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Audi A8 50 TDI quattro: Die Luxuslimousine mit Dresscode

Der Ludwigsburg24-Fahrzeugtest.

Stuttgart/Ludwigsburg: Bereit für den nächsten Star auf der Bühne? Das Hightech-Flaggschiff aus Ingolstadt rollt auf dem roten Teppich daher und will dabei den Slogan der Ingolstädter „Vorsprung durch Technik“ deutlich unterstreichen.

Edel, wuchtig und luxuriös steht die 4. Generation des Audi A8 da. Ein Fahrzeug, welches einen förmlich dazu einlädt den feinsten Anzug inklusive Krawatte aus dem Kleiderschrank auszugraben und sich ans Steuer zu begeben.

Designtechnisch hat sein Schöpfer, Chef-Designer von Audi Marc Lichte, klare Akzente gegenüber dem Vorgänger gesetzt. An der Front fällt sofort das deutlich breitere und herausstechende Trapez des Singleframe-Grills auf, gepaart mit den modernen Licht Signaturen des Matrix-LED-Scheinwerfers. Das Heck wird von einem durchgängigen Leuchtband mit OLED-Technik, ähnlich wie es auch im neuen Porsche 911 der Fall ist, hervorgehoben. Beim Öffnen oder Schließen des Fahrzeuges wird der Fahrer von einer markanten Animation begrüßt und verabschiedet, welches besonders bei Nacht sehr modern wirkt und neugierige Blicke hinterlässt.

Der Innenraum ist digitaler als je zuvor. Beim Betätigen des Startknopf erwachen drei Displays zum Leben, welche größtenteils mit Touch bedient werden und somit die meisten Schalter im Innenraum ersetzt haben. Gleichzeitig beamen sich die Lautsprecher von Bang & Olufsen links und rechts an den A Säulen herauf, die Lüfterdüsen öffnen sich elektrisch und der Fahrersitz fährt automatisch in die voreingestellte Position.

Die Innenraummaterialien sind Audi typisch ohne Makel und insbesondere im Fond lässt es sich komfortabel Reisen, was wahrscheinlich auch das größte Kaufkriterium für die meisten Interessenten eines Audi A8 ist. In der Mittelarmlehne verbirgt sich hier ein herausnehmbarer Tablet-Computer wodurch sich sämtliche Einstellungen von der Innenraumbeleuchtung, Musikauswahl bis hin zur Belüftung vornehmen lassen. Auch das Platzangebot ist mehr als ausreichend und lässt zwei Erwachsenen auf der Rücksitzbank ein königliches Reisen mit sehr viel Bein- sowie Kopffreiheit zu.

In Sachen Konnektivität werden dem Käufer keine Wünsche offengelassen, den der A8 bietet so ziemlich alles, was gerade technisch möglich ist. Mediastreaming, Online Radio, WLAN-Hotspot, Echtzeit-Verkehrsinformationen sowie optionalen TV-Empfang mit zugehörigen Bildschirmen zur Medienwiedergabe im Fond.

Die neue Leistungskennzeichnung bei Audi

Die Bezeichnung unseres Testwagens, Audi A8 50 TDI quattro, kann leicht falsch verstanden werden. Den die Zahl 50 steht hier nicht für einen Fünfliter Motor, welcher vorne unter der Haube schlummert, sondern viel mehr für die Leistungskennzeichnung die Audi neu aufgezogen hat. Diese Kennzeichnung beginnt mit 30 und geht bis 70.

Derzeit verbirgt sich hinter der Zahl 50 ein Leistungsbereich von 210 bis 230 kW. Unser Testwagen besitzt einen V6-Dieselmotor mit exakt 210kW / 286 PS und 3 Litern Hubraum. Mit einem maximalen Drehmoment von 600 NM ist die Luxuslimousine trotz satten 2.050 kg Leergewicht in allen Situationen durchaus ausreichend motorisiert. Das serienmäßige Achtstufen-Automatikgetriebe fällt dabei mit sanften Schaltvorgängen auf. Die Schaltwippen am Multifunktionslenkgrad sowie der Schalthebel lassen auch manuelle Schaltvorgänge zu.

