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So pflegen Sie Ihre Hände gesund

Der ständige Kontakt mit Wasser und Desinfektionsmitteln setzt empfindlichen Händen in der Corona-Krise schwer zu. Die Haut quillt auf, Hautfette werden gelöst, die Barrierefunktion der Haut lässt nach, Schadstoffe können leicht eindringen und Feuchtigkeit geht verloren. Die Folge: Die Haut trocknet aus, wird rau, rissig und neigt zu Entzündungen. Bekommt sie dann nicht die Möglichkeit zur Erholung, kann sich daraus ein chronisches Handekzem entwickeln.

Häufiges Eincremen ist die beste Erholung für strapazierte Hände. Damit das in der Hektik des Alltags nicht vergessen wird sollte an jedem Waschbecken, in der Küche und auf dem Nachttisch eine Tube Handcreme bereitliegen.

Für zwischendurch eignen sich Cremes, die schnell einziehen und bei der Arbeit nicht stören. Reparierende Handcremes, die sich wie ein atmungsaktiver Film auf die Haut legen, helfen bei kleinen Hautrissen und schützen die Haut vor äußeren Einflüssen.

Vor dem Schlafengehen empfiehlt sich eine fettreiche Creme mit entzündungshemmenden Zusätzen, die über Nacht einzieht und intensiv pflegt. Feuchthaltefaktoren wie Glycerin oder Harnstoff helfen dabei, den Wasserverlust der Hautbarriere auszugleichen.

Auf empfindlicher Haut kann Harnstoff jedoch brennen. Die verwendeten Handcremes sollten frei von Farb- und Konservierungsstoffen sein. Duftstoffe sind bei empfindlicher Haut ebenfalls tabu. Das gilt auch für natürliche Substanzen wie ätherische Öle, die häufig ein allergenes Potenzial aufweisen.

Ralf Loweg

Lass das mal den Lavendel machen

Seit Jahrhunderten schätzen Menschen das ätherische Öl von Lavendel. Die beruhigende und entspannende Wirkung ist unbestritten.

Echter Lavendel, mit botanischem Namen Lavandula angustifolia, wächst auf Feldern in einer Höhe ab 500 Metern und wird am besten in der Mittagshitze geerntet. Dann ist die Ausbeute des ätherischen Öls am höchsten, weil sich die Pflanze vor der Hitze schützt.

Es gibt auch Echten Berglavendel. Dieser wächst wild in einer Höhe ab 800 Metern und wird in mühsamer Handarbeit mit der Sichel geerntet, ebenfalls am besten in der Mittagshitze. Man hat festgestellt, dass das Spektrum der Inhaltsstoffe im ätherischen Lavendelöl reichhaltiger ausfällt, je höher das Anbaugebiet liegt.

Schon die Römer nutzten Lavendel, um ihre Bäder und Wäsche zu beduften. Der Name “Lavendel” leitet sich vom lateinischen Wort “lavare” ab, was “reinigen” bedeutet. In der Naturheilkunde wird Lavendel traditionell bei Unruhe, Nervosität und Schlaflosigkeit eingesetzt. Er wirkt ausgleichend, beruhigend, stimmungshebend, schlaffördernd und angstlösend. Verantwortlich für diese Wirkung sind verschiedene Inhaltsstoffe, vor allem Ester und Monoterpenole.

Auch bei der Pflege von Hautirritationen hat sich der Echte Lavendel bewährt. So wirkt sein ätherisches Öl unter anderem ausgleichend, regenerierend und entzündungshemmend. Es bringt die Haut in Balance. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben die Wirksamkeit von Echtem Lavendel bestätigt. Seine vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten machen ihn zu einem Alleskönner.

Das ätherische Öl des Echten Lavendels ist außerdem eines der wenigen Öle, das punktuell unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden kann, weil es nicht nur unser Nervenkostüm, sondern auch die Haut beruhigt und regeneriert. Normalerweise sollten ätherische Öle ausschließlich verdünnt angewendet werden, erklärten Experten.

Ralf Loweg

Richtig Haare waschen bei Diabetes

Leidet man an Diabetes, sollte man auch beim Haare waschen zwei wichtige Punkte beachten. “Waschen nur im Schongang”, rät Friseurin Andrea Hecker aus München im Apothekenmagazin “Diabetes Ratgeber”. Und gerade für Menschen mit Diabetes gilt: nicht zu oft waschen.

Wie wäscht man besonders schonend? Das Shampoo sollte auf das angefeuchtete Haar aufgetragen und nach kurzer Einwirkzeit lange ausgespült werden. Gut für Haare und Kopfhaut ist zudem ein kalter Guss zum Abschluss der Haarwäsche.

