Landtagswahl: Deutlicher Anstieg bei den Briefwählern

Kornwestheim. Am kommenden Sonntag, 14. März 2021, findet die Wahl zum 17. Landtag von Baden-Württemberg statt. Aufgrund der Corona-Pandemie ist bei dieser Landtagswahl der Anteil der Stimmberechtigen, die das Angebot der Briefwahl in Anspruch nehmen, besonders hoch.

So haben in Kornwestheim bereits 6233 Bürgerinnen und Bürger (Stand 8. März 2021) ihre Briefwahlunterlagen beantragt. Angesichts einer Zahl von 21.000 Wahlberechtigten in Kornwestheim ist das mehr als jeder Vierte und im Vergleich zur Landtagswahl vor fünf Jahren ein deutlicher Anstieg: Damals hatten 3200 Wählerinnen und Wähler sich für die Briefwahl entschieden.

Die Kornwestheimer Stadtverwaltung hat der zu erwartenden Entwicklung Rechnung getragen: So ist die Zahl der Briefwahlbezirke von fünf auf sieben erhöht worden. Damit gibt es in der Stadt Kornwestheim 24 Wahllokale plus die sieben Briefwahlbezirke.

Schnelltests für Wahlhelferinnen und -helfer

Um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten, bietet die Stadt Kornwestheim allen zirka 240 Wahlhelferinnen und -helfern die Möglichkeit, sich am Samstag, 13. März 2021, vormittags auf das Coronavirus testen zu lassen. Die Teilnahme ist freiwillig.

Wer am Wahlsonntag persönlich seine Stimme abgeben will, sollte einige Regeln beachten. Es ist wichtig, dass die Wählerinnen und Wähler für die Stimmabgabe im Wahllokal dieses Mal nicht nur die Wahlbenachrichtigung und den Ausweis mitbringen, sondern auch FFP2-Masken oder medizinische Masken. Ausnahmen sind nur mit ärztlicher Bescheinigung oder aufgrund eines sonstigen zwingenden Grundes möglich. Händedesinfektion und Abstandhalten sind ebenso Pflicht. Es wird darum gebeten, einen eigenen Stift mitzubringen.

Kein Zutritt zum Wahllokal bei Corona-Symptomen

Wer am Wahlsonntag Symptome einer Covid-19-Infektion wie Fieber, trockenen Husten oder eine Störung des Geschmacks- oder Geruchssinns aufweist oder in den vorangegangenen 14 Tagen vor der Wahl Kontakt zu einer infizierten Person hatte, darf ebenfalls nicht ins Wahllokal. Für kurzfristig auftretende Erkrankungen oder Quarantäneanordnungen gibt es sogar bis 15 Uhr am Wahlsonntag die Möglichkeit, Briefwahl zu beantragen.

Erweiterte Öffnungszeiten am Wochenende

Hier ein Überblick über die erweiterten Öffnungszeiten des Bürgerbüros zur Erledigung dringender Wahlangelegenheiten:

  • Freitag, 12. März 2021, 8.30 Uhr bis 12 Uhr und 14 Uhr bis 18 Uhr
  • Samstag, 13. März 2021, 9 Uhr bis 12 Uhr
  • Sonntag, 14. März 2021, 8 Uhr bis 15 Uhr.

Wahlscheine und Briefwahlunterlagen können im Bürgerbüro noch bis Freitag, 12. März 2021, bis 18 Uhr, beantragt werden. Das Team des Bürgerbüros weist daraufhin, dass verlorene Wahlscheine nicht ersetzt werden. Wer glaubhaft versichert, dass er seine bereits beantragten Briefwahlunterlagen nicht erhalten hat, kann bis Samstag, 13. März 2021, von 9 Uhr bis 12 Uhr Ersatzunterlagen beantragen. Bitte hierzu unbedingt den Personalausweis mitbringen. Im Falle einer nachgewiesenen plötzlichen Erkrankung kann bis Sonntag, 14. März 2021, von 8 Uhr bis 15 Uhr ein Wahlschein beantragt werden.

