Stuttgart trifft auf Bochum – Die wichtigsten Fakten zum Spiel

Die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten zum Flutlichtspiel am Montagabend (20:30 Uhr) beim VfL-Bochum.

Gesamtbilanz aus VfB Sicht

Gesamt: 73 Spiele, 38 Siege, 18 Unentschieden, 17 Niederlagen, 130:90 Tore

Davon in der 2. Bundesliga: 3 Spiele, 1 Sieg, 2 Unentschieden, 4:3 Tore

Blick zurück

In der laufenden Spielzeit trafen der VfB und der VfL Bochum bereits am fünften Spieltag aufeinander. Die Partie in der Mercedes-Benz Arena konnten die Jungs aus Cannstatt mit 2:1 für sich entscheiden. Die beiden Spiele in der Aufstiegssaison 2016/2017 endeten jeweils 1:1.

Unterstützung

Der VfB wird am Montagabend im Ruhrstadion von gut 1.800 Fans unterstützt. Im VfB Fan-Center sind noch Tickets erhältlich.

Alte Bekannte

Bochums Chefcoach Thomas Reis trug in seiner Zeit als Jugendspieler das Trikot mit dem Brustring, ehe er 1990 in die U19 von Eintracht Frankfurt wechselte. Auch sein Co-Trainer Heiko Butscher war im Jugendbereich für den VfB aktiv. VfL-Angreifer Simon Zoller spielte von 2005 bis 2007 in der Jugendabteilung in Bad Cannstatt. Außerdem stand Stefano Celozzi von 2009 bis 2012 beim VfB unter Vertrag und brachte es in dieser Zeit auf 30 Einsätze in der Bundesliga. Aufseiten des VfB standen Atakan Karazor und Torwarttrainer Uwe Gospodarek beim VfL Bochum unter Vertrag. Atakan Karazor spielte von 2012 bis 2015 im Jugendbereich der Bochumer, Uwe Gospodarek stand von 1995 bis 1998 bei den Profis zwischen den Pfosten.

Erfolgsserie mit einem Ausrutscher

In 13 der letzten 14 Pflichtspiele gegen den VfL Bochum konnte der VfB immer mindestens ein Tor erzielen. Lediglich in der 1. Runde des DFB-Pokals im Jahr 2014 gelang der Mannschaft mit dem Brustring kein Treffer. Dieses Duell war auch der einzige Sieg des VfL Bochum in den letzten 14 Spielen gegen den VfB, von denen der Club aus Cannstatt neun gewann und viermal unentschieden spielte.

Formstark

Mit drei Siegen und drei Unentschieden aus den letzten sechs Spielen ist der VfB aktuell die formstärkste Mannschaft der Liga, dicht gefolgt von der punktgleichen SpVgg Greuther Fürth mit vier Siegen und zwei Niederlagen. Außerdem konnte der VfB die letzten fünf Heimspiele in Serie allesamt jeweils mit drei eigenen Treffern und mindestens einer Tordifferenz von plus Zwei gewinnen.

Treffsicher in der Schlussphase

Dem VfB gelang es im bisherigen Saisonverlauf die meisten Treffer in der Schlussviertelstunde zu erzielen (12). Zuletzt traf Mario Gomez beim 3:0-Heimsieg gegen Erzgebirge Aue in der 90. Minute, auch beim FC St. Pauli konnte Gomez in der 81. Minute netzen.

Spielleitung

Schiedsrichter Frank Willenborg wird das Flutlichtspiel am Montagabend in Bochum leiten. An den Seitenlinien assistieren ihm Daniel Riehl und Fynn Kohn. Vierter Offizieller ist Eric Müller. Als Video-Assistenten sind Sven Waschitzki und Markus Wollenweber im Einsatz.

Wetter

Laut Wetterbericht wird es am Montagabend in Bochum regnerisch, bei Temperaturen um die acht Grad Celsius

Steelers vergeben große Chance

Am 48.Spieltag der DEL2 vergaben die Bietigheim Steelers einen „Big Point“ um sich für die Playoffs zu qualifizieren. Im Sonntagsspiel kassierte das Team aus dem Ellental eine böse 1:5 Niederlage gegen die Eispiraten Crimmitschau. Die Bietigheimer belegen aktuell Tabellenplatz 8.

Spielbericht:

Am gestrigen Sonntagabend kam es zum direkten Rückspiel der Steelers mit den Eispiraten Crimmitschau. Nach dem Sieg vom Freitag wollten die Steelers auch zuhause nachlegen. Doch vor den 2.577 Zuschauern kam es leider anders. Dies Steelers unterlagen mit 1:5.

Die Gäste, unterstützt von ca. 250 Fans, legten los wie die Feuerwehr und setzten die Schwaben gut unter Druck. Ty Wishart scheiterte an Stephon Williams und Dominik Walsh setzte die Scheibe an den Pfosten. Das erste Mal gefährlich auf der anderen Seite wurde es, als Myles Fitzgerals einen starken Pass auf Brett Breitkreuz spielte, doch dieser scheiterte an Michael Bitzer im Tor der Sachsen. In der siebten Minute schickten die Hauptschiedsrichter Marc André Naust und Dominic Kontny den Eispirat Dominik Walsh wegen eines hohen Stocks auf die Strafbank. Als Guillaume Leclerc in Überzahl den Pfosten traf, schnappten sich die Sachsen den Puck und konterten geschickt. Patrick Pohl traf dabei zum 0:1. Nur wenige Augenblicke später hatte Yannick Wenzel den Ausgleich auf der Kelle, doch Michael Bitzer machte die Tür zu. Die Steelers waren nun besser im Spiel und erhielten erneut ein Powerplay. Dieses spielten sie druckvoll, doch Michael Bitzer erwischte bis dato einen Sahnetag. Die Eispiraten wiederum reagierten eiskalt und zogen in den letzten beiden Minuten binnen 98 Sekunden auf 0:3 davon. Patrick Pohl mit seinem zweiten Treffer und Mitch Wahl waren die Torschützen.

Den besseren Start in den Mittelabschnitt erwischten diesmal die Hausherren, doch weder Guillaume Leclerc, Myles Fitzgerald noch Brett Breitkreuz konnten ihre Chancen nutzen. Es kam wie es kommen musste – den Steelers unterlief ein Wechselfehler und das Powerplay nutzte Mitch Wahl zum 0:4 in der 28. Minute. Mit der deutlichen Führung im Rücken spielten es die Gäste clever. Die Schwaben rannen zwar an, doch was bei rum kommen wollte nicht. Die beste Möglichkeit hatte dabei zweimal Alex Preibisch. Beim ersten Mal prallte sein Schuss gegen den Pfosten und beim zweiten Versuch hielt Michael Bitzer sicher, als die Steelers in Unterzahl waren. Mit der großen Hypothek vier Tore aufholen zu müssen, ging es in das Schlussdrittel.

In diesem mussten die Schwaben noch 1:20 Minuten auf Benjamin Zientek verzichten, konnten diese Situation aber schadlos überstehen. Kaum war man komplett traf Matt McKnight auf Zuspiel von Myles Fitzgerald per trockenem Schuss zum 1:4 – genau 18 Minuten waren da noch zu spielen. Das Spiel war nun offener, doch die Defensive der Piraten stand sicher und nach vorne blieb man stets gefährlich. Vier Minuten vor dem Ende enteilte Norman Hauner, doch auch er hatte Pech und scheiterte am Pfosten. Der Nachschuss von Mark Ledlin kullerte die Linie entlang und raus. Marc St-Jean nahm daraufhin seine Auszeit und Stephon Williams 3:34 Minuten vor Schluss vom Eis – alles oder nichts. Es wurde nichts, denn Alex Wideman traf ins leere Tor zum Endstand von 1:5.

Die Eispiraten nehmen alle drei Punkte mit nach Crimmitschau und revanchierten sich für die Niederlage vom Freitag.

Nationalspielerin Julia Maidhof wechselt nach Bietigheim 

Im Hinblick auf die kommende Saison 2020/21 geben die Frauen der SG BBM Bietigheim einen weiteren Neuzugang bekannt – Nationalspielerin Julia Maidhof wird ab dem Sommer 2020 für die Enztälerinnen auf Torejagd gehen. 

Die Verantwortlichen der SG BBM Bietigheim treiben die Kaderplanungen für die kommende Spielzeit 2020/21 weiter voran. Nach der spektakulären Verpflichtung von Nationalspielerin Xenia Smits und der Vertragsverlängerung von Kapitänin Kim Naidzinavicius vermeldet der amtierende Deutsche Meister nun den Wechsel von HBF-Toptorjägerin Julia Maidhof, die zur neuen Saison von der HSG Bensheim/Auerbach zum amtierenden Deutschen Meister kommt. 

Julia Maidhof, die derzeit die Torjägerliste der Handball Bundesliga Frauen souverän mit 102/37 Toren nach Abschluss der Hinrunde anführt, unterschrieb einen Zweijahresvertrag, datiert bis zum 30. Juni 2022. Über ihre Vertragsunterzeichnung bei der SG BBM sagt sie: „Nach sehr guten Gesprächen mit den Verantwortlichen und dem neuen Trainer Markus Gaugisch freue ich mich auf die Herausforderung, in einem absoluten Top-Team meine nächsten Entwicklungsschritte zu machen und die gesetzten sportlichen Ziele zu erreichen.“ 

Beim Ligakonkurrenten an der Bergstraße entwickelte sich die 21-jährige Linkshänderin in den vergangenen Jahren zu einer der Topspielerinnen der Handball Bundesliga Frauen und zählt zum erweiterten Kreis der deutschen Nationalmannschaft. Mit dem Schritt zur SG BBM Bietigheim folgt für die wurfgewaltige, 1,76 Meter große Rückraumspielerin nun die nächste Stufe in ihrer Karriere. 

SG BBM Sportdirektor Gerit Winnen, der sich erfreut über die Zusage der vielumworbenen Spielerin zeigt, sagt: „Den sportlichen Werdegang von Julia Maidhof haben wir über die letzten Jahre genau beobachtet. Sie hat sich hervorragend entwickelt, ist für ihr Alter schon sehr weit und ihr steht eine vielversprechende Karriere bevor. Die geführten Gespräche mit ihr waren durchweg positiv. Mit Julia steht nun eine weitere Top-Spielerin im Kader für die kommende Saison, auf die sich die Zuschauer in Bietigheim freuen können.“ 

Steelers machen es spannend

Am 46.Spieltag der DEL2 empfingen die Bietigheim Steelers zuhause die Lausitzer Füchse. In einer extrem spannenden und bis zum Schluss engen Partie, konnten die Bietigheimer am Sonntagnachmittag den Sieg mit 4:2 über die Zeit retten. Der immens wichtige Erfolg im Kampf um die Playoffs beschert den Steelers Tabellenplatz 8 mit nunmehr vier Punkten Rückstand auf Platz 5.

Spielverlauf:

Trainer Marc St-Jean musste kurzfristig auf Myles Fitzgerals verzichten, der wie Tim Schüle, Dennis Swinnen und Lukas Laub ausfiel. Frisch von der U19 Nationalmannschaft kehrte Fabjon Kuqi nach Bietigheim zurück. Chris Owens kehrte ebenfalls in den Kader zurück und Stephon Williams startete im Tor.

Die Spieler der Steelers trugen beim Einlauf die „Blinkeherzen“, die zugunsten des erkrankten Christopher verkauft wurden, die sich auch zahlreiche Besucher der Arena sicherten – DANKE dafür und an alle Spender, die noch weiter spendeten, als alle Herzen verkauft waren! In den Anfangsminuten setzten die beiden Breitkreuz-Brüder die ersten Akzente. Brett scheiterte mit der ersten Chance des Spiels an Füchse-Goalie Mac Carruth und Clarke fand seinen Meister in Stephon Williams. Die Gäste spielten mutig nach vorne und setzten die Schwaben stark unter Druck. Kurze Entlastung gab es, als die Schiedsrichter Patrik Gogulla und Eugen Schmidt den Fuchs Mychal Monteith wegen Hakens in die Kühlbox steckten. Die Steelers sorgten für Druck, doch da Brett Breitkreuz ein Beinstellen unterlief, ging es nach 35 Sekunden mit jeweils vier Mann weiter. Die kurze Überzahl der Lausitzer brachte im Anschluss auch nichts ein. Nach 11 Minuten zeigten beide Goalies binnen wenigen Sekunde ihre Klasse. Mac Carruth hielt stark gegen Matt McKnight und Stephon Williams blieb im Duell mit Kale Kardashian Sieger. Als es in der 15. Minute Bully im Drittel der Ellentaler gab, schickten Eric Stephan und Benjamin Zientek ihren Kollegen Norman Hauner auf die Reise. Dieser traf per Handgelenkschuss unhaltbar unter die Latte zum 1:0. Kurz darauf musste das Drittel bei Spielzeit 16:24 vorzeitig beendet werden, da die Tür der Gästebank nicht mehr geschlossen werden konnte.

Mit insgesamt 26:24 Minuten auf der Uhr startete der „zweite“ Abschnitt. Dieser startete optimal für die Hausherren, denn auf Zuspiel von Alexander Preibisch traf Freddy Cabana mit einem strammen Schuss zum vielumjubelten 2:0. Die Sachsen kamen in den Folgeminuten zu guten Möglichkeiten, doch die Defensive der Schwaben hielt gut dagegen. Wenn doch mal einer durchkam war Stephon Williams zur Stelle, der stark hielt. Kurz vor der zweiten Sirene hatte der gut aufgelegte Benjamin Zientek den dritten Treffer auf der Kelle, doch er verzog knapp.

Die Füchse kamen mit viel Schwung aus der Kabine und machten weiter viel Alarm. Der Einsatz wurde mit einem glücklichen Tor belohnt. Von der Grundlinie aus schoss Jakub Kania in Richtung Tor, vom Rücken Stephon Williams aus landete die Scheibe zum 2:1 im Tor. Ein glücklicher aber nicht unverdienter Treffer. Den alten Zwei-Tore-Vorsprung wiederherzustellen verpasste Matt McKnight, der nach guter Vorarbeit von Brett Breitkreuz im letzten Moment am Schuss gehindert wurde. Die Füchse drückten und drückten und mitten in diese Drangphase machte sich Norman Hauner auf und davon, schüttelte den ersten Gegenspieler ab, verlud den zweiten und schoss zum 3:1 ein. Ein überragendes Tor! Dennoch überprüften die Schiedsrichter den Treffer via Videobeweis, doch es blieb beim 3:1. Alex Preibsich hätte beinahe nachlegen können, doch Mac Carruth war auf dem Posten. Die Schwaben waren nun besser im Spiel und erhielten in der 53. Minute ein Powerplay. In diesem hielt Mac Carruth sein Team im Spiel, denn er konnte nicht überwunden werden. Bei angezeigter Strafe gegen die Steelers kamen die Füchse 4:17 Minuten durch Jordan George zum 3:2-Anschlusstreffer. Sein Schuss war für Stephon Williams nicht zu sehen. Es wurde extrem spannend in der Arena. Zwei Minuten vor dem Ende nahm Corey Neilson seinen Goalie vom Eis. Die Ellentaler verteidigten geschickt und als Max Prommersberger die Scheibe über die Bande hinausbrachte, schnappte sich Alex Preibisch selbige, passte auf Benjamin Zientek und dieser traf zum Endstand von 4:2.

 

Stuttgart schlägt Aue: Doppelschlag von Didavi

Ein Doppelschlag von VfB-Profi Daniel Didavi sowie ein Treffer von Stürmer Mario Gomez bescheren den Roten einen ungefährdeten 3:0 Heimsieg gegen Erzgebirge Aue:

Am 21. Spieltag der 2.Bundesliga traf der VfB Stuttgart heute vor über 50.000 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena auf Erzgebirge Aue. VfB-Regisseur Daniel Didavi bereitete mit seinen Saisontreffern vier (32.min) und fünf (42.min) einen souveränen Sieg für den VfB.  Mario Gomez traf in der ersten Minute der Nachspielzeit und sorgte so für den Endstand. Erzgebirge Aue mit Cheftrainer Trainer Dirk Schuster, konnte über weite Strecken den Cannstattern wenig entgegensetzten. Der VfB bleibt nach dem Sieg auf Tabellenplatz 3 und hat jetzt vier Punkte Vorsprung auf Verfolger Heidenheim.

Spielverlauf:
6. Minute Früh im Spiel sieht Nicolas Gonzalez die gelbe Karte, weil er nach Ansicht von Schiedsrichter René Rohde beim Kopfballduell mit Aues Dimitrij Nazarov zu rustikal die Arme eingesetzt hat. Es ist seine fünfte gelbe Karte in dieser Zweitligasaison, der VfB Profi wird deshalb im Auswärtsspiel beim VfL Bochum am 17. Februar gesperrt sein.
12. Minute Die erste gute Torchance des Spiels hat der VfB – dank der Hilfe von Aues Schlussmann Martin Männel. Der Gästekeeper spielt ohne Druck einen Ball direkt in die Beine von Nicolas Gonzalez. Der VfB Profi legt sofort für Gonzalo Castro auf, der freie Schussbahn hat und aus 20 Metern abzieht. Der Ball fliegt jedoch knapp am Tor vorbei.
28. Minute Gegen die tief stehenden Gäste kommt der VfB nur selten durch. Dann ist es aber ein starker Flachpass von Daniel Didavi aus dem Mittelfeld heraus in die Gasse und genau in den Laufweg von Pascal Stenzel, der die bislang größte Chance des Spiels bringt: Pascal Stenzel sprintet auf der linken Seite mit dem Ball in den Strafraum und schließt in acht, neun Metern Torentfernung aus spitzem Winkel ab. Er kann den Ball aber nicht an Aues Keeper Martin Männel vorbeibringen, sondern trifft ihn genau auf der Brust.
34. Minute Die Führung für den VfB! Gonzalo Castro flankt einen Eckball hoch in den Strafraum Richtung Elfmeterpunkt, wo Nathaniel Phillips zum Kopfball kommt und ihn zu Daniel Didavi an den Fünfmeterraum köpft. Der heutige VfB Kapitän schießt den Ball direkt und unhaltbar ins Tor.
41. Minute Erst vor wenigen Sekunden ist Philipp Förster für den angeschlagenen Nicolas Gonzalez ins Spiel gekommen, da hat er bereits die erste Chance. Nachdem er den Ball bekommen hat, dringt er in den Strafraum ein und zieht ab. Der Schuss geht allerdings knapp am Tor vorbei.
42. Minute Der VfB erhöht nach einem schönen Spielzug auf 2:0! Pascal Stenzel beweist im Mittelfeld Übersicht und bedient mit einem genauen Zuspiel Philipp Förster auf der linken Außenbahn. Philipp Förster flankt den Ball in den Strafraum punktgenau zu Daniel Didavi, der aus sechs Metern volley abzieht und den Ball im Tor unterbringt. Es ist Daniel Didavis fünftes Saisontor. Alle Treffer gelangen ihm in der Mercedes-Benz Arena.
45. Minute Kurz vor dem Pausenpfiff hat der VfB eine weitere gute Möglichkeit: Der Freistoß von Daniel Didavi aus 20 Metern fliegt allerdings knapp am Tor vorbei.
69. Minute Der VfB hat die Partie voll und ganz im Griff und lässt die Gäste nicht in die Nähe des eigenen Strafraums kommen. Vorne hat Daniel Didavi bei einer Standardsituation die erste Torchance der zweiten Hälfte. Seinen Freistoß aus 25 Metern kann Gästekeeper Martin Männel aber parieren.
77. Minute Die erste wirklich gefährliche Torchance der Gäste in diesem Spiel ist gleich eine doppelte Chance: Aues Florian Krüger setzt sich auf der rechten Seite durch, dringt in den VfB Strafraum ein und zieht dann aus acht Metern spitzem Winkel ab. VfB Keeper Gregor Kobel kann den Ball zwar abwehren, der Ball landet jedoch bei Pascal Testroet, der aus knapp zehn Metern zum Abschluss kommt. Dessen Schuss kann Pascal Stenzel allerdings übers Tor lenken.
88. Minute Die nächste gute Chance des Spiels hat wieder der VfB: Silas Wamangituka flankt den Ball in den Strafraum zu Mario Gomez. Der VfB Stürmer nimmt ihn an, lässt mit einer schnellen Drehung einen Verteidiger der Gäste ins Leere laufen und zieht dann ab. Aues Torhüter Martin Männel kann den Schuss jedoch zur Ecke parieren.
90. Minute Mit einem lehrbuchmäßigen Spielzug erzielt der VfB das 3:0! Philipp Förster spielt einen Pass genau in den Lauf von Hamadi Al Ghaddioui, der selbst abschließen könnte, aber im Strafraum viel Übersicht beweist und den Ball zum mitgelaufenen und freistehenden Mario Gomez passt. Der VfB Stürmer schießt den Ball souverän ins Tor.

Fazit:

Der VfB holt sich durch den 3:0-Erfolg gegen den FC Erzgebirge Aue den fünften Heimsieg in Serie – und der ist hochverdient. Zwar tat sich das Team von Cheftrainer Pellegrino Matarazzo gegen die tief stehenden Gäste in den ersten 25 Minuten schwer, danach hatte der VfB das Spiel aber voll und ganz im Griff. Durch teils schöne Spielzüge spielte sich die Mannschaft mit dem Brustring immer wieder gute Chancen und durch die beiden Treffer von Daniel Didavi bis zur Pause auch eine 2:0-Führung heraus. Im zweiten Durchgang brachte der VfB, der im gesamten Spiel im Grunde nur eine wirklich gefährliche Torchance der Gäste in der 77. Minute zuließ, den Sieg souverän nach Hause.

red

 

 

Stuttgart fliegt im Achtelfinale aus dem DFB-Pokal

Aus für den VfB Stuttgart im Achtelfinale des DFB-Pokals:

Im Achtelfinal-Spiel des DFB-Pokals musste heute Abend das Team von Cheftrainer Pellegrino Matarazzo bei der Werkself in Leverkusen antreten. Der Verein mit dem roten Brustring stand lange Zeit hinten sehr kompakt und setzte in den ersten 45 Minuten immer wieder gefährliche Konter an. Letztendlich ging es dann torlos in die Halbzeit. In der zweiten Hälfte des Spiels wurden die Cannstatter erst durch ein Eigentor von Bredlow (72.min) und elf Minuten Später durch Alario kalt erwischt. Der Anschlusstreffer durch Wamangituka (85.min) kam zwar postwendend, doch konnte der VfB die hochkarätigen Chancen zum Ausgleich – Großchance Klimowicz in der Nachspielzeit – nicht nutzen. Trainer Matarazzo kassierte gleichzeitig seine erste Niederlage als Cheftrainer der Roten.

Ausgangslage

Der VfB ist nach der Winterpause mit vier Zählern aus zwei Spielen in die 2. Bundesliga gestartet. Einem 3:0-Heimerfolg gegen den 1. FC Heidenheim folgte am vergangenen Samstag ein 1:1 beim FC St. Pauli. Die Wasenelf belegt nach 20 Spieltagen der zweiten Liga Platz drei. Im Pokal hatte sich das Team mit dem roten Brustring bisher beim F.C. Hansa Rostock (1:0) und beim Hamburger SV (2:1 n.V.) durchgesetzt.

Die Gastgeber aus Leverkusen mussten indes am vergangenen Wochenende ihre erste Niederlage des Kalenderjahres hinnehmen. Bei der TSG Hoffenheim unterlag die Mannschaft von Trainer Peter Bosz mit 1:2. Zuvor hatte Bayer den SC Paderborn 07 (4:1) und Fortuna Düsseldorf (3:0) jeweils deutlich geschlagen. Nach 20 Spieltagen rangieren die Leverkusener auf Platz fünf der Bundesligatabelle. Im Pokalwettbewerb waren die Rheinländer beim Regionalligisten Alemannia Aachen (4:1) sowie gegen den Ligakonkurrenten SC Paderborn 07 (1:0) erfolgreich.

Personal

Gleich sechs Wechsel in der Startformation gab es beim VfB im Vergleich zum jüngsten Ligaspiel auf St. Pauli: Fabian Bredlow, Gonzalo Castro, Daniel Didavi, Silas Wamangituka, Pascal Stenzel und Nicolas Gonzalez spielten für Gregor Kobel, Borna Sosa, Philipp Klement (alle drei nicht im Kader), den verletzten Marc Oliver Kempf (Kieferbruch), Atakan Karazor und Mario Gomez (beide Bank). Erstmals im VfB Aufgebot stand derweil Clinton Mola, der Ende Januar vom FC Chelsea an en Neckar gewechselt war.

Vier Änderungen nahm derweil Peter Bosz auf Seiten der Gastgeber vor. Mitchell Weiser, Lucas Alario, Aleksandar Dragovic und Exequiel Palacios liefen für Jonathan Tah, Lars Bender, Kevin Volland (alle Bank) und Julian Baumgartlinger (nicht im Kader) auf.

Spielverlauf
1. Minute Der VfB startet gleich mit einem schönen Spielzug in die Partie. Wataru Endo leitet den Angriff ein, über Daniel Didavi und Nicolas Gonzalez landet der Ball im Lauf von Philipp Förster, der aus etwa 16 Metern abzieht. Der Ball fliegt aber deutlich über das Tor.
18. Minute Erstmals wird es brenzlig vor dem VfB Tor: Die Gastgeber kontern über die linke Seite, Moussa Diaby passt auf Kai Havertz im Torzentrum, Fabian Bredlow wehrt den Schuss mit dem Fuß ab. Bayer setzt noch zwei Mal in Person von Karim Bellarabi und Kerem Demirbay nach – beide verfehlen ihr Ziel aber.
26. Minute Jetzt kontert der VfB: Nicolas Gonzalez bringt mit viel Einsatz Silas Wamangituka ins Spiel. Der Kongolese läuft aufs gegnerische Tor zu, zieht aus 15 Metern ab und scheitert an der Latte.
43. Minute Leverkusens Kai Havertz schiebt den Ball über die Linie des VfB Tors. Die Gastgeber jubeln zunächst über das vermeintliche 1:0. Der Treffer wird per Videobeweis überprüft und wegen der Abseitsstellung von Kai Havertz bei der Kopfballvorlage von Lucas Alario nicht anerkannt. Somit bleibt es beim 0:0.
45. Minute Mit dem 0:0-Zwischenstand geht es schließlich auch in die Pause. Die Gastgeber haben zwar mehr Ballbesitz, doch die Jungs aus Cannstatt stemmen sich gegen den favorisierten Bundesligisten und kommen auch zu guten Gelegenheiten.
47. Minute Ähnlich wie in die erste Hälfte startet die Mannschaft von Cheftrainer Pellegrino Matarazzo auch in den zweiten Durchgang gut. Nicolas Gonzalez zieht aus halblinker Position ab, scheitert aber an Bayer-Torhüter Lukas Hradecky.
58. Minute Ein Debüt auf Seiten des VfB: Neuzugang Clinton Mola trägt erstmals in einem Pflichtspiel das Trikot mit dem roten Brustring. Der Engländer kommt für Roberto Massimo in die Partie.
64. Minute Zum dritten Mal zu diesem Zeitpunkt verhallt ein Leverkusener Torjubel schnell. Kai Havertz trifft wie in der ersten Hälfte, steht aber erneut im Abseits.
71. Minute Ein Eckball bringt die Führung für die Gastgeber: Nach einem Luftduell von Lucas Alario und Fabian Bredlow springt der Ball von der Faust des Torhüters ins VfB Tor.
79. Minute Aus Jung und Wild wird furchtlos und treu: Der 17-jährige Lilian Egloff, der seit 2012 beim VfB ausgebildet wird, kommt ins Spiel und gibt sein Profi-Debüt.
83. Minute Leverkusen legt nach und erzielt das 2:0 durch Lucas Alario, der den Ball mit dem Knie über die Linie bugsiert.
85. Minute Der VfB kommt aber noch einmal zurück. Nach einer Flanke von Nicolas Gonzalez verkürzt Silas Wamangituka auf 1:2.
90. Minute Die große Chance zum Ausgleich für den VfB: Lilian Egloff flankt von der rechten Seite auf Nicoals Gonzalez. Der Argentinier legt per Kopf auf seinen Landsmann Mateo Klimowicz ab, der allerdings über das Tor schießt. Kurz darauf beendet Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus die Partie und damit ist das Ausscheiden des VfB aus dem DFB-Pokal besiegelt.

Fazit

Der VfB ist trotz eines couragiert, engagierten Auftritts bei Bayer 04 Leverkusen aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Die Mannschaft mit dem roten Brustring verteidigte über weite Strecken gut und setzte in der Offensive den einen oder anderen Akzent. Selbst nach dem zwischenzeitlichen 0:2 kämpfte sich die junge VfB Mannschaft (Altersschnitt 22,1 nach dem dritten Wechsel in der 79. Minute) noch einmal zurück und hatte in der Nachspielzeit noch die Chance zum Ausgleich.

VfB reagiert auf äußerst geschmacklose Plakat-Aktion

Mit einem absolut unter der Gürtellinie gezeigten Plakat sorgten die Fans des VfB Stuttgart beim vergangenen Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli für große Empörung. „Geizige Schwaben ficken eure Mütter zu fairen Preisen!“ war auf dem Plakat zu lesen, das Teile der Stuttgarter-Fanschaft im Laufe der zweiten Halbzeit im Gästeblock hochhielten.

Das geschmacklose Transparent war anscheinend eine Reaktion auf das Hinspiel am 17. August in Stuttgart  – dort hatten die Pauli-Anhänger den VfB bereits provoziert.

Im Hinspiel in Stuttgart provozierten Pauli-Fans mit dem gezeigten Plakat die Stuttgarter Anhängerschaft. Bild: Ludwigsburg24 / Robin Rudel
Im Hinspiel in Stuttgart provozierten Pauli-Fans mit dem gezeigten Plakat die Stuttgarter Anhängerschaft. Bild: Ludwigsburg24 / Robin Rudel

Der Verein mit dem roten Brustring hat nun in einer Mitteilung Stellung zu den Vorkommnissen genommen:

Nachfolgend die Stellungnahme im Wortlauf:

Beim Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli wurde in der zweiten Halbzeit, wie schon zuvor beim Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim, ein Transparent mit sexistischem und beleidigendem Inhalt gezeigt, von dem sich der VfB Stuttgart in aller Deutlichkeit distanziert. Derartige Aktionen sind absolut indiskutabel und mit den Werten des VfB Stuttgart nicht vereinbar. Dagegen verwehrt sich der VfB ausdrücklich – ganz egal, ob es als Antwort auf ein gezeigtes Plakat der Pauli-Fans gedacht war oder aus sonst einem anderen Beweggrund gezeigt wurde.

Der VfB Stuttgart steht für Vielfalt und Toleranz und gegen Sexismus und Diskriminierung. Im Namen aller VfBler entschuldigen wir uns nochmals sowohl beim 1. FC Heidenheim sowie beim FC St. Pauli. Der VfB wird beide Vorfälle nicht auf sich beruhen lassen. Nur so können wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung im Sinne des Fußballs gerecht werden und dafür sorgen, dass sich Derartiges nicht in unserer Fankurve verfestigt. Wir setzen hierbei auch auf die Unterstützung unserer aktiven Fans. 

Präsidium VfB Stuttgart 1893 e.V. und Vorstand VfB Stuttgart 1893 AGB

EHC Freiburg entführt Sieg aus Bietigheim

Die Bietigheim Steelers mussten beim Sonntagsspiel in der EgeTrans Arena eine bittere 0:1 Niederlage gegen die Freiburger Wölfe hinnehmen.

Aus Steelers-Sicht war zunächst erfreulich, dass Geburtstagskind Eric Stephan wieder mit von der Partie war. Dennis Swinnen und Lukas Laub mussten passen. Stephon Williams kehrte zwischen die Pfosten zurück, so dass Chris Owens als überzähliger Kontingentspieler auf die Tribüne musste. Die 2.834 Zuschauer bekamen ein spannendes Spiel zu sehen, bei dem die Steelers leider als Verlierer das Eis verließen.

Bevor das Spiel losging übergaben die Ehefrauen und Freundinnen der Spieler der „Lebenshilfe Ludwigsburg“ einen Scheck in Höhe von 2.000 Euro zugunsten des Projekts „AltStadtNachbarn“, welches die Frauen sammelten – eine tolle Aktion.

Das Spiel begann mit Tempo von beiden Seiten und sehr ausgeglichen. Die erste dicke Chance hatte Guillaume Leclerc in der vierten Minute, doch er scheiterte an Ben Meisner im Tor der Wölfe. Keine zwei Minuten später klingelte es jedoch auf der anderen Seite. Jake Ustorf spielte von hinter dem Tor einen tollen Pass auf Tobias Kunz, der die Scheibe unter die Latte zimmerte – 0:1. Als die Hauptschiedsrichter Nicole Hertrich und Tony Engelmann Simon Danner auf die Strafbank schickten sorgten die Steelers für viel Druck in Überzahl, doch Ben Meisner ließ sich nicht überwinden. Auch in den Folgeminuten war der Schlussmann der Breisgauer im Fokus und bewies gegen Brett Breitkreuz und erneut Guillaume Leclerc seine Klasse. Die Schwaben investierten viel in die Offensive, ohne zählbaren Erfolg. Kurz vor Schluss mussten binnen 51 Sekunden Fabian Ribnitzky und Max Prommersberger auf die Strafbank. Da Scott allen 13 Sekunden ein Stockfoul beging, ging es mit einer Vier gegen Drei Überzahl für die Freiburger in die erste Pause.

16 Sekunden Überzahl für die Gäste standen zu Beginn des Mittelabschnitts noch auf der Uhr, ehe Fabian Ribnitzky wieder mitwirken konnte. Als Scott Allen gerade von der Strafbank kam, machte er sich auf den Weg in Richtung Stephon Williams. Dabei wurde er von Eric Stephan unfair gestoppt und sein Team musste erneut in Unterzahl ran. Hier verteidigte man stark und überstand die Unterzahl schadlos. In der 27. Minute verpasste Freddy Cabana, nach toller Vorarbeit von Alex Preibisch, zweimal den Ausgleich. Wenig später klatschte ein Schuss von Brett Breitkreuz an die Latte. Ebenfalls gegen das Quergestänge schoss Norman Hauner in Überzahl – die Schwaben drängten auf den Ausgleich. In der 35. Minute hielt Stephon Williams einen Schuss von Luke Pither bärenstark. Kurz darauf ging hinter dem Tor Scott Allen Stephon Williams an, was ungeahndet blieb. Fabian Ribnitzky „rächte“ seinen Torwart und bekam dafür zwei Minuten. Scott Allen bekam wegen eines Checks gegen den Kopf des Verteidigers 2+10 Strafminuten. Die Schwaben machten weiter viel Druck, konnten sich für den betriebenen Aufwand aber weiter nicht belohnen. Es blieb bei dem knappen Rückstand nach 40 Minuten.

Auch den Start in den Schlussabschnitt gestalteten die Steelers offensiv und bekamen in der 45. Minute ein Powerplay zugesprochen. Auch hier war einmal die Chance auf den Ausgleich da, doch fallen wollte er nicht. Ben Meisner zeigte mehrfach, warum er derzeit der statistisch beste Goalie der Liga ist. Egal was auf sein Tor kam – er hielt. 1:20 Minuten nahm Marc St-Jean seinen Torwart vom Eis und schmiss nochmals alles nach vorne, doch es hatte heute nicht sein sollen. Die Steelers verlieren nach einem tollem Spiel knapp mit 0:1.

Galerie

Zuschauer peitschen MHP-Riesen zum nächsten Heimsieg

Auch im neunten Heimspiel blieben die Ludwigsburger Basketballer ohne Niederlage: Das Team von Cheftrainer John Patrick bezwang gestern Abend den Tabellensiebten RASTA Vechta dank zweier starker Vierteln mit 85:78 und bleibt somit auf Platz zwei in der Tabelle. Zudem gewannen die Schwaben, in der erneut ausverkauften MHPArena, auch den direkten Vergleich gegen die Mannen aus Niedersachsen.

Im Anschluss an das Gedenken an den am vergangenen Sonntag tragisch verunglückten Kobe Bryant, dessen Tochter Gianna und die sieben ebenfalls verstorbenen Menschen taten sich die MHP RIESEN Ludwigsburg schwer, um ins Spiel zu kommen. Erst nach Distanztreffern von Nick Weiler-Babb und Khadeen Carrington fanden die Hausherren zunehmend ihren Rhythmus (8:7, 3. Spielminute). Wobei „Rhythmus“ in diesem Fall Treffsicherheit von jenseits der 6,75-Meter-Linie meint: Beide Mannschaften erzielten zusammengenommen sieben der ersten zehn Korberfolge aus der Ferndistanz. Ab der fünften Spielminute sollte dann die schwäbische Verteidigungsleistung den Unterscheid machen: Die Hausherren zogen bis auf neun Zähler davon und konsolidierten ihre Führung (23:14, 10.).

Erst nach der Viertelpause sollte dieser kleine, schwäbische Erfolgslauf sein Ende finden. Die Vechtaer Korbjäger spielten ihre Angriffe konsequenter zu Ende und verkürzten das Defizit, sodass sich John Patrick zur Auszeit gezwungen sah (26:19, 13.). Sie sollte fruchten: Jaleen Smith und Weiler-Babb netzten erneut von Downtown ein und sorgten für einen kleinen 6:0-Lauf. Auch nach der auf dem Fuß folgenden Ansprache von Pedro Calles bleiben die MHP RIESEN am Drücker: Sie zogen weiter davon, ließen ihr Herz auf dem Parkett und rissen die Fans mehrfach mit spektakulären Defensivspielzügen und einer exzellenten Offensivleistung von den Sitzen. (47:28, 20.).

Vechta macht Druck, Ludwigsburg hält stand

Im Stehen sollte auch der Beginn der zweiten Halbzeit erfolgen: Die Ludwigsburger kamen mit viel Feuer zurück aufs Parkett und fanden auch nach dem Gang in die Kabinen schnell ihre Spielfreude wieder. Erst ab der 25. Spielminute fanden die niedersächsischen Gäste, die unter der Woche noch in der Basketball Champions League gegen Athen im Einsatz waren, wieder Zugriff und verkürzten den zwischenzeitlich bis auf 26 Punkte (54:28) angewachsenen Rückstand erfolgreich. Die Vechater zeigten ein Musterbeispiel ihrer Qualitäten und verdeutlichten, dass die Partie noch nicht entschieden war (63:49, 30.).

Entsprechend gingen Calles Schützlinge dann auch im Schlussabschnitt zu Werke: Mit offenem Visier und großem Fokus agierten sie vorerst auf Augenhöhe, kauften den Ludwigsburgern dann sogar den Schneid ab und gestalteten das Geschehen eng. Doch obwohl RASTAs Dreier nun besser fielen und Josh Young und Steve Vasturia viel Verantwortung erfolgreich auf sich nahmen, blieb es beim – nun etwas geringer ausfallenden – Vorsprung. Die MHP RIESEN blieben auch in der Crunchtime standhaft und konnten sich, nach einer spannenden Schlussphase über den 85:78-Heimerfolg und das vorläufige Verteidigen des zweiten Tabellenplatzes freuen. Weiter geht’s für die Schwaben nun erst einmal auf fremdem Parkett: Ludwigsburg tritt, noch vor der Länderspielpause, noch in Hamburg (08. Februar) und Bonn (12. Februar) an. Im Anschluss daran folgen Duelle in Frankfurt (01. März) und Ulm (08. März), ehe am 15. März dann die HAKRO Merlins Crailsheim zum Derby in der MHPArena gastieren.

Statements und Stats

Pedro Calles | Headcoach Vechta: „Glückwunsch an Ludwigsburg zum verdienten Sieg. Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel werden würde. Ludwigsburg spielt, speziell zu Hause, einen exzellenten Basketball. Niemand hat sie bisher hier geschlagen. Zudem hatten wir drei personelle Engpässe: Robin Christen, Max DiLeo und Jordan David haben gefehlt. Wenn wir dann nicht, wie in den ersten zwanzig Minuten, mit dem nötigen Fokus spielen, wird der Job umso schwerer. In der zweiten Hälfte haben wir unsere beiden Probleme – die Turnover-Anzahl und den Offensiv-Rebound von Ludwigsburg – besser im Griff gehabt. Hierdurch sind wir langsam aber sicher herangekommen. Allerdings hat Ludwigsburg zwölf mehr Würfe genommen und wir hatten gleichzeitig eine schlechte Freiwurfquote. Dennoch: Ich bin unter diesen Bedingungen und nach den ersten zwanzig Minuten zufrieden mit meinem Team. Sie haben sich nicht aufgeben und immer gekämpft. Das ist wichtig in unserem Programm.“

John Patrick | Headcoach Ludwigsburg: „Danke für die Glückwünsche! Es war eine super erste Halbzeit gegen ein wie immer energisch spielendes Team von RASTA Vechta. Wir haben unseren Gameplan in der ersten Halbzeit gut umgesetzt: Vasturia und Young hatten nicht so viele offene Dreier. In der zweiten Halbzeit müssen wir natürlich Respekt an Vechta zollen. Sie kommen immer zurück. Dies erinnert mich ein bisschen an das Spiel der vergangenen Saison, das heute war fast ein Spiegelbild. Zuerst führten wir mit 20 Punkten, am Ende wurde es noch einmal eng. Ohne Tanner Leissner und mit einem angeschlagenen Konsti Konga haben wir einen guten Job gemacht. Auch Cameron Jackson hat eine sehr solide Leistung gebracht. Er hat hart gearbeitet und nun seine zweite Chance genutzt, um im Spiel zu zeigen, was er hat und kann. Es freut mich auch für Jaleen, der eine super Defensive gespielt hat. Aber am Ende können wir auch sagen, dass wir die Coolness behalten haben und uns auch von Vechtas Treffern nicht haben irritieren lassen. Wie Pedro schon gesagt hat: Die Turnover und die Extra-Possessions nach dem Rebound waren entscheidend.“

Für Ludwigsburg spielten: Nick Weiler-Babb 19 Punkte, Khadeen Carrington 17/5 Rebounds/5 Assists, Cameron Jackson 17/6 Rebounds, Jaleen Smith 11, Thomas Wimbush 9/7, Marcos Knight 9/5, Jonas Wohlfarth-Bottermann 3, Konstantin Konga und Hans Brase.

Für Vechta spielten: Josh Young 15 Punkte, Steve Vasturia 13, Philipp Herkenhoff 11, Ishmail Wainright 10, Trevis Simpson 9, Kamari Murphy 9, Michael Kessens 6 und Justin Raffington.

VfB holt einen Punkt gegen St. Pauli

Im zweiten Spiel unter dem neuen Cheftrainer Trainer Matarazzo gab es nicht den erhofften zweiten Sieg. Die Stuttgarter mussten bereits in der siebten Minute der ersten Halbzeit ihren Kapitän Kempf aufgrund eines Zusammenpralls auswechseln und wurden so erst einmal geschwächt. Der Verein mit dem roten Brustring hatte zwar von Anfang an mehr Ballbesitz, doch bis vor das Hamburger Tor kamen die Cannstatter selten. In der zweiten Halbzeit geriet der VfB in Rückstand. Die Hereingabe von Miyaichi schloss Veerman in der 56. Minute zur 1:0-Führung für die Kiezkicker ab.
                                            
Nach der 1:0 Führung setzten die Gastgeber weiter Nadelstiche, vor allem der schnelle Miyaichi sorgte für Gefahr. Stuttgart suchte immer wieder seinen Stürmer Mario Gomez, fand aber selten ein Mittel. Erst in der Schlussphase erlöste der Ex-Nationalstürmer den VfB. Gomez wurde nach einem mustergültigen Konter in der 82. Spielminute mit dem Ausgleichstreffer belohnt.

Ausgangslage:

Ob Bundesliga, 2. Liga oder DFB-Pokal: Der VfB hatte die vergangenen neun Spiele gegen den FC St. Pauli allesamt gewonnen, zuletzt am dritten Spieltag dieser Saison dank der Treffer von Marc Oliver Kempf und Nicolas Gonzalez mit 2:1. Diese Serie hätten die Jungs aus Cannstatt im Millerntor-Stadion am liebsten fortgesetzt – zumal es um wertvolle Punkte im Aufstiegsrennen ging. Immerhin lag der VfB vor Spielbeginn in der Tabelle auf Rang drei, punktgleich mit dem zweitplatzierten Hamburger SV und vier Zähler hinter Tabellenführer Arminia Bielefeld, der bereits am Freitagabend 0:0 gegen Aue gespielt hatte. Ebenfalls am Freitagabend hatte die SpVgg Greuther Fürth Jahn Regensburg 2:0 bezwungen, war dadurch auf Platz vier vorgerutscht und bis auf drei Zähler an den VfB herangekommen.

Die Gastgeber, die ihre letzten beiden Heimspiele kurz vor der Winterpause gegen den SV Wehen Wiesbaden (3:1) und Arminia Bielefeld (3:0) gewonnen hatten, wollten dagegen den Abstand zu den Abstiegsplätzen vergrößern. Denn vor dem 20. Spieltag lagen sie nur einen Punkt vor dem Relegationsplatz.

Personal:

VfB Cheftrainer Pellegrino Matarazzo änderte seine Startelf im Vergleich zu der drei Tage zuvor beim 3:0-Heimsieg gegen Heidenheim auf vier Positionen. So spielten diesmal Mario Gomez, Borna Sosa, Philipp Klement und Roberto Massimo von Beginn an. Sie rückten für Hamadi Al Ghaddioui, Daniel Didavi, Nicolas Gonzalez und Pascal Stenzel, die allesamt zunächst auf der Bank Platz nahmen, in die Anfangsformation.

St. Paulis Trainer Jos Luhukay stellte seine Startelf im Vergleich zu der bei der 0:3-Niederlage unter der Woche bei der SpVgg Greuther Fürth nominell auf drei Positionen um: So begann er diesmal mit Johannes Flum, Rico Benatelli und Matthew Penney anstelle von Finn Ole Becker und Christopher Buchtmann, die auf der Ersatzbank saßen, sowie des an der Hüfte verletzten Luca-Milan Zander.

Spielverlauf
7. Minute Der VfB muss gleich in der Anfangsphase das erste Mal wechseln. Die Szene, die dem Wechsel vorausging: Marc Oliver Kempf und St. Paulis Ryo Miyaichi wollen sich beide einen aufspringenden Ball erkämpfen, wobei der VfB Kapitän von St. Paulis Offensivspieler mit voller Wucht mit der Schulter am Kopf getroffen wird und zu Boden geht. Marc Oliver Kempf muss mit Verdacht auf Kieferbruch vom Feld. Für ihn kommt Pascal Stenzel ins Spiel, Mario Gomez übernimmt die Kapitänsbinde.
34. Minute Der VfB steht trotz des frühen Wechsels in der Abwehrkette in der Defensive sicher und lässt nichts zu. Allerdings kommen die Jungs aus Cannstatt trotz mehr Ballbesitz und teils ganz guten Kombinationen im Mittelfeld selbst auch nicht bis vors Tor der Gastgeber durch. Und so dauert es bis zur 34. Minute, bis es die erste gute Torchance des Spiels gibt – und die hat der FC St. Pauli: Nach einem langen Pass in die Spitze, den Henk Veerman per Kopf in den Lauf von Ryo Miyaichi weiterleitet, steht dieser alleine vor Gregor Kobel. Der VfB Keeper kann den Abschluss von Ryo Miyaichi aber problemlos entschärfen.
45.+1. Minute Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff noch die Großchance für den VfB: Borna Sosa flankt den Ball von der linken Seite hoch in den Strafraum, wo Philipp Klement in sechs Metern Torentfernung zum Kopfball kommt. Diesen Kopfball kann St. Paulis Keeper Robin Himmelmann gerade noch an die Latte lenken. Der Ball prallt in Richtung von Mario Gomez ab, der allerdings nicht kontrolliert aufs Tor schießen kann und knapp vorbeischießt.
56. Minute Die Führung für die Gäste: Der VfB verliert am eigenen Strafraum den Ball. St. Paulis Johannes Flum passt ihn zu Ryo Miyaichi, der mit Tempo in den Strafraum eindringt und ihn zu dem elf Meter vor dem VfB Tor stehenden Henk Veerman spielt. Dieser nimmt den Ball kurz an, zieht dann aus der Drehung sofort ab und trifft zum 1:0 ins Tor.
67. Minute Der VfB musste sich nach dem Rückstand kurz schütteln. Nun ist das Team mit dem Brustring aber wieder mehr in Ballbesitz und die im Mittelfeld überlegene Mannschaft, es kommt gegen die tiefstehenden Gastgeber jedoch selten bis ganz vorne durch. Dann bedient Wataru Endo Mario Gomez im Strafraum. Der VfB Profi behauptete gegen mehrere Gegenspieler den Ball. Seinen Schuss kann jedoch ein Abwehrspieler der Gastgeber im letzten Moment noch abblocken.
73. Minute Der VfB kommt gegen das Abwehrbollwerk der Gastgeber kaum bis in den Strafraum durch und muss dann einen gefährlichen Konter des FC St. Pauli hinnehmen. An dessen Ende schießt Ryo Miyaichi flach ins lange Eck, Gregor Kobel taucht jedoch ab und kann den Ball noch mit einer Hand parieren.
81. Minute Das ist 1:1! Orel Mangala erkämpft sich in der eigenen Hälfte den Ball und bedient dann mit einem langen Ball den in der 61. Minute eingewechselten Silas Wamangituka auf der linken Außenbahn. Der schnelle VfB Profi sprintet mit dem Ball Richtung Grundlinie und legt ihn dann quer in den Strafraum zum mitgelaufenen und freistehenden Mario Gomez. Der VfB Stürmer schießt den Ball aus 13 Metern souverän ins Tor.
90.+1. Minute Am Ende ist es ein offener Schlagabtausch. Und der VfB hat bei einem Konter, der wieder über Silas Wamangituka läuft, die letzte Chance des Spiels. Der VfB Profi spielt den Ball in die Mitte zu Mario Gomez, der ihn weiterleitet zu Nicolas Gonzalez. Dessen Schuss kann St. Paulis Schlussmann Robin Himmelmann allerdings parieren.

Fazit:

Im ersten Auswärtsspiel des Jahres kommt das Team von Pellegrino Matarazzo zu einem 1:1. Ein Ergebnis, das angesichts der Chancenverteilung durchaus in Ordnung geht. Der VfB stand in der Defensive insgesamt zwar gut und verkraftete dabei auch das frühe Aus von Verteidiger Marc Oliver Kempf (Verdacht auf Kieferbruch), auf der anderen Seite des Spielfelds kam das Team mit dem Brustring gegen die oft tiefstehenden Gastgeber aber nur zu wenigen Abschlüssen in aussichtsreicher Position. Eine dieser Chancen nutzte Mario Gomez in der 81. Minute souverän zum verdienten Ausgleich.

Seite 10 von 34
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34