Danach sollte der Kopf mit einem Handtuch sanft trockengetupft werden – ohne Rubbeln. Ein- bis zweimal pro Woche die Haare zu waschen reicht übrigens völlig aus. “Die Kopfhaut ist von einem leichten Film aus Fett und Feuchtigkeit überzogen, der sie schützt”, erklärt Apothekerin Tatjana Buck. Zu häufiges Haarewaschen entfernt diesen wichtigen Schutzfilm.

Andreas Reiners

Was die “Besenreiser” anzeigen

Allein die Namen klingen nicht gut. Wenn von “Besenreisern” und “Krampfadern” die Rede ist, bekommen empfindliche Zeitgenossen schon vom bloßen Zuhören Schmerzen. Dabei könnten Frauen bei diesem Thema durchaus gelassener reagieren.

Warum? Frauen haben von Natur aus ein schwächeres Bindegewebe als Männer. Und das kann ein Vorteil sein: Denn Besenreiser oder Krampfadern werden bei ihnen schneller entdeckt als bei Männern, deren straffere Beine krankhafte Veränderungen der Venen kaschieren.

“Schwellungen und Krampfadern sind kein rein kosmetisches Problem, sondern zeigen früh an, dass das Blut in den Venen nicht richtig fließt”, sagt Professor Markus Stücker, Präsident der Gesellschaft für Phlebologie im Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau”.

Mangels anderer Warnzeichen suchen Männer den Arzt oft erst dann auf, wenn bereits massive Beschwerden auftreten – etwa schlecht heilende Wunden an den Unterschenkeln infolge einer mangelhaften Durchblutung.

Je früher die Venenprobleme erkannt werden, desto höher sind die Chancen, die Krankheit in Griff zu bekommen und eine Operation zu vermeiden. “Eine gute Wadenmuskulatur pumpt langfristig gegen Venenschwäche und ihre Folgen an”, sagt Stücker.

Viel Bewegung und Sport helfen – auch bei gesunden Venen – die Beinmuskeln zu trainieren, die das Blut nach oben pressen. Weitere Möglichkeiten, um die Venen zu entlasten, sind Kneipp-Anwendungen wie Güsse oder Wassertreten. Durch die Kälte ziehen sich die Gefäße zusammen, was den Blutstrom verbessert – allerdings nur für ein bis zwei Stunden.

Kompressionsstrümpfe helfen ebenso, indem sie die Venen zusammendrücken und die Muskelpumpe unterstützen. Sie lindern Symptome, können Venenschwäche aber nicht heilen.

Hohes Alter, wenig Bewegung und Übergewicht und eine entsprechende Veranlagung gelten als Ursachen für die Veneninsuffizienz. Gesunde Beinvenen sind in regelmäßigen Abständen mit Klappen versehen, die das Blut mit Unterstützung der Muskelpumpe in Richtung Herz befördern. Versagen die Klappen, dehnt sich das Gefäß und es entstehen Gerinnsel und Entzündungen, die die Klappen zerstören. Dann kann es schnell lebensgefährlich werden, wenn sich etwa ein Gerinnsel ganz oder teilweise löst und mit dem Blutstrom in die Lunge schwimmt.

Ralf Loweg

Schnarchfrei durch die Nacht

Schnarchen hat schon so manche Partnerschaft auf eine harte Probe gestellt. Und in nicht wenigen Schlafzimmern wackeln dann sogar die Wände. Doch was ist Schuld an dieser Geräuschkulisse?

Beim Schnarchen liegt eine Blockade der Atemwege vor. Durch die Muskelentspannung im Schlaf kommt es zu einem erschlafften Gaumensegel oder zu einer Absenkung des Unterkiefers und der Zunge. Dadurch verengen sich die Atemwege im Rachen, es kann zu Schnarchgeräuschen sowie einer Apnoe, also kurzen Atemstillständen, kommen.

Das Blut transportiert nicht mehr ausreichend Sauerstoff. Dadurch wird der Körper alarmiert, und das Gehirn sorgt für Schlafunterbrechungen. Außerdem spielen Alkoholkonsum oder die Einnahme von Medikamenten sowie Übergewicht und Erkältungen eine Rolle für die Schnarchintensität.

Und wie können spezielle Schnarchschienen Abhilfe schaffen? “Die individuell angefertigten Anti-Schnarchschienen werden nachts auf die Zahnreihen von Ober- und Unterkiefer gesetzt und im Frontbereich eingehakt”, erklärt die Expertin Diana Svoboda, ärztliche Leiterin der diPura Fachklinik für Zahnästhetik und Implantologie in Essen. “Die meisten Menschen wissen gar nicht, wie schnell und einfach das Schnarchen dadurch verhindert werden kann.”