Wer in einem solchen Fall für jemand anderen den Wahlschein beantragt, benötigt dafür zur Vorlage beim Bürgerbüro sowohl eine Vollmacht des plötzlich erkrankten Wahlberechtigten als auch den eigenen Personalausweis. Telefonisch ist das Bürgerbüro am Wahlwochenende unter Telefon (07154) 202-89540 erreichbar.

red

Quelle: Stadt Kornwestheim

Stadt Kornwestheim kündigt verstärkte Coronakontrollen am Wochenende an

Kornwestheim. Angesichts der frühlingshaften Temperaturen und der erwachenden Natur zieht es zahlreiche Menschen nach draußen, um sich zu treffen,  Sport zu treiben, zu spielen oder einfach die Sonne zu genießen. Momentan befinden wir uns in einer kritischen Phase, was den Inzidenzwert  betrifft, gibt die Stadt Kornwestheim in einer Mitteilung vom Freitag bekannt.

Auf der einen Seite steigt der Wert seit einigen Tagen wieder, auf der anderen Seite haben die Schulen und Kitas wieder geöffnet. Für den März sind Lockerungen der Beschränkungen geplant. Umso wichtiger ist es, dass die Bürgerinnen und Bürger die bestehenden Corona-Regeln einhalten. Nur so lässt sich das Risiko einer dritten Welle stark reduzieren, die mit Einschränkungen verbunden sein wird, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die Stadt kündigt daher an, dass die die Einhaltung der Corona-Regeln auch am kommenden Wochenende bis in die Nachtstunden verstärkt überwacht und Verstöße entsprechend sanktionieren. Deshalb wird an die Bürgerinnen und Bürger appelliert, sich an die bestehenden Vorschriften zu halten, um sich und andere zu schützen, so die Stadtverwaltung abschließend.

red

Stichwahl in Marbach: Jan Trost erneut als Bürgermeister gewählt

Marbach am Neckar: Jan Trost, amtierender Bürgermeister und Freie-Wähler-Kandidat, hat das Rennen um den Rathaussessel in Marbach am Neckar für sich entschieden. Der 45-Jährige setzte sich bei der Stichwahl am Sonntag knapp gegen seine stärksten Mitbewerber Timo Jung und Tobias Möhle durch. Auf Trost entfielen 47.36 %  (2.875) der Stimmen. Für Timo Jung votierten 43.56 % (2.644). Tobias Möhle erhielt 8,39 % (509) der Stimmen. Insgesamt 6.080 Menschen gaben am Sonntag ihre Stimme ab. Die Wahlbeteiligung lag bei 51,16 %. Insgesamt 11.885 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger waren aufgerufen ihre Stimme abzugeben.

Die Neuwahl war erforderlich, weil bei der Hauptwahl vor 14 Tagen keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit erhielt.

Hier der Link zu den Wahlergebnissen:

Wahlergebnisse Bürgermeister‐Wahl 2021

red

Quelle: Stadt Marbach am Neckar

Kornwestheims Oberbürgermeisterin Ursula Keck kritisiert Praxis bei Vergabe von Impfterminen

Kornwestheim. Mit Unverständnis und Verärgerung reagiert Oberbürgermeisterin Ursula Keck auf die Praxis bei der Vergabe von Impfterminen. Sie fordert die Landesregierung auf, den Kommunen, die ältere Menschen bei der Terminvereinbarung unterstützen, analog zu der Einwohnerzahl ein bestimmtes Kontingent an Zeitfenstern zur Verfügung zu stellen.

„Die derzeitige Vergabepraxis ist nicht zu akzeptieren“, übt die Verwaltungschefin deutliche Kritik. Als eine der ersten Kommunen im Landkreis Ludwigsburg hat die Stadt Kornwestheim ein Unterstützungsangebot für die älteren Bürgerinnen und Bürger ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine Initiative von Oberbürgermeisterin Ursula Keck. Recht schnell war nämlich deutlich geworden, dass ältere Menschen mit der Terminvereinbarung überfordert sind. Seniorinnen und Senioren sollten den kurzen Draht zum Rathaus nutzen, anstatt sich bei der bundesweiten Hotline in eine lange Warteschleife zu begeben oder sich im Internet einen Termin zu sichern.