Lange Strecken und Autobahnfahrten meistert der Ingolstädter mit Bravour und lässt dabei keinen einzigen Wunsch offen. Fast schwebend aber doch präzise wie ein Zug auf Schienen gleitet die Limousine nach vorne, unbeirrt von irgendwelchen Schlaglöchern oder Unebenheiten auf den Straßen. Dabei fällt auch auf, dass bei höheren Geschwindigkeiten das Innengeräusch angenehm niedrig ist. Der hervorragend gedämmte Motor hilft das typische Dieselnageln auszublenden und auch Fahr- sowie Windgeräusche sind dank der optionalen Akustikverglasung kaum wahrnehmbar.

Mit dem optional erhältlichen Laserlicht wird ab einer Geschwindigkeit von 70 km/h die Leuchtweite rund verdoppelt. Das Licht passt sich dem Kurvenverlauf der Straße an und blendet dank einer Kamera automatisch den entgegenkommenden Verkehr aus. In der Praxis funktioniert dieses Lichtspektakel überraschend gut und hilft dem Fahrer in jeder Situation, auch bei Nacht, den Überblick zu behalten. Vorausgesetzt ist jedoch eine kurze Gewöhnungsdauer, da die dynamischen Lichtkegel auf den Fahrer im Straßenverkehr auch leicht ablenkend wirken können.

Zahlreiche Assistenzsysteme

Um das Fahren noch entspannter und souveräner zu gestalten, kommt der Audi A8 mit einem sehr großen Portfolio an Hightech-Assistenzsystemen daher. Diese unterstützen unter anderem den Fahrer beim Wechseln und beim Halten der Spur, regeln den Abstand zum Vordermann und helfen beim Einparkvorgang. Darüber hinaus gibt es eine Tempolimitanzeige welche Geschwindkeits-Schilder am Straßenrand und ihre Zusatztafeln erkennt und einen Nachtsichtassistent, welcher mithilfe einer Wärmebildkamera in der Nacht den Fahrer weit voraussehen lässt. Lediglich die Tempolimitnanzeige hat sich in unserem Test den ein oder anderen Fehler erlaubt und besonders in Baustellenabschnitten auf der Autobahn die falsche Geschwindigkeit erfasst.

Unser Fazit:

Normalerweise lassen sich Staatschefs, Vorstandsvorsitzende und Verbandspräsidenten mit dem Flaggschiff herumkutschieren. Doch wer das nötige Kleingeld abgesehen davon übrighat, den erwartet ein hochmodernisiertes Fahrzeug mit exzellentem Fahrkomfort sowie einer Armada an technischen Features. Besonders überzeugt hat uns das Fahrzeug auf langen Strecken welche besonders entspannt und locker verlaufen.

Audi zeigt mit dem A8 auch das Luxus und Sportlichkeit nicht im Widerspruch stehen müssen. Größter Kritikpunkt? Der von Audi nicht serienmäßig mitgelieferte Chauffeur.

 

Stärken und Schwächen

sehr hoher Komfort
Audi typisch hochwertige Materialien im Innenraum
zahlreiche Assistenzsysteme
langstreckentauglich
   
teuer in Anschaffung und Unterhalt
nicht zuverlässige Verkehrszeichenerkennung

 

Unterhaltungswert

Design 9
Emotion 6
Handling 8
Wellness 10
Image 9
Gesamt-Unterhaltungswert* 8,4

Punkteskala: Von 1 bis 10

1 = furchtbar, 10 = fantastisch

* Lediglich eine Bewertung für den Spaßfaktor

 

 Technische Daten

Motorart V6-Dieselmotor
Schadstoffklasse Euro 6d-TEMP (WLTP)
Kraftstoffart Diesel
Hubraum 2967 ccm
Leistung 210 kW (286 PS)
bei 3750 U/min
Drehmoment 600 Nm
bei 1250 U/min
0-100 km/h 5,9 s
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h
Verbrauch pro 100 km lt. Hersteller 5,6 l
Testverbrauch 7,9 l
CO2 [g/km] lt. Hersteller 145
Kraftübertragung Allrad permanent
Getriebe 8-Gang-Automatikgetriebe

 

Preise

Startpreis*   91.900 €
Testwagenpreis* 134.510 €

* inkl. 19% MwSt.

