
Ein Medienbericht sorgt für neue Brisanz im Iran-Konflikt: Die USA prüfen offenbar den Einsatz von Bodentruppen – auch wenn eine vollständige Invasion derzeit nicht geplant ist.
Von der Redaktion – 09.35 Uhr
Washington. Der Iran-Konflikt könnte eine neue Eskalationsstufe erreichen. Laut einem Bericht der „Washington Post“ bereiten die USA mögliche militärische Einsätze am Boden vor.
Unter Berufung auf anonyme US-Beamte heißt es, das Pentagon plane Operationen, bei denen Truppen über mehrere Wochen im Einsatz sein könnten. Dabei gehe es jedoch nicht um eine vollständige Invasion, sondern um gezielte Einsätze.
Spezialeinheiten im Fokus
Im Zentrum der Überlegungen stehen demnach Operationen von Spezialeinheiten sowie konventionellen Infanterietruppen. Als mögliches Ziel wird die strategisch wichtige Insel Charg genannt, die eine zentrale Rolle für die iranischen Ölexporte spielt.
Ob und in welcher Form solche Pläne umgesetzt werden, ist allerdings offen.
Trump hält sich bedeckt
US-Präsident Donald Trump hatte eine Bodeninvasion zuletzt öffentlich als „Zeitverschwendung“ bezeichnet. Gleichzeitig ließ er offen, ob militärische Optionen grundsätzlich ausgeschlossen sind.
Er werde keine Bodentruppen entsenden, sagte Trump – fügte jedoch hinzu, dass er dies auch nicht im Voraus ankündigen würde, selbst wenn entsprechende Planungen liefen.

