
Das Ehegattensplitting steht offenbar vor dem Aus. Finanzminister Lars Klingbeil will laut Bericht das Modell abschaffen und setzt auf mehr Anreize für Erwerbstätigkeit.
Von der Redaktion – 00.10 Uhr
Berlin. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant offenbar die Abschaffung des Ehegattensplittings. Das berichtet die „Bild“ unter Berufung auf Regierungskreise.
Demnach drängt Klingbeil im Zuge der geplanten Steuerreform darauf, das bisherige Splittingmodell künftig aufzugeben. Ziel sei es, stärkere Anreize für Ehepartner zu schaffen, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen oder ihre Arbeitszeit auszuweiten.
Damit soll das Arbeitsvolumen in Deutschland insgesamt steigen und zugleich die Konjunktur gestärkt werden.
Politischer Streit absehbar
Die SPD hatte bereits im Bundestagswahlkampf für eine Reform des Ehegattensplittings geworben. In der Union stößt ein solcher Schritt jedoch auf deutliche Ablehnung.
Damit zeichnet sich ein politischer Konflikt ab, der über steuerliche Fragen hinausgeht – und Grundsatzfragen zur Familien- und Arbeitsmarktpolitik berührt.