 

Testredakteur: Oktay E. Zaza

Studie: Hype um Carsharing nicht gerechtfertigt

Wie erfolgreich und wichtig ist Carsharing wirklich? Mit dieser Frage hat sich eine aktuelle Studie der Beratungsgesellschaft A.T. Kearney beschäftigt. Das Ergebnis überrascht: Die gemeinschaftliche Nutzung eines Autos durch mehrere Personen bringt nicht die Vorteile, die sich seine Befürworter von diesem Konzept versprechen. Oder anders gesagt: “Der Hype” um Carsharing sei derzeit nicht gerechtfertigt, so die Studie. Denn in Deutschland gebe es bislang gerade einmal vier Millionen Menschen, die für die Nutzung von Carsharing-Autos infrage kommen, heißt es weiter.

Zudem sehen die Berater zurzeit weder die Voraussetzungen in den Städten noch die Bereitschaft der Kunden gegeben, auf das eigene Auto zu verzichten. Hinzu kommt, dass regelmäßiges Autoteilen zulasten des ÖPNV gehe – und am Besitz eines eigenen PKW nichts ändere, so die Berater. Bedeutet: Carsharing verfehle auch das von der Politik verfolgte Ziel, nachhaltigen Verkehr in den Städten zu stärken, bemängeln die Berater.

Dementsprechend eignet sich das Konzept ebenfalls nicht, die Probleme mit dem Individualverkehr in den Städten zu reduzieren. Nur knapp fünf Prozent der Bundesbürger seien als mögliche Carsharing-Nutzer anzusehen. Die Rechnung: Würden sie ihr Auto verkaufen und stattdessen Sharing-Dienstleistungen in Anspruch nehmen, würden zwei Millionen Autos “verschwinden”. Zum Vergleich: Offiziellen Statistiken zufolge belief sich der Fahrzeugbestand in Deutschland zu Jahresbeginn 2018 auf rund 57 Millionen. Insofern könne Carsharing die vielfach in das Geschäftsmodell gesetzten Erwartungen nicht erfüllen, meint A.T. Kearney.

Der Bundesverband Carsharing (BCS) wehrt sich gegen die Ergebnisse der Studie: Er hält die Aussagen für nicht zutreffend. Vielmehr stehe “das Papier von A.T. Kearney mit der Realität und mit etablierten wissenschaftlichen Erkenntnissen in Konflikt”, und zwar “eklatant”, kritisiert der Branchenverband. Er bemängelt grundsätzlich, dass die Studie keine Darstellung des deutschen Carsharing-Marktes sei und “nicht repräsentativ für das Carsharing in Deutschland”. Die von A.T. Kearney gezogenen Schlüsse bezüglich der Entlastungswirkung des Carsharings träfen nur für wenige Anbieter “möglicherweise zu”, stellt der BCS fest, seien für die übrigen rund 170 Carsharing-Anbieter in Deutschland hingegen irrelevant.

In einer Stellungnahme widerspricht der Verband den Ausführungen der Studienautoren Punkt für Punkt, um schließlich zusammenfassend zu betonen, dass Carsharing schon heute einen “praktischen Beitrag zu einer Verkehrswende in Deutschland” leiste.

Andreas Reiners

Carsharing: Das steckt dahinter

Das “Autoteilen” soll vor allem in Großstädten immer und überall für Mobilität sorgen. Und Carsharing soll den individuellen Autoverkehr ersetzen, zumindest teilweise. Doch die Realität sieht anders aus. Denn laut einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney halten nur fünf Prozent der Deutschen Carsharing für eine potenzielle Alternative zum eigenen Auto.

Zudem seien nur wenige Städte in Deutschland dicht genug bevölkert, um Carsharing überhaupt wirtschaftlich betreiben zu können, heißt es in der Studie, wie die “Süddeutsche Zeitung” berichtet. “Profitables Carsharing erfordert gewisse Mindestnutzerzahlen kombiniert mit einer hohen Nutzerdichte, die in vielen Randgebieten deutscher Großstädte nicht mehr gegeben ist”, sagte Wulf Stolle von A.T. Kearney.

