
Nach dem Fund einer mit Sprengstoff bestückten Drohne am Flughafen Leipzig/Halle verdichten sich offenbar die Hinweise auf Russland. Nach einem Medienbericht gehen deutsche Ermittler von einem möglichen Anschlagsversuch im Auftrag eines russischen Geheimdienstes aus. Die Bundesregierung will sich noch am Dienstag zu dem Fall äußern.
Von der Redaktion (dts/hp) – 10.04 Uhr
Der Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle soll nach Einschätzung deutscher Ermittler offenbar ein Anschlagsversuch im Auftrag Russlands gewesen sein. Das berichtet die „Bild“ unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die Spur der Sprengstoff-Drohne führt demnach mutmaßlich zu einem russischen Geheimdienst.
Dem Bericht zufolge wollen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) noch am Dienstag im Laufe des Tages vor die Öffentlichkeit treten, um über den Fall zu informieren. Wadephul unterbricht dafür eine Dienstreise, um bei der Pressekonferenz anwesend zu sein. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist offenbar nicht mit dabei.
Die Bundesregierung hatte sich bisher mit einer direkten Zuschreibung zurückgehalten. Merz hatte zuletzt aber bereits angekündigt, dass die Ermittlungen kurz vor dem Abschluss stünden. Die genauen Konsequenzen gegen Russland sind noch unklar.