Bei leichten bis mittelschweren Atemaussetzern wird die intra-orale Schnarchschiene gegen das Schnarchen eingesetzt. Durch den Titanhaken soll bei 96 Prozent der Rückenschnarcher das Problem abgestellt und Atemaussetzer gestoppt werden.

“Da mit der Zahnschiene die Sauerstoffversorgung nachts wieder problemloser funktioniert und die Patienten somit entspannter aufwachen, sind sie im Alltag wieder konzentrationsfähiger”, erläutert Dr. Svoboda. “Schnarchschienen sind sehr fein justierbar, klinisch bewährt und sehr langlebig”, führt die Expertin aus.

Die Kosten für eine solche Anti-Schnarchschiene liegen bei 750 bis 1.000 Euro. Nach Abnahme der Zahnabdrücke wird sie innerhalb weniger Tage angefertigt und dem Patienten optimal angepasst. So können Nutzer bereits nach kurzer Zeit wieder schnarchfrei schlafen.

Ralf Loweg

Den Nagelpilz mit Füßen treten

Zeigt her eure Hände, zeigt her eure Füße. Man kennt diesen Satz zur Genüge aus der Werbung. Doch wehe, wenn die Nägel vom Pilz befallen sind. Da ist es mit dem Zeigen schnell vorbei. Stattdessen steigt vielen Menschen dann die Schamesröte ins Gesicht, denn Nagelpilz ist für viele ein Zeichen mangelnder Hygiene. Dabei ist das nicht der Fall.

Ansteckungsfallen lauern überall. Ob Schwimmbad, Fitnessstudio oder heimisches Badezimmer – Pilzerreger fühlen sich dort wohl, wo es warm und feucht ist. Und Nagelpilz wird immer mehr zur Volkskrankheit. 14 bis 18 Prozent der gesamten Bevölkerung sind schätzungsweise von Onychomykose betroffen, so der medizinische Fachbegriff.

Rund 50 Prozent aller Patienten sind über 60 Jahre alt. Aber auch aktive Menschen, die sich häufig sportlich betätigen, gehören zur Risikogruppe. Grund dafür sind die Stoßbewegungen beim Laufen, es kommt zu Mikroverletzungen an den Nägeln, die den Pilzerregern freie Bahn zum Eindringen bieten.

Neben zahlreichen öffentlichen Barfußbereichen begünstigen medizinische Ursachen die Entstehung von Nagelpilz: Dazu gehören unter anderem Durchblutungsstörungen, Diabetes-Erkrankungen und Medikamente, die das Immunsystem kurzzeitig unterdrücken. Sind ein oder mehrere Nägel von einem Pilz befallen, werden sie zunächst trüb und verlieren ihren Glanz. Die Erreger breiten sich vom äußeren Rand des Nagels über die Mitte und schließlich bis hin zum Nagelwall, dem unteren Rand, aus.

Ein weiteres Warnzeichen sind gelb-bräunliche Flecken oder Streifen – bis schließlich Nagelplatte und -oberfläche uneben werden und der Nagel seine Struktur verliert. Ohne Behandlung beginnt der Nagelrand zu bröckeln, löst sich und hinterlässt eine zerstörte Nagelplatte. Ein Schutz für Zehen- und Fingerspitzen ist dann nicht mehr vorhanden.

Feuchtwarmes Klima bietet Pilzerregern einen optimalen Nährboden, um sich im Nagel einzunisten. Obwohl sie Hände und Füße befallen können, sind die Fußnägel deutlich häufiger betroffen. Erhöhte Ansteckungsgefahr besteht auch bei engen Schuhen, die ständigen Druck auf die Fußnägel verursachen.

Gesunde Nägel fungieren als natürliche Schutzbarriere gegen Erreger. Ist diese durch die kleinen Verletzungen durchbrochen, können Pilzerreger einwandern und sich im Nagel festsetzen. 83 Prozent aller Infektionen werden durch Fadenpilze verursacht, deutlich weniger durch Schimmelpilze (16 Prozent) oder Hefepilze (1 Prozent). Fadenpilze wirken auf das Immunsystem und verhindern die Immunantwort der Zellen. Dadurch können die Abwehrkräfte den Pilz ohne Zuhilfenahme von Medikamenten nicht mehr bekämpfen.