Lediglich elf Städte hätten mit der entsprechenden Größe und Bevölkerungsdichte aktuell überhaupt die Voraussetzungen, Carsharing-Dienste wirtschaftlich erfolgreich anzubieten. Lukrative Margen sehen die Autoren der Studie derzeit nur in Berlin, Hamburg und München.

Nach den Berechnungen der Autoren könnten Mietwagen so höchstens zwei Millionen private Autos ersetzen – und das auch nur, wenn alle potenziellen Kunden von ihren eigenen Autos auf Sharing-Dienste umstiegen. Die deutschen Autofahrer – auch solche, die Carsharing-Dienste nutzen – schätzten das eigene Auto aber nach wie vor, besonders wegen der ständigen Verfügbarkeit. Carsharing werde daher vor allem als zusätzliche Option, weniger aber als vollwertiger Ersatz, für das eigene Auto gesehen.

Das zeige auch die bisherige Praxis. So nutze nur ein Prozent der Kunden die Angebote täglich. “Dass wir das eigene Auto im Straßenverkehr langfristig durch Sharing-Angebote ersetzen, zeichnet sich also derzeit nicht ab”, sagte Stolle. mid/rlo

Neue Wege mit dem E-Mountainbike

Fahrräder mit elektrischem Rückenwind bringen vor allem rüstige Senioren in Schwung. Locker und lässig erklimmen die älteren Semester im Straßenverkehr jede Steigung. Und das Beste dabei: Mit dem E-Bike geht ihnen so schnell nicht die Puste aus. Doch wie sieht es eigentlich mit Elektro-Rädern fürs Gelände aus? Gibt es Modelle, mit denen man über Stock und Stein radeln kann?

Wer jetzt den Trail unter Strom setzen möchte, der wird bei Hersteller Bionicon in Weiden in der Oberpfalz fündig. Mit dem Engine bringt das Unternehmen sein erstes vollgefedertes E-Mountainbike in den Handel. Das Engine soll ganz neue Wege eröffnen: Es ist als Enduro-Version mit einer klassischen 27,5 Zoll Bereifung und einem 160 Millimeter Fahrwerk fahrbar oder als Trail-Version mit 27,5+ Bereifung und einem 140 Millimeter Fahrwerk erhältlich. Für die notwendige Power sorgt der Shimano Steps E8000-Motor mit 504 Wh-Akku.

Der Shimano-Motor bietet 70 Newtonmeter Drehmoment für steile Anstiege sowie anspruchsvolle Trailfahrten. Der passenden Li-Ion-Akku wurde laut Hersteller speziell für die höheren Anforderungen beim Moutainbiking entwickelt. So könne das Engine sportlichen Fahrspaß mit allen Vorteilen eines E-Mountainbikes kombinieren, heißt es.

Sowohl Enduristen, Trailbiker als auch Genussradler sollen mit dem E-Mountainbike auf ihre Kosten kommen. Bergab sorgen der flache Lenkwinkel mit 65 Grad, das breite 780-Millimeter-Cockpit und das leichte Rock-Shox-Fahrwerk für Abfahrtsspaß und viel Kontrolle auch in schnellem und steilem Gelände, verspricht der Hersteller.

Die 435 Millimeter kurzen Kettenstreben und das tiefe Tretlager sollen ein gutes Handling auf engen, schwierigen Trails ermöglichen. Die serienmäßige Teleskop-Sattelstütze bietet bis zu 150 Millimeter Hub und ist vom Lenker aus bedienbar. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch eine 11-Gang-Schaltung von Shimano mit 418 Prozent Übersetzungsbandbreite sowie 203/180-Millimeter-Bremsen mit 4-Kolben-Bremssattel.

Das Engine wird in sechs Ausstattungsversionen in einer Preisspanne von 4.299 Euro bis 5.699 Euro angeboten: Es gibt drei Trail- und drei Enduro-Versionen. Die Topmodelle sind das Bionicon Engine 0 Trail das Engine 0 Enduro (Preis 5.699 Euro), gefolgt von den Modellen Engine 1 Enduro und Engine 1 Trail (Preis 4.499 Euro) sowie dem Engine 2 Enduro und Engine 2 Trail (Preis: 4.299 Euro).