Mehr als 2100 Kornwestheimerinnen und Kornwestheimer, die 80 Jahre und älter sind und nicht in einer Pflegeeinrichtung leben, waren angeschrieben worden. In diesem Brief wurden sie auf die mit drei Mitarbeitern besetzte Service-Hotline aufmerksam gemacht. Außerdem erhielten sie die Möglichkeit, einen Rückmeldebogen auszufüllen und abzugeben.

„Das angebotene Verfahren ist kompliziert und zeitaufwändig“, schildert Ursula Keck die Erfahrungen, die man in den vergangenen Tagen bei dem Versuch, Termine zu vereinbaren, im Kornwestheimer Rathaus gemacht hat. Verschärft wird das Problem durch den fehlenden Impfstoff, der nicht in dem Umfang wie erwartet zur Verfügung steht. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass die wenigen Impftermine, die vergeben werden, täglich um Mitternacht eingestellt werden und bereits nach kurzer Zeit gebucht sind. Die städtischen Mitarbeiter, die dem Team des Impfservice angehören, haben keine Chance, zu ihrer regulären Arbeitszeit einen Termin zu ergattern. Angesichts des neuen Rückmeldeystems für Impfwillige, das vom Land ab kommenden Montag angeboten werden soll, befürchtet Keck zudem eine Benachteiligung der Kommunen, die dieses Hilfsangebot unterbreiten.

Aktuell haben sich in Kornwestheim zirka 800 Seniorinnen und Senioren bei der Stadtverwaltung gemeldet. Bislang blieb es vor allem bei der Datenerhebung. Seit dem Start der Impfaktion am 19. Januar 2021 konnten nur drei Termine vereinbart werden. „Das ist frustrierend und enttäuschend“, so Ursula Keck. Ihrer Meinung nach wäre es ein großer Schritt in die richtige Richtung, wenn den Kommunen bestimmte Terminkontingente zur Verfügung gestellt werden. Schließlich gehe es auch darum, das Vertrauen der älteren Menschen in die Politik nicht zu enttäuschen

Marion Blum

Marbach am Neckar: Wahl am 7. Februar wird für Bürgermeister Trost zur Zitterpartie

Von Uwe Roth

Am Sonntag, 7. Februar entscheidet es sich, wer nächster Bürgermeister von Marbach am Neckar wird. Der amtierende Bürgermeister Jan Trost hat es in der ersten Wahlrunde nicht geschafft, die notwendige absolute Mehrheit (über 50 Prozent) aus seiner Bürgerschaft zu erhalten. Sein jüngerer Herausforderer Timo Jung erreichte sogar drei Prozentpunkte mehr. Ob das SPD-Mitglied die Nase bei der zweiten Abstimmung vorne behalten wird, lässt sich schwer vorhersagen. Für den Amtsinhaber, der für die Freien Wähler im Kreistag von Ludwigsburg sitzt, wird der zweite Wahlsonntag in jedem Fall zur Zitterpartie.

Insgesamt stehen sechs Namen auf dem Wahlzettel: Neben Trost und Jung sind dies Tobias Möhle, Dennis Rickert, Ulrich Raisch und seit wenigen Tagen Ruben Hauptfleisch als Neueinsteiger. Letzterer ist 40 Jahre alt und wohnt im Norden Deutschlands. Nach seinen Angaben ist der Fachwerker für Metallbautechnik arbeitssuchend. Seinen einwöchigen Wahlkampf in Marbach verbindet er zugleich mit der Suche nach einem Job im Großraum Stuttgart. Rickert und Raisch waren schon in der ersten Wahlrunde dabei – wenn auch im Wahlergebnis unter ferner liefen. Beide blieben unter 1,5 Prozent.

Die drei aussichtsreichsten Kandidaten haben für Ludwigsburg24 aufgeschrieben, warum sie der nächste Bürgermeister von Marbach am Neckar werden möchten:

Jan Trost (45), Bürgermeister von Marbach

Foto: Jan Trost

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Marbach, Rielingshausen, dem Hörnle und Siegelhausen, warum möchte ich am 7. Februar zum Bürgermeister von Marbach gewählt werden?

