiligten erneut im Bahnhofsgebäude aufeinander – diesmal im Bereich eines Drogeriemarkts. Laut Polizei soll nun die Gegenseite Reizgas gegen den 16-Jährigen eingesetzt haben. Anschließend flüchteten alle Beteiligten in Richtung Innenstadt.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, insbesondere zu den Hintergründen des Konflikts und dem genauen Tatablauf. Ob es sich bei der zweiten Attacke um eine gezielte Revanche handelt, ist Gegenstand laufender Untersuchungen.