E-Scooter: Der Helm muss her

Kritiker sehen sich nach den ersten schweren Unfällen mit elektrischen Tretrollern bestätigt. Sie hatten es von Anfang an für einen fatalen Fehler gehalten, bei den angesagten City-Flitzern auf eine Helmpflicht zu verzichten.

Allein in Hamburg wurden in den vergangenen Wochen mehr als 15 E-Scooter-Fahrer mit entsprechenden Verletzungen behandelt. “Die Bilanz ist erschreckend, vor allem, weil viele Kopfverletzungen dabei waren und die Fahrer in keinem Fall einen Helm trugen”, sagt Prof. Dr. Christian Kühne, Chefarzt des Chirurgisch-Traumatologischen Zentrums der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg.

Die Mediziner gehen davon aus, dass die Zahl der Verletzten steigt, und haben deshalb beschlossen, die Unfälle so schnell wie möglich in einem Register zusammenzutragen. So sollen unter anderem die Art der Verletzungen und die Umstände der Stürze dokumentiert und später für eine Studie ausgewertet werden.

In dem Register sollen die Meldungen der Notaufnahmen und Unfallchirurgen zusammengeführt werden. “Wir erfassen zum Beispiel den Schweregrad der Verletzung, ob der verletzte Scooter-Fahrer einen Helm getragen hat, ob er zum ersten Mal mit einem E-Scooter unterwegs war und ob es ein Sturz oder eine Kollision war”, sagt Chefarzt Prof. Kühne.

Unabhängig von den Ergebnissen der Studie ist aber jetzt schon klar, dass Scooter-Fahrer ohne Helm ein besonders großes Verletzungsrisiko haben. “Auch wenn der Gesetzgeber keine Helmpflicht für E-Scooter vorsieht: als Ärzte, die diese Patienten behandeln, raten wir dringend dazu, beim Fahren einen Helm zu tragen”, so der Appell von Prof. Kühne.

So schnell dürften E-Scooter Fahrer aber nichts auf den Kopf bekommen. Denn Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ist derzeit damit beschäftigt, die Scherben des Maut-Desasters zu beseitigen. Und das kann dauern.

Mercedes fährt auf Frauen ab

Autos sind Männersache. Vorurteil und falsch. Mit Berta Benz begann die Ära des Automobils. Sie hat der Welt mit ihrer ersten Testfahrt im Benz-Patent-Motorwagen bewiesen, dass auch Angehörige weiblichen Geschlechts Weltbewegendes leisten können. Und bei Mercedes-Benz hat das vermeintlich “schwache” Geschlecht eine starke Position. Wie sonst und wo sonst gäbe es einen “Female Creators Day”, den Mercedes jetzt in Graz veranstaltet hat.

Schon vor 14 Jahren habe man sich das Ziel gesteckt, den Anteil von Frauen in führenden Positionen von damals sieben Prozent bis 2020 weltweit auf mindestens 20 Prozent zu erhöhen. ” Wir sind voll im Plan und haben heute einen Frauenanteil von 19 Prozent bei leitenden Führungskräften”, betont ein Mann, Dr. Dirk Jakobs, als Leiter Global Diversity Office für dieses Thema verantwortlich.

 Frauen-Power: Diskussion zum Thema "Mercedes-Benz-Die weibliche Perspektive.  © Daimler
Frauen-Power: Diskussion zum Thema “Mercedes-Benz-Die weibliche Perspektive. © Daimler

Bei knapp 300.000 Mitarbeiter/innen aus 120 Nationen im Konzern geht es nicht um Frauenquote. Es geht um Führungsqualität, Können und Kreativität. Eine, auf die das passt, ist Sabine Scheunert. Sie leitet den Digital- und IT-Bereich von Mercedes-Benz Cars und ist dort “Chef” von annähernd 2000 Mitarbeiter/innen. Die Frage nach der Frauenquote in diesem Team hat sie erwartet: “35 Prozent!” Auch die Frage, was Frauen anders machen, beantwortet sie ähnlich klar: “Ich glaube schon, dass es Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt. Frauen bringen Sensibilität und Empathie in die Problemlösungs-Prozesse. Und das ist genau das, was wir suchen, wenn wir von ‘diversen’ Teams sprechen, die aus unterschiedlichen Nationen kommend, sich dann aber geeint um die gleichen Fragestellungen der zukünftigen Mobilität kümmern.”