Ralf Loweg

Aufguss für das Immunsystem

Millionen Menschen leiden an Heuschnupfen. Doch jetzt gibt es Hoffnung für alle Leidgeplagten. Nach neuesten Erkenntnissen kann ein regelmäßiger Gang in die Sauna die Beschwerden auf natürliche Art lindern. Denn Saunabaden sorgt dafür, dass die Schleimhäute deutlich besser durchblutet sind.

“Deshalb ist der Organismus bei Menschen, die regelmäßig in die Sauna gehen, viel besser in der Lage, die eindringenden Pollen abzuwehren”, sagt Prof. Dr. med. Karl-Ludwig Resch, Leiter des Deutschen Instituts für Gesundheitsforschung in Bad Elster. Regelmäßiges Saunabaden ist ein sehr gutes Training für das Immunsystem. Das gezielte, wiederholte Setzen eines starken Wärme- und Kältereizes trainiert die Fähigkeit aller Blutgefäße in der Haut und in den Schleimhäuten, sich schnell zusammen zu ziehen und wieder zu öffnen.

“Das hilft natürlich nicht nur in der Erkältungszeit, sondern auch in der Pollenflugzeit”, so Prof. Dr. Resch weiter. Die wohltuende Saunawärme lindere außerdem die Beschwerden bei allergischem Asthma, weil sie die verkrampften Muskeln in den tiefen Verästelungen der Bronchien löse. Regelmäßiges Saunieren kann also eine ganz natürliche Methode für Allergiker sein, die Situation etwas zu entspannen und den Frühling zu genießen – egal, ob beim Spaziergang durch grüne Wiesen oder beim Saunabaden.

Ralf Loweg

 

Daimler verschiebt Hauptversammlung

Unter keinem guten Stern: Die Daimler AG wird nach Abwägung aller Gesichtspunkte insbesondere der Gesundheit aller Teilnehmer und der Anordnung des zuständigen Gesundheitsamtes die Hauptversammlung des Unternehmens nicht wie geplant am 1. April 2020 durchführen. Wie der Autokonzern weiter mitteilt, solle der Termin auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2020 verschoben werden. Damit verbunden seit unvermeidbar eine entsprechende zeitliche Verschiebung des Gewinnverwendungsbeschlusses und der Dividendenauszahlung, heißt es.

In Abhängigkeit vom weiteren Verlauf der Corona-Krise strebt die Daimler AG nach eigenen Angaben an, die Hauptversammlung zu Beginn des Monats Juli 2020 durchzuführen.

Damit reagiert Daimler auf die Einschätzung der Wissenschaftler. Das Robert-Koch-Institut und die zuständigen Gesundheitsbehörden in Deutschland gehen demnach davon aus, dass die Infektionen signifikant zunehmen werden. Die Gesundheit der Aktionäre sowie der Mitarbeiter haben für das Unternehmen oberste Priorität.

Ralf Loweg

Grüner Anstrich für die Schönheit

Es müssen nicht immer die neuesten Wirkstoffe mit komplizierten Namen wie Tretinoid, Bakuchiol oder Squalan-Öl sein, um seiner Haut etwas Gutes zu tun. Stetige Forschung in der Dermatologie ist zwar sinnvoll und wichtig – aber: Bei all den trendigen, zum Teil noch wenig erprobten Wirkstoffen, sollte man die altbewährten Hautretter nicht vergessen.

Zum Beispiel: Grüner Tee. Die Blätter des Teestrauchs haben nicht nur heiß aufgebrüht und getrunken eine wohltuende und vitalisierende Wirkung auf den Körper und Geist, Grüntee-Extrakte finden sich auch immer wieder in Haar- und Hautpflegeprodukten. Völlig zurecht, weiß auch Prof. Dr. Dr. Werner Mang, Facharzt für HNO und Plastische Operationen, Chefarzt der Bodenseeklinik und Präsident der Internationalen Gesellschaft für Ästhetische Medizin (IGÄM e.V.). Er empfiehlt seinen Patienten seit Jahren, das Lieblingsgetränk Asiens für ihre Schönheit zu nutzen und ist selbst ein großer Fan.

“Im asiatischen Raum trinkt man grünen Tee bei jeder Gelegenheit – nach dem Essen, als Zeichen der Gastfreundschaft, als Muntermacher und zur Stärkung. Außerdem unterstützt er die natürlichen Schutzmechanismen der Haut”, erklärt Prof. Mang. “Nur zwei Tassen Grüntee sind ausreichend, um den Tagesbedarf an Fluor zu decken und damit Karies vorzubeugen. Die Gerbstoffe wirken beruhigend auf Magen und Darm, stärken das Immunsystem, wehren freie Radikale ab und sorgen für eine gesunde und vitale Haut.” Ein wahrer Allrounder also.

