Besucherrekord bei Venezianischer Messe: Bis zu 75.000 Gäste in Ludwigsburg

Die Venezianische Messe hat nach Angaben des Veranstalters so viele Menschen angezogen wie noch nie. Tourismus & Events Ludwigsburg schätzt die Besucherzahl auf 70.000 bis 75.000 – damit liegt die Schätzung rund 5.000 über der Ausgabe von 2024.

Von der Redaktion (ea) – 15.31 Uhr

ANZEIGE

Ludwigsburg. Drei Tage Masken, Kostüme und Straßenkunst – und am Ende steht ein neuer Besucherrekord. Nach Angaben von Tourismus & Events Ludwigsburg kamen zur Venezianischen Messe 2026 zwischen 70.000 und 75.000 Menschen in die Innenstadt.

„Aufgrund des hervorragenden Wetters konnten wir einen Besucherrekord von circa 70.000 bis 75.000 Besuchern verzeichnen“, sagt Mario Kreh, Geschäftsführer des städtischen Eigenbetriebs Tourismus & Events Ludwigsburg.

ANZEIGE

Bei der Ausgabe 2024, als erstmals kein Eintritt mehr verlangt wurde, hatte der Veranstalter noch 65.000 bis 70.000 Besucher gezählt beziehungsweise geschätzt.

Schon bei der Parade der Kostümträger und der offiziellen Eröffnung am Freitagabend sei der Andrang groß gewesen.

Mehr als 1.000 Kostümierte aus ganz Europa

Oberbürgermeister Matthias Knecht begrüßte zur Eröffnung mehr als 1.000 Kostümträgerinnen und Kostümträger aus ganz Europa. Hinzu kamen Delegationen aus den Ludwigsburger Partnerstädten Montbéliard, Bergamo und St. Charles.

„Das Veranstaltungskonzept mit der Öffnung für die breite Öffentlichkeit schafft eine fantastische Atmosphäre und zeigt vielen Menschen, wie ein europäisch geprägtes, weltoffenes und buntes Ludwigsburg aussieht“, sagte Knecht.

Das Geschehen beschränkte sich dabei nicht auf den Marktplatz. Auch im Blühenden Barock waren am Freitagnachmittag zahlreiche Kostümierte mit ihren Fotografen unterwegs und nutzten die Gartenanlagen als Kulisse.

„Bird Man“, Geigenhimmel und Lasershows

Als optisches und dramaturgisches Highlight nennt der Veranstalter die Stelzenperformance „Bird Man“ der Künstlergruppe Close Act, die an allen drei Tagen zu sehen war.

Am Samstagabend trat zudem das Frankfurter Klassik-Ensemble „Geigenhimmel“ auf. Für Kinder gab es erstmals einen Bastel-Workshop zum Gestalten eigener Masken. Auch das bekannte Kinderschminken gehörte wieder zum Programm.

An allen drei Abenden endete das Fest mit einer Lasershow, die jeweils unterschiedlich inszeniert wurde.

Maskenball läutete das Wochenende ein

Eingeläutet wurde das Wochenende bereits am Donnerstagabend im Residenzschloss. Dort fand ein Venezianischer Maskenball mit mehr als 120 Kostümträgerinnen und Kostümträgern statt. Den Abschluss bildete ein Laternenumzug.

Veranstalter meldet keine besonderen Vorkommnisse

Trotz der hohen Besucherzahl blieb es nach Angaben des Veranstalters ruhig.

„Keine besonderen Vorkommnisse“, lautet die Bilanz von Kreh. Er habe während des Wochenendes in ständigem Austausch mit Polizei und Sicherheitsbehörden gestanden.

Christoph Adels, Abteilungsleiter Veranstaltungen bei Tourismus & Events, sieht sich durch die Entwicklung in dem seit 2024 geltenden Konzept bestätigt. Der freie Zugang habe sich aus Sicht des Veranstalters bewährt und die Venezianische Messe werde auch über die Region hinaus zunehmend wahrgenommen.

Die Veranstaltung findet turnusgemäß alle zwei Jahre statt. Die nächste Venezianische Messe wäre damit 2028 vorgesehen.