Das Amt des Bürgermeisters war schon immer mein Traumberuf: Vielfältig, verantwortungsvoll und immer eng in Kontakt mit den Menschen. Seit Beginn meines Berufslebens war es mein Ziel, Bürgermeister zu werden. Deshalb habe ich meinen Berufsweg konsequent auf dieses Ziel hin ausgerichtet. Seit 2004 bin ich in unterschiedlichen Führungspositionen in der öffentlichen Verwaltung aktiv, habe mich berufsbegleitend weitergebildet und ein Masterstudium an der Hochschule in Ludwigsburg erfolgreich abgeschlossen.

Seit 2013 bin ich Bürgermeister von Marbach. Hier bin ich schon zur Schule gegangen, hier lebe ich mit meiner Familie, hier bin ich in zahlreichen Vereinen aktiv, hier sind wir sozial verwurzelt und hier fühlen wir uns wohl. Marbach ist für meine Familie und mich Heimat. Ich kann mir keine schönere Umgebung vorstellen, in der unsere Kinder groß werden. Was gibt es also Schöneres, als seine Heimat gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern als Bürgermeister aktiv mitzugestalten!

Startseite – Jan Trost (jan-trost.de)

 

Timo Jung (31), Leiter Zentrale Dienste beim Städtetag Baden-Württemberg

“Die Schillerstadt hat großartiges Potenzial. Der erste Wahlgang hat gezeigt, dass sich der Großteil der Bevölkerung einen Wechsel im Rathaus wünscht. Ich möchte einen neuen Stil prägen, innerhalb der Verwaltung und im Austausch und der Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Die Themen der Bürgerinnen und Bürger liegen mir am Herzen: Der Klimawandel, der Ausbau der Bildung und Betreuung, die Schaffung von Wohnraum, der Verkehr, die Belebung der Innenstadt und vieles mehr. Gemeinsam mit den Bürgern möchte ich die Zukunft von Marbach aktiv gestalten. Dazu müssen wir eine Vision entwickeln. Es geht um die Frage, wie stellen wir uns Marbach im Jahr 2030 vor?

Ich stehe für frischen Wind und neue Ideen an der Rathausspitze. Die Verwaltung müssen wir zukunftsfähig aufbauen. Durch meine bisherige Position als Leiter der Zentralen Dienste beim Städtetag Baden-Württemberg und meine Tätigkeit als Dozent an der Verwaltungshochschule habe ich dafür die besten Grundlagen.

In zahlreichen Gesprächen seit der Bekanntgabe meiner Bewerbung habe ich mich bereits mit den Menschen aus Marbach, Rielingshausen, dem Hörnle und Siegelhausen ausgetauscht. Die Herausforderungen der Zukunft möchte ich gerne mit allen gemeinsam angehen.

Ich möchte als Ihr Bürgermeister dazu beitragen, die Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft zu legen. Dafür stehe ich.”

Ihr Kandidat – Timo Jung – Bürgermeister für Marbach (jung-marbach.de)

 

Tobias Möhle (37), Betriebsrat bei der Firma Bosch.

Foto: Team Möhle

Tobias Möhle geht ohne Parteibuch in die zweite Runde der Bürgermeisterwahl in Marbach. „Ich habe nicht gelernt Menschen oder eine Stadt zu verwalten. Ich habe gelernt mit Menschen gemeinsam zu gestalten. Und das mache ich seit über 17 Jahren bei Bosch in Schwieberdingen“.

Seine Erfahrung aus dem Betrieb möchte Tobias Möhle für Marbach und die Menschen, die hier leben, einsetzten. Große Projekte wie die Gartenschau, die Entspannung der Verkehrssituation oder die Belebung der Innenstadt bieten zahlreiche Möglichkeiten.

Viele Menschen in Marbach können damit jedoch heute nichts anfangen. Denn sie leiden teilweise massiv unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Dem Bürgermeister als Stadtoberhaupt kommt hier eine besondere Rolle zu. „Wir müssen diesen Menschen die Hand reichen, Perspektiven schaffen und Sicherheiten bieten“. Tobias Möhle denkt dabei an Beratungs- und Unterstützungsangebote, wenn es zuhause schwierig läuft, die finanzielle Situation angespannt ist oder sich Unternehmen die Frage stellen müssen, Gewerbesteuer zahlen oder Mitarbeiter weiterbeschäftigen?