Auch als Kundin ist Frau ein nicht zu unterschätzender Faktor. Mehr als 80 Prozent aller Luxusausgaben weltweit werden durch Frauen beeinflusst, gibt Kerstin Heiligenstetter zu bedenken. Sie, die Macherin von “She’s Mercedes”, einer seit 2015 etablierten Initiative. In dem von ihr verantworteten Magazin dreht es sich auch ganz zentral um Bedürfnisse von Frauen an Mobilität. “Beim Autokauf steht bei vielen Frauen Sicherheit, Design und Funktionalität weit oben – für diese Aspekte sind Frauen im Vergleich zu Männern eher bereit, mehr Geld auszugeben”, erläutert sie. Und nicht nur das: “Frauen sind dabei die am schnellsten wachsende und einflussreichste Kundengruppe der Welt. Seit 2009 ist das Einkommen von Frauen um fünf Billionen Dollar auf 18 Billionen Dollar angestiegen. Das bedeutet auch mehr weibliche Mercedes-Benz-Kunden: In China sind bereits 30 Prozent der Mercedes-Benz Kunden Frauen, und in den USA sind es mehr als 40 Prozent.” Zum Vergleich: In Deutschland lag der Anteil an weiblichen Mercedes-Benz Autokäufern im Jahr 2018 etwa bei einem Fünftel.

Die Einschätzung des im Mai ausgeschiedenen Daimler Chefs Dieter Zetsche gilt weiterhin: “Frauen sind das nächste China”. Und China ist längst der wichtigste Markt für Mercedes-Benz. Wenn es gelingt, von den weiblichen Kunden genauso zu profitieren wie von den männlichen, ist das Potential sogar noch viel größer als das von China. Ein Kurs, von dem auch sein Nachfolger, Ola Källenius, nicht abweichen wird. Der Anteil von weiblichen Kunden soll signifikant erhöht werden und Mercedes-Benz bis 2020 zur attraktivsten Luxus-Automobilmarke für Frauen werden.

Solveig Grewe / mid

25 Jahre: Audi feiert seine RS-Modelle

Das muss gefeiert werden: Vor 25 Jahren fuhr mit dem Audi RS 2 Avant das erste Audi RS-Modell auf den Markt. 2019 präsentieren die Ingolstädter sechs Produktneuheiten, davon zwei komplett neue RS-Modelle.

Die Geschichte ist lang. Fünf Meilensteine sind besonders zu erwähnen. 1994 schrieb der Audi RS 2 Avant (232 kW/315 PS) mit seinem Vierventil-Fünfzylinder das erste Kapitel der langen RS-Story. 1999 brachte der Audi RS 4 Avant auf Basis des damaligen S4 eine neue Dimension an Power in die Mittelklasse. Unter der Haube verrichtet – wie beim S4 – ein V6-Motor mit 2,7 Litern Hubraum, fünf Ventile pro Zylinder und Biturbo-Aufladung den Dienst. Der RS 4-Motor schafft statt 195 kW (265 PS) eine Höchstleistung von 280 kW (380 PS). Im Jahr 2005 folgte die zweite Generation des RS 4.

Zahlreiche Innovationen, von denen viele ihren Ursprung im Motorsport haben, prägen diese Generation. Der V8-Motor kommt auf 309 kW (420 PS).

2007 wurde das Aggregat auch in der ersten Generation des Audi R8 eingesetzt. 2008 erschien der RS 6 Avant, ein Sportwagen im Gewand eines unauffälligen Business-Kombis. Mit der Wucht eines V10-Aggregats samt 426 kW (580 PS) Leistung und 650 Newtonmeter Drehmoment war der RS 6 Avant der bis dato stärkste Serien-Audi. 2011 trug der fünfzylindrige RS 3 Sportback mit 250 kW (340 PS) die RS-Philosophie in die Kompaktklasse. Im Jahr 2013 eröffnete der RS Q3 als erstes Kompakt-SUV ein weiteres Marktsegment. Als Motor diente, wie im TT RS und RS 3, der quer eingebaute 2,5 Liter-Fünfzylinder. Anfangs leistete er 228 kW (310 PS), ab Ende 2014 sogar 250 kW (340 PS).

