Bei Porsche droht ein noch größerer Stellenabbau

Bei Porsche könnte der Stellenabbau deutlich größer ausfallen als bislang vereinbart. Nach einem Bericht des „Handelsblatts“ sieht eine VW-Vorlage den Abbau von rund 4.100 weiteren Stellen vor. Diese kämen zu den bereits vereinbarten rund 9.000 Stellen hinzu. Volkswagen kann die Maßnahmen wegen der Eigenständigkeit von Porsche allerdings nur empfehlen.

Von der Redaktion (hp/dts) – 12.53 Uhr

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Stuttgart. Bei Porsche könnten zusätzlich zu den bereits vereinbarten Sparmaßnahmen weitere 4.100 Stellen wegfallen. Das geht laut „Handelsblatt“ aus Unterlagen zu einem Aufsichtsratsbeschluss des Volkswagen-Konzerns hervor.

Unterlagen zum Aufsichtsratsbeschluss bei VW von Anfang des Monats zeigen laut dem „Handelsblatt“, wo Wolfsburg Lücken sieht. Für die Markengruppe „Sport Luxury“, zu der Porsche gehört, sehe die Vorlage eine Reduktion um „rund 4,1 Tausend Mitarbeiter“ vor. Allein bei den Gemeinkosten fehlten rund 700 Millionen Euro. Der VW-Plan soll ausdrücklich „zusätzlich zu bestehenden Vereinbarungen“ gelten. Heißt: Die 4.100 Stellen kämen on top zum bereits vereinbarten Stellenabbau. VW kann die Maßnahmen wegen Porsches Eigenständigkeit aber nur empfehlen, nicht anordnen.

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Am späten Freitagnachmittag hatte der Wolfsburger Autokonzern seine Gewinnprognose für das laufende Jahr gekappt. Ein wesentlicher Grund für die Pflichtmitteilung war eine Wertberichtigung bei Porsche. Auch die Familienholding Porsche SE musste ihre Prognose nach unten korrigieren. Die Aktien von Volkswagen, Porsche AG und Porsche SE gerieten daraufhin deutlich unter Druck.

Ein Porsche-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab. Der Betriebsrat war nicht erreichbar. Porsche hatte Ende Juli den Abbau von weiteren 5.000 Stellen mit den Arbeitnehmern vereinbart – zusätzlich zu rund 4.000 Stellen aus einem ersten Sparpaket.