Wir müssen priorisieren, Projekte nach hinten schieben und jetzt zusammen mit den Menschen in Marbach Lösungen finden wie Insolvenzen, Arbeits-, Perspektivlosigkeit oder das Familiendrama verhindert werden kann. Heute investieren, um in den nächsten Jahren die Früchte zu ernten. Das ist einer der Ansätze, wenn Tobias Möhle sagt: „Lasst uns die Stadt, in der wir gemeinsam leben, nach unseren Vorstellungen gestalten!“.

teammoehle – Startseite

Weniger Eheschließungen im Corona-Jahr

Pünktlich zum Jahresbeginn legte das Vaihinger Standesamt jetzt seine Statistik für das Jahr 2020 vor. Eine Erkenntnis, die sich aus dem Zahlenwerk ableiten lässt: Die Corona-Pandemie hat offensichtlich viele Heiratspläne vorerst platzen lassen. Anders lässt sich der Rückgang der Zahl der Eheschließungen von 129 im Jahr 2019 auf 91 im Jahr 2020 nicht erklären. 2018 lag der Wert sogar noch bei 134. Wer im Frühjahr 2020 den Bund fürs Leben schließen wollte, hatte ab Mitte März schlechte Karten. Damals schränkten viele Standesämter – auch in Vaihingen an der Enz – aufgrund der Corona-Pandemie ihre Dienstleistungen erheblich ein. Die Zeremonien wurden auf ein Minimum begrenzt: Zu dieser Zeit waren bei den Trauungen lediglich das Brautpaar, bei Wunsch Trauzeugen und bei Bedarf ein Dolmetscher, sowie der Standesbeamte anwesend. Im Sommer wurden schrittweise wieder mehr Gäste zugelassen. Das dürfte, neben dem guten Wetter, auch der Grund dafür sein, dass die meisten Trauungen unterm Kaltenstein im Juli 2020 stattfanden, und zwar 12 – dicht gefolgt vom August mit 11 Trauungen. Derzeit ist die Personenanzahl bei Trauungen durch die Corona-Verordnung geregelt. Wie zu Beginn der Pandemie gilt inzwischen wieder eine Obergrenze von 5 Personen.

Ob geplante Hochzeiten nur verschoben oder ganz abgesagt wurden, wird sich erst langfristig in der Statistik zeigen. Fest steht: Im Vaihinger Standesamt gibt es für 2021 schon einige Anfragen!

Wer in Vaihingen an der Enz heiratet, hat im Hinblick auf den Ort der standesamtlichen Trauung gleich mehrere Möglichkeiten: Am beliebtesten war auch 2020 wieder das Trauzimmer im Rathaus (48 Trauungen), aber auch der Innenraum des Stadtarchivs (17) und das Archivhöfle (15) stehen hoch im Kurs. Vier Paare suchten sich für ihr Ja-Wort das Schloss in Riet aus, zwei Paare den Sitzungssaal des Rathauses. Im Haus am Pulverturm wurden 2020 nur fünf Ehen geschlossen (2019: 21), da der dortige Trausaal coronabedingt nur bis Mitte März zur Verfügung stand.

Die Mehrheit der Paare – das sind 74 – entschied sich für den Nachnamen des Ehemanns, neun davon wählten einen Doppelnamen. Auf den Namen der Frau fiel die Wahl in zwei Fällen. 15 Paare gaben keine Erklärung über die Bestimmung eines Ehenamens ab, das heißt, jeder Ehegatte führt seinen bisherigen Nachnamen weiter.

17 Paare haben die Möglichkeit genutzt, beim Standesamt Vaihingen an der Enz samstags zu heiraten. Auch für das Jahr 2021 werden von März bis Oktober an folgenden acht Terminen Samstagstrauungen angeboten: 20. März, 24. April, 8. Mai, 12. Juni, 17. Juli, 7. August, 18. September und 16. Oktober.