Der RS Q3 performance, der 2016 folgte, kam sogar auf 270 kW (367 PS). Im Audi Forum Neckarsulm hat am 12. Juli 2019 anlässlich des Jubiläums eine Ausstellung eröffnet. Neben den bekannten Serienmodellen werden insgesamt 14 echte RS-Raritäten präsentiert. Unter ihnen auch der für den Werkseinsatz am Nürburgring entwickelte Rennwagen des Audi TT RS von 2011, der in der Saison 2013 siegreiche Renntourenwagen RS 5 DTM sowie ein Prototyp eines Audi RS 8, der nicht in Produktion gegangen ist.

Diese Apps helfen Autofahrern

Die Sommerferien sind in vollem Gange. Viele Menschen nutzen die freie Zeit, um mit dem Auto Ausflüge zu machen oder eine längere Urlaubsfahrt zu unternehmen. Doch das kann für so manchen schnell zur echten Herausforderung werden. Wo finde ich die nächste günstige Tankstelle? Wer hilft mir bei einer Panne? Ist man erst einmal auf der Straße unterwegs, können Apps Antworten auf diese Fragen liefern.

“Wissen Autofahrer nicht mehr weiter, kommt einem das Smartphone mit vielen nützlichen Apps zur Hilfe und bietet einem eine gute Alternative zu teuren und fest in den Fahrzeugen eingebauten On-Board-Computern”, sagt Thomas Michel vom Onlinemagazin teltarif.de.

Statt Verkehrsnachrichten zu hören, können Autofahrer die App StauMobil nutzen, um Staus zu vermeiden. Die Anwendung bietet Staumeldungen, die aktuelle Verkehrslage in Städten und warnt vor Baustellen. Wer doch mal in einen Stau geraten sollte, kann andere Fahrer warnen.

Um sich nicht zu verfahren, gibt es Navigationshilfen. Offline-Karten bietet etwa Maps.Me. Dort können – am besten vorab im WLAN – Karten für Städte weltweit heruntergeladen werden. Das spart bei der Navigation Datenvolumen und der Nutzer erhält zusätzlich detaillierte Wegbeschreibungen Sehenswürdigkeiten oder Restaurants.

Und was ist mit dem Kraftstoff? Soll es nicht die teure Autobahntankstelle sein, kann die App Mehr-Tanken bei der Suche nach der günstigsten Tankstelle helfen. Zusätzlich gehören noch Elektro-Ladesäulen und Wasserstoff-Tankstellen zum Portfolio. Die Preisaktualisierung erfolgt mehrmals täglich, und per Push-Nachricht werden Verbrauchern fallende Spritpreise in der Nähe gemeldet.

Ist eine Tankstelle gefunden und das Auto vollgetankt, kann mit Spritmonitor der Verbrauch kontrolliert werden. Über die App können Fahrer nach der Betankung sämtliche Informationen wie Kosten oder die Menge des Sprits eintragen.

Auch nicht unwichtig: Die App ParKing führt Nutzer zu ihrem geparkten Fahrzeug. “Sobald das Auto abgestellt wurde, wird der Platz in der App ParKing markiert und kann mit einem Foto zur besseren Erinnerung versehen werden”, erklärt Experte Thomas Michel die Anwendung.

Dekra appelliert an Eltern: Kinder immer richtig sichern

Die Zahlen sind alarmierend, immer noch. Zwar kommen heute weniger Kinder unter 15 Jahren auf den Straßen dieser Welt bei Verkehrsunfällen ums Leben, doch natürlich ist jedes verlorene Kinderleben eines zuviel. 300 Kinder sterben pro Tag, 1990 waren es noch rund doppelt so viele. Ein Crashtest für den aktuellen Dekra-Verkehrssicherheitsreport unterstreicht, wie wichtig es ist, Kinder im Auto mit einem passenden Kindersitz zu sichern.