Im Gegensatz zum Kaffee wirkt das Koffein im grünen Tee nicht über das Herz, sondern über das Nervensystem. Je kürzer die Ziehzeit – etwa ein bis drei Minuten -, desto anregender wirkt er. Da das Koffein in kleinen Schüben im Körper freigesetzt wird, hält es länger vor. “Frisch geerntet ist grüner Tee eine echte Vitaminbombe: Er enthält viermal mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte. Es ist also kaum verwunderlich, dass Grüntee-Extrakte in Cremes, Shampoos und Make-ups absolut angesagt sind”, so der Experte.

“Ich bin überzeugt von dem Motto ‘Weniger ist mehr’ – insbesondere, wenn es um Haut- und Körperpflege und die passenden Inhaltsstoffe geht. Unserer Haut geht es besser, wenn Sie gezielt und schonend behandelt wird, anstatt sie mit vielen Pflegeschritten unterschiedlichster Formulierung zu überfordern. Neben grünem Tee empfehle ich altbewährte sanfte Inhaltsstoffe wie Honig, Heilerde oder Kamille. Man kann bereits Zuhause mit derlei Mittelchen einiges bewirken und so den Gang zu uns Schönheitsdocs vielleicht noch etwas aufschieben”, sagt Prof. Dr. Dr. Werner Mang.

Außerdem hält der Experte noch einen Tipp für Zuhause bereit: Diese einfache Grüntee-Maske können Sie selbst zubereiten. Sie brauchen dazu:

– 1 Tasse Wasser

– 1 EL Grüner Tee

– 3 EL Weizenkeime

– 1 EL Honig

Das Wasser zum Kochen bringen und fünf Minuten abkühlen lassen. Anschließend über die Teeblätter gießen. Nach fünf Minuten abseihen. Etwas abkühlen lassen. Inzwischen die Weizenkeime mit dem Honig vermischen und mit dem Teeaufguss verrühren. Den fertigen Mix sanft auf das zuvor gereinigte Gesicht auftragen. Dabei die Augenpartien aussparen. Nach etwa 20 Minuten die Maske mit einem Kosmetikschwämmchen und lauwarmen Wasser abnehmen. Zum Schluss das Gesicht mit kaltem Wasser nachspülen.

“Unsere Patienten sind begeistert von dieser einfachen und wunderbaren Gesichtsmaske. Sie vitalisiert die Haut und lässt sie jünger und straffer aussehen”, so Prof. Mang. Genau das Richtige also, um seiner Haut etwas Gutes zu tun.

Ralf Loweg

Kosmetik auf dem Umwelt-Prüfstand

Die Klima-Debatte ist jetzt auch in der Beauty- und Kosmetik-Branche angekommen. Vor allem Frauen legen Wert auf umweltfreundliche Verpackungen (78 Prozent) und natürliche Inhaltsstoffe (66 Prozent). 58 Prozent sind bereit, dafür auch mehr Geld auszugeben. Das ist das Ergebnis einer globalen Studie der Mediaplattform Teads und des Marktforschungsinstituts GWI unter knapp 4.500 weiblichen Konsumenten.

Auch wenn das steigende Umweltbewusstsein Einfluss beim Kauf von Kosmetikartikeln hat, sieht nur etwas weniger als die Hälfte der Konsumentinnen (47 Prozent) einen Kaufgrund darin, dass das Produkt nicht an Tieren getestet wurde. Andere wichtige Faktoren bei der Kauf-Entscheidung sind der Preis und ob der Artikel zum Hauttyp passt.

Die Studie hat darüber hinaus herausgefunden, dass sich 43 Prozent der Konsumentinnen bei ihrem Kauf von hochwertigen Inhalten beeinflussen lassen. Das können redaktionelle Artikel sein oder Werbeanzeigen, die sich im oder neben dem Text befinden. Eine überraschende Erkenntnis: Influencer spielen kaum eine Rolle bei der Produktfindung. Nur neun Prozent der Anwenderinnen lassen sich von den Produktempfehlungen der Social-Media-Sternchen beeindrucken.

Gekauft wird in der Regel im Geschäft oder im Kaufhaus. Landet die Ware dennoch mal im virtuellen Einkaufskorb, dann shoppen viele direkt bei der jeweiligen Marke. Die Gründe für den Online-Kauf sind die größere Auswahl (42 Prozent), mehr Angebote (41 Prozent) sowie die Möglichkeit, die Preise online zu vergleichen.

Ralf Loweg

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