Die Zahl der Geburten beschränkt sich in Vaihingen an der Enz auf Hausgeburten: Sieben Geburten (zwei Mädchen und fünf Jungen) wurden 2020 beim örtlichen Standesamt beurkundet. Auch zur Anzahl der Vornamen gibt die Statistik Auskunft: Drei Kinder erhielten jeweils einen Vornamen, bei drei Kindern legten die Eltern jeweils zwei Vornamen fest und ein Kind trägt mehr als zwei Vornamen.

Sterbefälle wurden insgesamt 134 registriert (2019: 133), darunter 75 Frauen und 59 Männer. Sieben Verstorbene hatten ihren Wohnsitz außerhalb Vaihingens. Die älteste verstorbene Frau war 100 Jahre alt, der älteste verstorbene Mann 96 Jahre. Das Durchschnittsalter der verstorbenen Frauen lag bei 86 Jahren, das Durchschnittsalter der verstorbenen Männer bei 78 Jahren. Die meisten Sterbefälle wurden im Januar, Februar und März beurkundet, und zwar jeweils 13. Insgesamt sind die saisonalen Schwankungen in der Sterblichkeit der Bevölkerung jedoch unerheblich: Die anderen Monate liegen jeweils nur knapp dahinter.

Ferner wurden beim Standesamt Vaihingen an der Enz 162 Kirchenaustrittserklärungen beurkundet (Vorjahr: 203).

red

Quelle: Stadt Vaihingen an der Enz

Gaststättenkontrollen im Kreis Ludwigsburg führen zu Beanstandungen

Das Polizeirevier Vaihingen an der Enz und die Stadtverwaltung Markgröningen führten am Dienstag zwischen 18.00 Uhr und 23.00 Uhr gemeinsam Gaststättenkontrollen durch. Insgesamt erfolgten fünf Kontrollen.

Laut einer Pressemitteilung des Polizeipräsidium Ludwigsburg vom Donnerstag wurden Gaststätten in der Grabenstraße, der Münchinger Straße, der Ostergasse, der Finstere Gasse und der Schreinergasse überprüft. Kein Betrieb war einwandfrei, so dass nun alle Wirte mit Ordnungswidrigkeitenanzeigen rechnen müssen, heißt es in der Mitteilung.

In vier der fünf Gaststätten wurde gegen die Corona-Verordnung verstoßen. Dies betraf die derzeit notwendigen Kontaktformulare. In drei Fällen trugen Angestellte bzw. Betreiber keine oder eine nicht richtig platzierte Mund-Nase-Bedeckung. Bis auf eine Gaststätte hatten alle eine dauerhafte Kameraüberwachung des Gastraumes installiert, was einen Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz darstellt. Außerdem nutzten zwei Gastwirtschaften teilweise nicht geeichte Gläser, teilt die Behörde weiter mit. Darüber hinaus kamen weitere Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz und das Gaststättenrecht hinzu. Weitere Gaststättenkontrollen im Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers Vaihingen an der Enz sind geplant, gibt die Polizei an.

red

 

Kleinwagen kracht frontal mit VW-Bus: 5 Verletzte

Bei einem schweren Verkehrsunfall am Freitagmittag auf der L1117 zwischen Gronau und Kurzach wurden fünf Personen verletzt.

Am Freitagmittag befuhr der 19-jährige Lenker eines Ford Fiesta gegen 15:15 Uhr die Landesstraße 1117 zwischen Gronau und Kurzach. In einer lang gezogenen Linkskurve kam er nach bisherigen Erkenntnissen aufgrund überhöhter Geschwindigkeit auf die Gegenfahrbahn, wo er frontal mit einem entgegenkommenden VW-Bus kollidierte. Durch den Aufprall wurde der Fiesta-Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste im Verlauf der Unfallaufnahme durch die Freiwillige Feuerwehr Oberstenfeld, welche mit 3 Fahrzeugen und 20 Wehrleuten eingesetzt war, aus seinem Pkw herausgeschnitten werden. Die Insassen des VW-Bus, eine vierköpfige Familie, wurde durch den Unfall leicht verletzt. Der 39-jährige Fahrer, seine 38-jährige Frau, die 10-jährige Tochter sowie der 4-jährige Sohn wurden durch Rettungswägen in umliegende Krankenhäuser verbracht, wo sie aber zwischenzeitlich wieder entlassen werden konnten.

