
Mit Pizza, Solarofen und selbst angebauten Tomaten hat die Schule am Steinhaus Besigheim den Landessieg beim Energiesparmeister-Wettbewerb 2026 geholt. Jetzt geht es für die Schülerinnen und Schüler noch um mehr: Bis 17. Juni kann online für den Bundessieg abgestimmt werden.
Von Lea Brandt – 08.27 Uhr
Besigheim. Klimaschutz klingt oft nach großen Konzepten, langen Papieren und komplizierten Debatten. An der Schule am Steinhaus in Besigheim sieht er anders aus: Dort wird Teig geknetet, Gemüse angebaut, Strom aus einer Powerstation genutzt und am Ende Pizza verkauft. Genau dieses Projekt hat der Schule nun den Landessieg beim Energiesparmeister-Wettbewerb 2026 eingebracht.
Die Schülerinnen und Schüler des SBBZ-Lernen überzeugten die Jury mit ihrer „Nachhaltigen Schulpizza“. Das Projekt zeigt, wie Klimaschutz praktisch, regional und verständlich funktionieren kann. Das Mehl für den Teig wird per Bus im Nachbarort abgeholt. Die Tomaten bauen die Jugendlichen selbst an. Der Strom für den Solarofen stammt aus der schuleigenen Powerstation. Statt Einwegmaterial kommen selbstgenähte Stoffservietten zum Einsatz, die gewaschen und wiederverwendet werden.
Verkauft wird die Pizza regelmäßig im Schülercafé, bei Festen und auf Einladung auch an anderen Schulen. Aus einer einfachen Idee ist damit ein Projekt geworden, das Alltag, Lernen und Klimaschutz miteinander verbindet.
Klimaschutz zum Anfassen
Als Landessieger erhält die Schule am Steinhaus 2.500 Euro Preisgeld. Dazu kommt eine Patenschaft mit der Kreissparkasse Ludwigsburg, die das Projekt unterstützt.
„Die Schule am Steinhaus beweist, dass Klimaschutz nicht nur machbar ist, sondern auch kreativ und lecker sein kann“, sagt Isabel Kurz, Pressesprecherin der Kreissparkasse Ludwigsburg. „Als Pate freuen wir uns, zum Erfolg dieses Projektes beizutragen und gemeinsam mit der Schule Zeichen zu setzen – für eine starke Region und eine lebenswerte Zukunft.“
Der Energiesparmeister-Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Carsten Schneider. Bundesweit beteiligten sich in diesem Jahr mehr als 55.000 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte. Nach Angaben der Veranstalter ist das ein neuer Rekord.
Jetzt zählt jede Stimme
Mit dem Landessieg ist der Wettbewerb für die Besigheimer Schule noch nicht vorbei. Als Vertreterin Baden-Württembergs tritt sie nun im Online-Voting gegen die Preisträgerschulen der anderen 15 Bundesländer an. Noch bis 17. Juni kann abgestimmt werden. Gelingt der Bundessieg, erhält die Schule weitere 2.500 Euro Preisgeld.
Die Preisverleihung für alle Siegerschulen findet am 26. Juni im Bundesumweltministerium in Berlin statt. Für die Schule am Steinhaus ist der Landessieg schon jetzt ein besonderer Erfolg. Und vielleicht wird aus der nachhaltigen Schulpizza aus Besigheim am Ende sogar ein bundesweites Siegerprojekt.

