
Für viele junge Menschen war es der zweite Weg zum Abitur. Seit 50 Jahren verbinden das Technische Gymnasium und das Wirtschaftsgymnasium in Bietigheim-Bissingen allgemeine Bildung mit beruflicher Orientierung. Das Jubiläum wurde nun mit einer Podiumsdiskussion gefeiert.
Von der Redaktion – 12.37 Uhr
Bietigheim-Bissingen. Im Schuljahr 1975/76 nahmen das Technische Gymnasium und das Wirtschaftsgymnasium in Bietigheim-Bissingen ihren Betrieb auf. Seitdem haben nach Angaben des Landratsamts rund 8.000 Schülerinnen und Schüler mit mittlerem Bildungsabschluss dort ihren schulischen Weg fortgesetzt.
Zum 50-jährigen Bestehen lud Schulleiter Stefan Ranzinger am Montag, 20. Juli, zu einer Podiumsdiskussion ein. Rund 200 Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Gäste nahmen an der Veranstaltung teil.
Auf dem Podium diskutierten Landrat Dietmar Allgaier, Kultusstaatssekretär Andreas Deuschle, die frühere Schülerin und ehemalige Deutsche Weinkönigin Carolin Klöckner sowie Schüler Jaron Fricker.
Allgemeines Abitur mit beruflichem Profil
Die Beruflichen Gymnasien führen zur allgemeinen Hochschulreife. Gleichzeitig erwerben die Schülerinnen und Schüler fachliche Kenntnisse in wirtschaftlichen oder technischen Bereichen.
Am Wirtschaftsgymnasium stehen die Profile Wirtschaftswissenschaften und Internationale Wirtschaft zur Wahl. Das Technische Gymnasium bietet die Schwerpunkte Mechatronik, Informationstechnik sowie Technik und Management an.
Damit sollen die Schulen eine Verbindung zwischen weiterführender Schule, Hochschule und Arbeitswelt schaffen.
Landrat würdigt Bedeutung der Schule
Landrat Dietmar Allgaier bezeichnete das Berufliche Gymnasium als festen Bestandteil der Bildungslandschaft im Landkreis.
„Es steht für Chancengerechtigkeit, Leistungsbereitschaft und die gelungene Verbindung von allgemeiner Bildung und beruflicher Orientierung“, sagte Allgaier.
Mit Blick auf die kommenden Jahre betonte er, die Beruflichen Schulen müssten leistungsfähige, moderne und attraktive Lernorte bleiben.
Das Jubiläum machte zugleich deutlich, welche Rolle diese Schulform für viele Bildungsbiografien spielt: Sie eröffnet Jugendlichen nach einem mittleren Bildungsabschluss die Möglichkeit, das Abitur zu erwerben und sich zugleich fachlich auf Studium oder Beruf vorzubereiten.