Insgesamt waren 3 Rettungswägen und zwei Notarzt-Fahrzeuge eingesetzt, der nach bisherigen Erkenntnissen schwer verletzte Unfallverursacher wurde durch einen hinzugerufenen Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Die Strecke musste für die Unfallaufnahme, das Abschleppen der beiden Fahrzeuge sowie die abschließende Reinigung der Fahrbahn für dreieinhalb Stunden gesperrt werden.

 

 

 

 

red

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Was ist erlaubt? Regelbetrieb an Schulen in Zeiten von Corona

Kornwestheim. Sicherheit und Gesundheitsschutz in Schulen und Kindertagesstätten haben oberste Priorität. Das gilt insbesondere mit Blick auf das Coronavirus. Um das Risiko einer möglichen Ansteckung zu minimieren, findet der Regelbetrieb an den Schulen nach den Sommerferien unter Einhaltung entsprechender Hygienemaßnahmen statt.

Grundlage bildet die Coronaverordnung für Schulen, die von der Landesregierung am 31. August 2020 verabschiedet worden ist und die am Montag, 14. September 2020, in Kraft tritt. Darin ist unter anderem geregelt, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes an den weiterführenden Schulen verpflichtend ist. Diese muss in allen Bereichen der Schule getragen werden, eine Ausnahme bilden die Klassenzimmer, “In den Klassenzimmern muss niemand eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Es sei denn, er möchte dies freiwillig tun“, betont Gabriele Wörsching, die bei der Kornwestheimer Stadtverwaltung die Abteilung Schulverwaltung leitet. In den Grundschulen entfällt die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sogar komplett. 

Lehrkräfte, Eltern und Beschäftigte der Schule haben untereinander einen Mindestabstand von 1,50 Metern zu halten. Für den Abstand zu den Schülerinnen und Schülern und für ihren Umgang untereinander gilt dieses Gebot allerdings nicht. Die Schülerinnen und Schüler sollen nach Möglichkeit im Klassenverbund oder in konstanten Gruppen unterrichtet werden, so dass sich die Berührungspunkte nachvollziehen lassen. Um die Kontakte der Kinder und Jugendlichen zu reduzieren, werden die Anfangs- und Endzeiten für den Unterricht sowie die Pausenzeiten gestaffelt. Auch die Bereiche, in denen sich die Schülerinnen und Schüler aufhalten, sind nach Klassenzugehörigkeit voneinander getrennt. Darüberhinaus stehen genügend Mittel für die Handdesinfektion zur Verfügung. Diese werden vom Land bereitgestellt. 

Der Sportunterricht findet ebenso wie der Musikunterricht teilweise unter besonderen Bedingungen statt. Ab Mitte September dürfen die Schulen unter Einhaltung von Hygieneregeln auch wieder für nicht-schulische Veranstaltungen genutzt werden. 

Hatten die Schulmensen der weiterführenden Schulen zuletzt nicht geöffnet, wird dort nach dem Ende der Sommerferien wieder Essen ausgegeben. Die Mitarbeiter in den Mensen, die ohnehin mit den strengen Hygienevorschriften in diesem Bereich vertraut sind, tragen jetzt bei ihrer Arbeit eine Mund-Nasen-Bedeckung. Außerdem sind sie angehalten, die Tische zu reinigen, wenn eine Gruppe von Schülern die Schulmensa verlassen hat. An den Grundschulen gehen die Kinder grundsätzlich klassen- und gruppenweise zum Essen. 

„Mein besonderer Dank gilt den Verantwortlichen in den Schulen, insbesondere den Schulleitungen, die den Hauptteil der Organisation für einen gelungenen Schulstart leisten“, so Gabriele Wörsching.