In Deutschland ist die Zahl der getöteten Kinder 2018 auf 79 gestiegen (2017: 61) und liegt knapp über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Der Nutzen der Systeme wie Babyschalen, Kindersitzen und Sitzerhöhungen ist unbestritten. Dennoch gibt es noch immer Eltern, die ihre Kinder nicht oder falsch sichern.

Viele Eltern machen sich gar nicht bewusst, welch schwerwiegende Folgen eine unzureichende Sicherung der Kinder haben kann. “Liegt der Gurt nicht richtig an, kann das Kind im Ernstfall an den Dachhimmel prallen”, erklärt Dekra-Unfallforscher Andreas Schäuble. “Dann drohen schwere Verletzungen wie die Stauchung der Wirbelsäule.”

Ist das Kind zu locker im Sitz gesichert oder hat dieser nicht die richtige Größe, entstehen bei einem Aufprall unter Umständen massive Beugungen und Überstreckungen der Halswirbelsäule. Die Nervenstränge können dabei dauerhaft geschädigt werden. “Schlägt der Kopf auf dem Vordersitz auf, kann es im schlimmsten Fall zu einem Schädel-Hirn-Trauma kommen”, so der Dekra-Experte.

Ein aktueller Dekra-Crashtest mit der innerorts üblichen, vergleichsweise geringen Geschwindigkeit von 50 km/h verdeutlicht, was bei einem Unfall passiert, wenn ein Kind überhaupt nicht gesichert ist. Während der ordnungsgemäß gesicherte Kinderdummy vom Gurt zurückgehalten und durch den Kindersitz zusätzlich geschützt wird, fliegt der ungesicherte Dummy unkontrolliert durch das Fahrzeug und prallt mehrmals heftig an. Daher appelliert die Dekra an alle Eltern, ihre Kinder im Fahrzeug immer sorgfältig und ordnungsgemäß zu sichern.

ADAC startet Pilotprojekt für E-Bikes

Der ADAC wird als Pannenhelfer vor allem von Autofahrern geschätzt. Doch Europas größter Automobilclub hat auch die Fortbewegung auf zwei Rädern im Blick. Im Zuge seiner Offensive “Wir machen Deutschland e-mobil” bietet der ADAC seinen Mitgliedern auch die Möglichkeit, neue Mobilitätsangebote in der Praxis auszuprobieren. Jetzt kann beispielsweise Elektromobilität auf zwei Rädern erfahren werden. Zunächst bis Ende Oktober 2019 im Stadtgebiet München gemeinsam mit dem Micromobility Start-up Rydies GmbH.

“Allein in Deutschland wurden 2018 rund 980.000 E-Bikes verkauft,” sagt Mahbod Asgari, Vorstand der ADAC SE. Aber viele Verbraucher seien aufgrund der Angebotsvielfalt noch verunsichert. “Mit unserem Pilotprojekt ADAC e-Ride bieten wir ein umfassendes Paket. Wir wollen sehen, wie Elektromobilität auf zwei Rädern in den Alltag passt und unseren Mitgliedern die Möglichkeit geben, die e-Bikes zu Vorzugskonditionen zu testen”, so der ADAC-Vorstand.

Gestartet wird mit drei unterschiedlichen E-Bikes, die sich in Angebotsform und Ausrichtung unterscheiden: das BMW Active Urban Hybrid, das Van Moof Electrified S 2 und das Univega Geolight B von Greenstorm. Es handelt sich dabei um Pedelecs, die bis 25 km/h elektrisch unterstützt werden können. Für diese Fahrzeuge ist kein Führerschein oder Versicherungskennzeichen erforderlich.

Für jedes E-Bike gibt es ein unterschiedliches Angebotspaket: Das BMW e-Bike wird klassisch zum Kauf angeboten. Das Van Moof Bike kann nach dem Kauf für 30 Tage im Alltag getestet und in dieser Zeit jederzeit zurückgegeben werden. Das Univega Modell wird monatlich abonniert, kann somit ausgiebig gefahren und später zurückgegeben oder ebenfalls gekauft werden.

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