Marion Blum

Was in Ludwigsburg und der Region am Wochenende los war

Ludwigsburg: Schwer verletzte Person nach Küchenbrand in Ludwigsburg

Nachdem eine Bewohnerin eines Gebäudekomplexes in der Reuteallee am Samstag gegen 20.35 Uhr über Notruf gemeldet hatte, dass unter der Türe einer Erdgeschosswohnung Qualm herausdringt, rückte die Feuerwehr Ludwigsburg mit sechs Fahrzeugen und 18 Einsatzkräften aus. Am Einsatzort musste die Feuerwehr die Wohnungstüre aufbrechen und stellte einen Brand in der Küche fest. Zudem wurde die 33-jährige Wohnungsinhaberin bewusstlos in der Wohnung aufgefunden und sofort notärztlich vom Rettungsdienst versorgt. Aufgrund der starken Rauchentwicklung musste der gesamte Wohnkomplex evakuiert werden. Hierfür hatte das Polizeirevier Ludwigsburg insgesamt fünf Streifenwagenbesatzungen im Einsatz. Für die 40 betroffenen Personen war eine Sammelstelle auf dem angrenzenden Parkplatz eines Supermarktes eingerichtet worden. Die Feuerwehr hatte den Brand schnell gelöscht, sodass die Bewohner um 21.25 Uhr wieder zurück in ihre Wohnungen konnten. Die 33-Jährige kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. In ihrer Wohnung, welche nicht mehr bewohnbar ist, entstand ein Sachschaden von etwa 30.000 Euro. Die beiden Katzen der Bewohnerin wurden zur Versorgung ins Tierheim verbracht. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern noch an.

Ditzingen: Kind verursacht Verkehrsunfall

Am Samstag gegen 12:10 Uhr befuhr eine 43-jährige Fahrzeuglenkerin mit ihrem Smart die Hohe Straße in Ditzingen-Hirschlanden. Etwa auf Höhe der Hausnummer 53 rannte ein ca. 7 bis 10-jähriges Kind vom Gehweg auf die Fahrbahn. Die Smart-Fahrerin wich aus diesem Grund nach links aus und beschädigt einen, am gegenüberliegenden Fahrbahnrand abgestellten Pkw Renault. An den beiden Fahrzeugen entstand durch den Unfall ein Schaden in Höhe von insgesamt ca. 4.000 Euro. Durch den Ausweichvorgang konnte die Smart-Fahrerin ein Anfahren des Kindes verhindern. Das Kind entfernte sich unerkannt von der Unfallstelle und wird wie folgt beschrieben: 7 bis 10 Jahre alt, altersentsprechendes Aussehen, dunkelhäutig, zum Unfallzeitpunkt dunkel bekleidet. Zeugen des Vorfalles, die Hinweise zu dem Kind machen können, werden gebeten sich mit dem Polizeirevier Ditzingen unter 07156 43520 in Verbindung zu setzen.

Freiberg am Neckar: Sprayer festgenommen

Am Samstag meldete ein Zeuge gegen 18:30 Uhr, dass im Moment zwei Personen in der Talstraße einen Pfeiler der Autobahnbrücke besprühen würden. Eine Streife des Polizeireviers Marbach konnte vor Ort einen 19-Jährigen und einen 21-Jährigen feststellen, die noch mit Spraydosen “beschäftigt” waren. Die beiden Männer gaben zu, jeweils ein Graffiti in einer Größe von 1 x 2 Meter auf den Pfeiler gesprüht zu haben. Bei der Durchsuchung des 19-Jährigen konnte zudem noch ein Joint sowie eine Kleinstmenge Cannabis aufgefunden werden. Beide Beschuldigte wurden nach erfolgter Belehrung und Vernehmung wieder entlassen.

Großsachsenheim: Geparktes Fahrzeug gestreift – Zeugen gesucht

Am Samstag gegen 15:00 Uhr parkte ein 33-jähriger Mann seinen Pkw Audi A4 auf dem Edeka-Parkplatz in der Sersheimer Straße und ging zum Einkaufen. Als er gegen 15:20 Uhr wieder zu seinem Fahrzeug zurück kam stellte er fest, dass sein Fahrzeug am Stoßfänger hinten rechts einen Streifschaden aufwies. Der Sachschaden wird auf 1.000 Euro geschätzt. Der Verursacher des Schadens hatte sich von der Unfallstelle entfernt.

Zeugen des Vorfalles werden gebeten sich mit dem Polizeirevier Vaihingen an der Enz, Telefon: 07042 9410, in Verbindung zu setzen.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg