VfB dreht Spiel: Sieg gegen Nürnberg

Im Montagsspiel der 2. Bundesliga traf der VfB Stuttgart auf den 1.FC Nürnberg. Die Mannschaft von Trainer Tim Walter drehte das Spiel in der zweiten Halbzeit und liegt nun Punktgleich mit dem HSV auf Platz 3Vor 48.971 Zuschauern feierten die Cannstatter in der Mercedes-Benz Arena ihren siebten Sieg im neunten Heimspiel. Gegen den 1. FC Nürnberg mit Cheftrainer Jens Keller gerieten die Roten früh in Rückstand, erzielten anschließend zwei Mal den vermeintlichen Ausgleich – doch beiden Treffern wurde die Anerkennung verwehrt. Die Spieler mit dem roten Brustring ließen sich davon allerdings nicht zurückwerfen und drehten die Partie im zweiten Durchgang zu einem verdienten 3:1- Sieg.

Ausgangslage

Der VfB wollte auch das letzte Heimspiel des Jahres erfolgreich gestalten. In zuvor acht Partien in der Mercedes-Benz Arena in dieser Saison war dies dem Team von Cheftrainer Tim Walter bereits sechs Mal gelungen. Lediglich gegen den SV Wehen Wiesbaden und Holstein Kiel ging die Mannschaft mit dem roten Brustring leer aus. Zuletzt siegten die Jungs aus Cannstatt gegen die SG Dynamo Dresden (3:1) und den Karlsruher SC (3:0). Mit weiteren drei Zählern würde der VfB nach Punkten mit dem Zweitplatzierten Hamburger SV gleichziehen und auf Rang drei zurückkehren.

Der 1. FC Nürnberg reiste indes nach sieben sieglosen Ligaspielen (drei Unentschieden und vier Niederlagen) nach Stuttgart. Seit 13. November ist darüber hinaus der ehemalige VfB Spieler und Trainer Jens Keller verantwortlicher Chefcoach bei den Nürnbergern. Er löste Damir Canadi ab. Unter Jens Kellers Regie sammelten die Franken in bisher zwei Spielen einen Punkt. Vor der Partie am Montagabend rangierte der 1. FC Nürnberg auf Rang 16 und hatte sich seinerseits zum Ziel gesetzt, den Relegationsplatz zu verlassen und den Anschluss ans Tabellenmittelfeld wieder herzustellen.

Personal

Für Gregor Kobel (Bank) stand am Montagabend Fabian Bredlow im VfB Tor. Darüber hinaus gab Daniel Didavi nach einem Muskelbündelriss sein Comeback und führte das Team als Kapitän aufs Feld. Mit Borna Sosa gab es indes einen dritten Wechsel in der Anfangsformation. Orel Mangala und Nicolas Gonzalez nahmen indes zunächst auf der Bank Platz.

Auf Seiten der Nürnberger hatte nicht nur der Trainer Jens Keller eine VfB Vergangenheit vorzuweisen, sondern auch Felix Lohkemper, der von 2012 bis 2015 für die U21 des VfB auflief. Jens Keller nahm ebenso wie sein Gegenüber Tim Walter drei Änderungen in der Startformation vor. Felix Lohkemper, Lukas Jäger und Fabian Schleusner liefen für Robin Hack (Erkältung), Nikola Dovedan und Sebastian Kerk (beide Bank) auf.

Spielverlauf
10. Minute Der VfB beginnt druckvoll und drängt die Gäste aus Nürnberg tief in die eigene Hälfte. In Führung gehen aber die Gäste. Den ersten Torschuss der Franken bringt Michael Frey im Nürnberger Tor unter.
28. Minute Der vermeintliche Ausgleich für den VfB – Wataru Endo bugsiert den Ball im Anschluss an eine Ecke über den Nürnberger Torhüter Felix Dornebusch. Doch der Schiedsrichter Robert Schröder bekommt einen Hinweis von den Videoschiedsrichtern, schaut sich die Szene noch einmal an und erkennt das Tor wegen eines Foulspiels vor dem Treffer nicht an.
34. Minute Wieder jubeln die Spieler mit dem Brustring und ihre Fans vergeblich. Der Treffer von Mario Gomez zählt wegen einer Abseitsstellung nicht.
39. Minute Die Jungs aus Cannstatt sind nah dran am Ausgleich, doch Philipp Förster schießt aus kurzer Distanz den gegnerischen Torhüter Felix Dornebusch an.
45. Minute Wegen des zweimaligen Einsatzes des Videoschiedsrichters gibt es im ersten Durchgang vier Minuten Nachspielzeit. Der VfB kann sich aber in der zusätzlichen Zeit keine weitere Torchance erspielen und geht mit einem Rückstand in die Pause.
46. Minute Zu Beginn des zweiten Durchgangs bringt Tim Walter Silas Wamangituka für Daniel Didavi ins Spiel.
58. Minute Gonzalo Castro verzieht aus der Distanz, doch im Anschluss an diesen Schuss kommen Diskussionen auf. Hat der Nürnberger Fabian Schleusener nach einer kurz zuvor ausgeführten VfB Ecke den Ball um eigenen Strafraum mit der Hand abgewehrt? Der Schiedsrichter Robert Schröder hatte die Szene weiterlaufen lassen, überprüft sie nun aber noch einmal nach Hinweis der Videoschiedsrichter. Nach Studium des Fernsehbildes entscheidet der Unparteiische auf Elfmeter. Silas Wamangituka trifft zum Strafstoß an und erzielt das 1:1.
59. Minute Und dann geht es plötzlich Schlag auf Schlag. Mario Gomez schiebt nur eine Minute später den Ball aus etwa 14 Metern Torentfernung zum 2:1 über die Linie.
67. Minute Die Nürnberger mit einem ihrer wenigen Angriffe – doch dieser ist gefährlich. Felix Lohkemper verfehlt sein Ziel nur knapp. Der Ball geht ans Außennetz.
72. Minute Der VfB legt einen dritten Treffer nach. Philipp Förster spielt Doppelpass mit Mario Gomez und trifft zum 3:1.
90. Minute Auch nach dem zweiten Durchgang gibt vier Minuten Nachspielzeit. Der VfB bringt dabei den Vorsprung ungefährdet über die Zeit.

Fazit

Der VfB gewinnt sein letztes Heimspiel verdient. Die Mannschaft mit dem roten Brustring lässt sich nach dem frühen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und auch nicht von den nicht gegebenen Toren in der ersten Hälfte, drängt zunächst unbeirrt auf den Ausgleich. Das zwischenzeitliche 1:1 wirkt wie eine Befreiung auf die Jungs aus Cannstatt, die zwei weitere schön herausgespielte Treffer folgen lassen.

VfB unter Druck: Letztes Heimspiel gegen Nürnberg

VfB Stuttgart vs. 1.FC Nürnberg (Anstoß 20:30 Uhr)

Am Abend trifft der VfB Stuttgart auf den 1.FC Nürnberg . Will der VfB bei seinem letzten Auftritt vor heimischen Publikum gegen das Team von Trainer Jens Keller gewinnen, so muss er sich im Vergleich zu letzten Spiel gegen Sandhausen, das 1:2 verloren wurde, gewaltig steigern. Cheftrainer Tim Walter kann dabei auf Spielmacher Daniel Didavi hoffen, der sich fit zurück gemeldet hat.

Wenn am Montagabend zum letzten Mal in diesem Jahr rund 50.000 Menschen in die Mercedes-Benz Arena strömen und das Flutlicht brennt, will das Team von Tim Walter an die überzeugenden Leistungen der letzten beiden Heimsiege gegen Dresden (3:1) und Karlsruhe (3:0) anknüpfen. Dass die Mannschaft mit dem Brustring dabei zum zweiten Mal in dieser Saison an einem Montagabend antritt (nach dem 2:1-Heimsieg gegen Bochum), kann durchaus als gutes Omen gelten. Denn der VfB musste sich bei seinen bisherigen neun Montagsspielen in der 2. Bundesliga erst einmal geschlagen geben, gewann zu Wochenbeginn siebenmal und teilte sich einmal die Punkte.

Um diese positive Heim- und Montagsbilanz fortzusetzen, fordert der VfB Cheftrainer von seinen Spielern allerdings Wachheit von der ersten Minute an: „Im Vergleich zum Saisonbeginn stehen wir zwar viel kompakter und defensiv stabiler. Es sind aber die kleinen Schwankungen und Unaufmerksamkeiten, die uns zuletzt aus dem Tritt bringen“, sagte Tim Walter am Freitag mit Blick auf die beiden Gegentore nach Standardsituationen in Sandhausen. Diese haben ihn und sein Team „natürlich geärgert und wir haben das knallhart angesprochen. Wir müssen auch beim Verteidigen aktiv sein, wach sein und in solchen Situationen alles reinhauen“, weiß der VfB Cheftrainer um die Stärken der Nürnberger bei ruhenden Bällen, die bereits neun Kopfball- und elf Standardtore erzielten und damit zur Ligaspitze zählen.

Daniel Didavi ist bereit

Der VfB Stuttgart spielt im letzten Heimspiel des Jahres am kommenden Montagabend (20:30 Uhr) gegen den 1. FC Nürnberg. Spielmacher Daniel Didavi könnte dabei sein Comeback geben und dabei auf einen seiner früheren Vereine treffen. Didavi spielte in der Saison 2011/2012 für den 1. FC Nürnberg und kam dort auf 23 Bundesligaeinsätze. Wie er sich fühlt und ob er gegen seinen Ex-Klub zum Einsatz kommt hat er in einem Interview mit seinem Verein verraten.

und das sagt Mittelfeldroutinier Daniel Didavi über…

… seine Verfassung nach seinem Muskelbündelriss in der Wade:

“Ich fühle mich sehr gut und bin komplett schmerzfrei. Von der Verletzung merke ich nichts mehr und habe mit der Wade keine Probleme mehr. Natürlich muss ich mich in Sachen Ausdauer noch steigern und brauche noch ein paar Trainingseinheiten, um wieder richtig reinzukommen. Aber es wird von Tag zu Tag besser. Ich bin immer ungeduldig und will wieder Fußball spielen, sobald ich das Gefühl habe, wieder spielen zu können. Aber wir haben uns bewusst die Zeit gelassen, die so eine Verletzung braucht.”

… sein mögliches Comeback am Montag:

“Ob es reicht, um am Montag mein Comeback geben zu können, ist schwer einzuschätzen. Das wird der Trainer entscheiden. Ich denke, dass ich der Mannschaft in gewissen Situationen helfen kann, auch wenn ich noch nicht wieder ganz bei 100 Prozent bin, was die Fitness betrifft. Ich kann der Mannschaft die nötige Lockerheit und Spielfreude zurückgeben, die uns zuletzt vielleicht gefehlt hat. Und sei es nur, dass ich dem einen oder anderen Mitspieler den Druck nehme, um freier aufspielen zu können. Wir haben sehr viele junge Spieler, sodass ich ein bisschen in die Rolle eines Führungsspielers reingewachsen bin. Ich glaube, das fordert der Trainer auch von mir ein. Bei aller Ernsthaftigkeit dürfen wir nicht verkrampfen, sondern müssen vor allem nach vorne locker und positiv bleiben. Wir müssen es als Mannschaft hinkriegen, dass jeder einzelne sein Potenzial voll abruft.”

… die sportliche Situation:

“Trotz des großen Umbruchs hatten wir einen überragenden Saisonstart in den ersten acht Spielen. Da haben wir zwar mehr Punkte geholt, aber auch nicht immer geglänzt. Gerade nach dem guten Saisonstart sind wir zuletzt hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben. Aber meiner Meinung nach ist eine spielerische Entwicklung zu erkennen. Am Anfang der Saison war vieles wackliger. Wir lassen weniger zu und auch die Ballbesitzphasen sind besser geworden. Wir spielen gut, aber im Moment einfach nicht so effektiv wie zu Beginn. Zuletzt hat ein bisschen die Torgefährlichkeit auch aus dem Mittelfeld heraus gefehlt, da müssen wir noch viel mehr versuchen. Die Ergebnisse sind ärgerlich, weil wir unnötig Punkte haben liegen lassen. Aber wir sind Dritter und längst nicht unaufholbar abgeschlagen. Die 2. Bundesliga ist nicht leicht, wir müssen wieder das Selbstverständnis zurückgewinnen. Der Zusammenhalt und die Stimmung innerhalb der Mannschaft sind überragend. Dazu hat auch der Trainer einen großen Teil beigetragen. Wir als Mannschaft sind jetzt in der Pflicht, wieder in die Spur zu kommen. Wir müssen schauen, dass wir unsere Spiele gewinnen und kontinuierlich unsere Punkte holen. Das geht nur mit Ergebnissen, mit Selbstvertrauen und mit harter Arbeit.”

… das Duell mit seinem früheren Verein und früheren Trainer:

“Es wird ein geiles Spiel vor geiler Kulisse, bei dem wir alles daransetzen, um es zu gewinnen. Zugegebenermaßen wird es für mich eher etwas Besonderes, wenn ich endlich wieder spielen kann, als deswegen, weil es gegen einen früheren Verein geht. Dafür ist meine Zeit in Nürnberg zu lange her, ich war nur ein Jahr dort und habe aktuell kaum noch Kontakte. Dennoch werde ich immer positiv an die Zeit zurückdenken, da sie mir zu meinem Durchbruch in der Bundesliga verholfen hat. Auch auf das Wiedersehen mit Jens Keller freue ich mich natürlich.”

Stuttgart verliert in Sandhausen

Herber Rückschlag für den VfB Stuttgart. Trotz drei vermeintlicher Tore von Mario Gomez, die jedoch allesamt aufgrund knapper Abseitsstellungen nicht zählten, muss sich der VfB beim SV Sandhausen mit 1:2 geschlagen geben. Die Sandhäuser feierten ihren ersten Sieg überhaupt gegen den VfB.

Ausgangslage

Am 15. Spieltag trafen die beiden baden-württembergischen Vereine zum dritten Mal in einem Ligaspiel aufeinander. In den beiden Begegnungen der Zweitligasaison 2016/2017 hatte sich der VfB jeweils nach einer 1:0-Halbzeitführung am Ende mit 2:1 gegen den SV Sandhausen durchgesetzt.

Mit einem ebenso verdienten wie wichtigen 3:0-Sieg im Derby gegen den Karlsruher SC hatte das Team von VfB Cheftrainer Tim Walter eine starke Reaktion auf die 0:1-Auswärtsniederlage beim VfL Osnabrück gezeigt und den zweiten Heimsieg in Serie geholt. Vor dem Duell in Sandhausen verbuchte die Mannschaft mit dem Brustring 26 Punkte, belegte damit den dritten Platz und hatte die Chance, mit einem Auswärtssieg mit dem Hamburger SV punktemäßig gleichzuziehen.

Das gastgebende Team von SVS-Cheftrainer Uwe Koschinat war in den vergangenen vier Spielen ungeschlagen geblieben. Mit einem 3:2-Heimsieg gegen Greuther Fürth und einem Punktgewinn bei der bis zu diesem Zeitpunkt erstplatzierten Arminia aus Bielefeld hatte der SV Sandhausen seine aufsteigende Form zuletzt untermauert und belegte vor dem 15. Spieltag mit 18 Punkten den neunten Platz.

Personal

Im Vergleich zum 3:0-Heimsieg im Derby vor einer Woche musste VfB Cheftrainer Tim Walter seine Startformation auf einer Position verändern. Für den gesperrten Kapitän Marc Oliver Kempf rückte Nathaniel Phillips an die Seite von Holger Badstuber in die Innenverteidigung. Dauerbrenner Pascal Stenzel führte die Mannschaft mit dem Brustring als Kapitän aufs Feld.

Auf der Gegenseite ging Sandhausens Cheftrainer Uwe Koschinat mit derselben Startelf ins Rennen wie vor einer Woche beim 1:1 im Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld.

Während aufseiten des VfB Philipp Förster auf seinen vorherigen Verein traf, für den er am fünften Spieltag an selber Stelle letztmals aufgelaufen war, stand mit Besar Halimi auf Sandhäuser Seite ein ehemaliger VfB Akteur in der Startelf, der in der Saison 2013/2014 14 Drittligaspiele im Trikot mit dem Brustring bestritt.

Spielverlauf
1. Minute Der VfB erwischt einen denkbar schlechten Start und muss nach nicht einmal einer Minute den 0:1-Rückstand hinnehmen. Nach einer Flanke von rechts köpft Kevin Behrens zunächst an die Latte. Der Abpraller landet bei Aziz Bouhaddouz, dessen Schuss aus kurzer Distanz noch abgefälscht wird und für VfB Keeper Gregor Kobel unhaltbar im Tor landet.
10. Minute Nach einem schönen Pass in die Tiefe von Philipp Förster trifft Mario Gomez zum vermeintlichen Ausgleich ins rechte Eck. Doch der Treffer zählt aufgrund einer hauchdünnen Abseitsstellung nicht. Nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten bleibt Schiedsrichter Harm Osmers bei seiner Entscheidung.
24. Minute Nach einer Ecke von Besar Halimi machen Gerrit Nauber und Kevin Behrens den Ball am zweiten Pfosten noch einmal scharf. Erneut kommt Aziz Bouhaddouz im Getümmel an die Kugel und trifft zum 2:0 ins linke Eck.
25. Minute Philipp Förster bringt eine scharfe Hereingabe von links vor die Abwehrkette, die für Nicolas Gonzalez im rechten Strafraum einen Tick zu steil gerät. Der 21-jährige argentinische Stürmer kommt zwar mit dem langen Bein an den Ball, bekommt die Kugel aber nicht auf das Tor von SVS-Keeper Martin Fraisl.
33. Minute Der VfB ist über weite Strecken spielbestimmend und erarbeitet sich von Minute zu Minute mehr Chancen auf den Anschlusstreffer. Nach einer guten halben Stunde haben Gonzalo Castro und kurz darauf Santiago Ascacibar gute Schusschancen. Doch bei beiden Spannschüssen reißt Martin Fraisl gerade noch die Fäuste hoch und kann klären.
45+3. Minute Kurz vor dem Pausenpfiff trifft erneut Mario Gomez zum vermeintlichen 1:2-Anschlusstreffer – diesmal mit einem sehenswerten Fallrückzieher aus kurzer Distanz. Doch erneut wird das Tor unter Zuhilfenahme der kalibrierten Abseitslinie nicht gegeben.
58. Minute Wataru Endo testet Sandhausens Keeper Martin Fraisl mit einem Distanzschuss, der jedoch knapp rechts vorbeigeht.
70. Minute Nach einer Ecke von links chippt Philipp Förster den Ball von der rechten Strafraumkante erneut in die Gefahrenzone, doch die Kugel landet nicht im, sondern auf dem Tornetz.
71. Minute Es ist wie verhext am heutigen Nachmittag in Sandhausen! Vor allem für Mario Gomez. Der Offensivroutinier macht alles richtig und schiebt den Ball abermals an SVS-Keeper Martin Fraisl vorbei ins kurze Eck. Doch einmal mehr zählt der vermeintliche Anschlusstreffer nicht, da Mario Gomez zuvor einen Schritt im Abseits stand.
79. Minute Im rechten Strafraum setzt sich der eingewechselte Silas Wamangituka im Laufduell durch, trifft aber aus spitzem Winkel nur das Außennetz.
89. Minute Silas Wamangituka verwandelt einen Handelfmeter zum 1:2 für den VfB ins linke Eck! Zuvor hatte Schiedsrichter Harm Osmers einen Hinweis des Video-Assistenten erhalten und daraufhin auf Handspiel des eingewechselten Tim Kister beim Volleyschuss von Hamadi Al Ghaddioui entschieden.
90+3. Minute Nach einer Flanke von rechts hat Hamadi Al Ghaddioui die große Chance auf den Ausgleich. Doch der 29-jährige VfB Stürmer will aus spitzem Winkel in den Rückraum ablegen, statt zu schießen. Zwei Minuten später zieht Silas Wamangituka von halbrechts noch einmal ab, aber Martin Fraisl kann den Schuss entschärfen.

VfB Cheftrainer Tim Walter:

In den ersten 20 Minuten waren wir nicht griffig genug und geraten über zwei Standards in Rückstand. Gerade bei den Standardsituationen haben wir schlecht verteidigt. Das hat mit Aufmerksamkeit und Wachheit zu tun. Da waren wir einfach schläfrig, auch wenn wir ansonsten wieder nicht viele Chancen des Gegners zugelassen haben. Dann rennen wir an und werfen alles nach vorne, aber machen den Anschluss leider viel zu spät.

Fazit

Trotz drückender Überlegenheit, zahlreicher Chancen und gleich drei vermeintlicher, letztlich aber nicht gültiger Treffer von Mario Gomez muss die Mannschaft mit dem Brustring eine Woche nach dem Derbysieg im baden-württembergischen Duell beim SV Sandhausen einen Rückschlag hinnehmen. Nach der frühen Führung der Hausherren in der ersten Minute zeigte sich der VfB unbeeindruckt. Es entwickelte sich ein über weite Strecken einseitiges Spiel auf das Tor von SVS-Keeper Martin Fraisl, der jedoch gut aufgelegt war und die durchaus guten Chancen der Gäste ein ums andere Mal entschärfte. Der vermeintliche Ausgleich von Mario Gomez nach zehn Minuten zählte nicht, sodass Sandhausens Aziz Bouhaddouz seine zweite Chance zum 2:0 nutzen konnte. Das Team von Tim Walter verpasste es insbesondere in Person von Mario Gomez zwei weitere Male denkbar knapp, den 1:2-Anschluss herzustellen. Der überfällige Anschlusstreffer sollte erst durch einen Handelfmeter von Silas Wamangituka in der 89. Minute und somit zu spät fallen, um aus Sandhausen etwas Zählbares mitzunehmen.

VfB gewinnt Derby verdient gegen KSC

Der Druck bei Cheftrainer Tim Walter und seiner Mannschaft war vor dem Spiel sehr groß. Nur ein Spiel aus den letzten sechs Spielen konnten die Cannstatter gewinnen. Und so merkte man nach den letzten Rückschlägen zu Beginn den Stuttgartern die Verunsicherung an. Dennoch hatten sie in der ersten Halbzeit 70% Ballbesitz. Die Karlsruher dagegen standen sehr tief und lauerten auf ihre Konter. Doch bis auf einen Seitfallzieher von Nicolas Gonzalez (36.), der knapp am linken oberen Eck vorbeirauscht, sprang aus den Angriffsbemühungen der Roten vor der Pause nichts heraus. Für den Karlsruher SC traf Stiefler (48.) nur den Innenpfosten.
In der zweiten Hälfte des Spiels erlöste nach einer Ecke Philipp Förster (60.) den VfB, als er den Ball abgefälscht von Fröde im linken unterbringt. Kurze Zeit später erhöht Orel Mangala (75.) aus kurzer Distanz zum 2:0. Der für Mario Gomez eingewechselte Hamdi Al Ghaddioui erhöhte in der Nachspielzeit gegen immer müder werdende Karlsruher zum verdienten 3:0 Endstand in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena.
 

 

Ausgangslage

Erstmals seit zweieinhalb Jahren kam es am 14. Spieltag wieder zum Derby zwischen dem VfB und dem KSC. Die letzten fünf Begegnungen der beiden baden-württembergischen Kontrahenten hatte der VfB jeweils mit einer Zwei-Tore-Differenz für sich entschieden. Vor heimischem Publikum hatte die Mannschaft mit dem Brustring sogar die letzten elf Pflichtspiele gegen den KSC gewonnen und war seit 1965 ungeschlagen geblieben.

Nachdem das Team von Cheftrainer Tim Walter sein letztes Heimspiel gegen die SG Dynamo Dresden mit 3:1 gewonnen hatte, musste der VfB zuletzt eine 0:1-Niederlage in Osnabrück hinnehmen und war mit 23 Punkten als Tabellendritter in die letzte Länderspielphase des Jahres gegangen.

Der Karlsruher SC war in acht Ligaspielen zuvor ungeschlagen geblieben, wartete allerdings auch seit sieben Partien auf einen Sieg. Bei einer Rekordserie von sieben aufeinanderfolgenden Unentschieden kamen die Karlsruher zuletzt fünfmal in Folge jeweils nach Rückständen noch zu einem Punktgewinn. Vor dem Derby belegte der Aufsteiger mit 16 Zählern den elften Platz.

Personal

Im Vergleich zum Auswärtsspiel in Osnabrück veränderte VfB Cheftrainer Tim Walter seine Startformation auf zwei Positionen. Anstelle von Atakan Karazor stand Wataru Endo von Beginn an auf dem Platz und gab sein Startelfdebüt im Trikot mit dem Brustring. In der Offensive rückte Mario Gomez in die Anfangsformation und ersetzte Philipp Klement.

In der Startelf von KSC-Coach Alois Schwartz musste Marc Lorenz im Vergleich zum 1:1 gegen Erzgebirge Aue weichen und zunächst auf der Bank Platz nehmen. Für ihn rückte Kyoung-Rok Choi ins Mittelfeld der Gäste.

Spielverlauf
6. Minute Nach schöner Kombination von Nicolas Gonzalez und Pascal Stenzel, der von der rechten Strafraumkante flankt, hat Mario Gomez die erste Kopfballchance, bekommt im Rückwärtslaufen aber keinen Druck dahinter. Die anschließende Ecke bringt nichts ein.
13. Minute Doppelchance für den VfB. Erst bringt Nicolas Gonzalez die nächste, scharf geschnittene Flanke von rechts. Im Zentrum ist KSC-Keeper Benjamin Uphoff gerade noch mit den Fäusten vor Mario Gomez am Ball. Dann köpft Santiago Ascacibar nach Flanke von Gonzalo Castro knapp über den Querbalken.
20. Minute Auf der linken Seite schickt Gonzalo Castro Philipp Förster in die Tiefe. Wieder muss Benjamin Uphoff die scharfe Hereingabe von der Grundlinie mit den Fäusten zur nächsten Ecke klären.
26. Minute Nach einer Flanke von Philipp Förster von links und der Kopfballablage von Nicolas Gonzalez setzt Santiago Ascacibar gut zehn Meter vor dem Tor zum Fallrückzieher an und streift mit seinem artistischen Abschluss den rechten Außenpfosten. Fast die Führung!
36. Minute Erneut führt eine argentinische Koproduktion zum nächsten artistischen Abschluss: Diesmal flankt Santiago Ascacibar von der linken Grundlinie auf Nicolas Gonzalez, dessen Seitfallzieher knapp am linken oberen Eck vorbeirauscht.
47. Minute Kurz nach Wiederanpfiff hat der Karlsruher SC seine bislang beste Chance. Nach einem Fehlpass im Spielaufbau erobert Manuel Stiefler den Ball und läuft frei auf Gregor Kobel zu. Sein erster Abschluss klatscht an den linken Pfosten, den Nachschuss hat Gregor Kobel im Nachfassen sicher.
53. Minute Nach einer Kopfballablage von Mario Gomez testet Orel Mangala Benjamin Uphoff mit einer scharfen Hereingabe vor die Kette. Der KSC-Keeper lässt die Kugel prallen, bevor ein Karlsruher Feldspieler den Ball aus der Gefahrenzone schlägt.
56. Minute Pascal Stenzel schlägt einen Diagonalball auf die linke Seite, wo Nicolas Gonzalez auf Mario Gomez flankt. Dessen Direktabnahme geht knapp am ersten Pfosten vorbei. Eine Minute später kommt Kapitän Marc Oliver Kempf aus kurzer Distanz zum Kopfball, kann ihn aber nicht richtig platzieren.
60. Minute Der VfB geht mit 1:0 in Führung! Nach einer Ecke von Gonzalo Castro wird es chaotisch im Karlsruher Strafraum. Der Abpraller landet bei Philipp Förster, der aus dem Rückraum schießt, geblockt wird und noch einmal schießt. Der zweite Versuch wird noch von einem Karlsruher abgefälscht, ehe er unhaltbar im linken Eck landet.
75. Minute Orel Mangala erhöht auf 2:0! Gonzalo Castro legt an der linken Strafraumkante quer auf den belgischen U21-Nationalspieler, der aus dem Rückraum kommend den Pass sauber annimmt und vom Elfmeterpunkt flach ins linke Eck trifft.
86. Minute In der Schlussphse hat Hamadi Al Ghaddioui die Riesenchance auf das 3:0. Santiago Ascacibar steckt schön durch auf den eingewechselten VfB Stürmer, der aus der Drehung und rund zehn Metern knapp verfehlt.
87. Minute Schiedsrichter Tobias Stieler schickt Marc Oliver Kempf nach einem Foul gegen Christoph Kobald auf der linken Außenbahn mit der Roten Karte vom Feld.
90+3. Minute In der dritten Minute der Nachspielzeit schiebt Hamadi Al Ghaddioui nach schöner Vorarbeit von Orel Mangala ins linke Eck ein und stellt den 3:0-Endstand her.

VfB Cheftrainer Tim Walter: Wir haben heute alles wegverteidigt und bis auf den Pfostenschuss kaum etwas zugelassen. Hinten sind wir sehr gut gestanden und vorne haben wir die Effizienz an den Tag gelegt, die wir in den Wochen zuvor haben vermissen lassen. Meine Jungs haben heute überragend verteidigt, gerade auch die vielen Kopfballduelle, was nicht leicht war. Das gewisse Quäntchen Glück, das wir vielleicht in dem einen oder anderen Moment hatten, haben wir heute einfach erzwungen.

FAZIT: Eine Stunde musste sich der VfB im hart umkämpften Derby am Sonntag gedulden, bis Philipp Förster die Mannschaft mit dem Brustring und ihre Anhänger unter den 57.483 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena mit dem umjubelten und verdienten Führungstreffer erlöste. Zuvor hatte das Team von Tim Walter bis auf einen Pfostenschuss von Manuel Stiefler kurz nach Wiederanpfiff kaum etwas zugelassen und sich aussichtsreiche Abschlüsse erarbeitet. Der Führung vor der Halbzeit stand beim Fallrückzieher von Santiago Ascacibar in der 26. Minute nur der rechte Pfosten im Weg. Nach dem Seitenwechsel ließ das Team von Tim Walter nicht nach, sondern erhöhte den Druck auf das Karlsruher Tor. Diesem Druck hielten KSC-Keeper Benjamin Uphoff und seine Vordermänner in der letzten halben Stunde nicht mehr stand, sodass der VfB nach dem Brustlöser durch Philipp Förster dank weiterer Treffer von Orel Mangala und Hamadi Al Ghaddioui einen auch in der Höhe verdienten 3:0-Heimsieg feierte.

Polizei bereitet sich auf Derby vor

Derzeit bereitet sich die Polizei auf das Heimspiel des VfB Stuttgart auf das morgige Spiel in der Mercedes-Benz-Arena vor. Bei dem Derby werden mehrere Hundert Polizeibeamte im Einsatz sein. Auch Wasserwerfer werden, wie zuletzt 2017 beim “KSC-Spiel”, sichtbar am Stadion bereitstehen. Außerdem setzt die Einsatzleitung einen Polizeihubschrauber ein, der Übersichtsaufnahmen vom Geschehen am Boden liefert. Bei diesem Derby geht die Polizei zwar grundsätzlich von einem friedlichen Verlauf aus, weiß jedoch aus Erfahrung, dass sich leider nicht alle an Regeln halten wollen. Der Einsatzleiter der Polizei machte gestern seine Linie für das Geschehen rund um das Stadion, insbesondere für gewaltbereite Anhänger des KSC und des VfB, deutlich: “Wer sich unmittelbar im Zusammenhang mit diesem Fußballspiel nicht an Recht und Gesetz hält, wer Gewalt gegen Personen und Sachen anwendet, muss mit Konsequenzen rechnen, auch damit, keinen Zutritt ins Stadion zu bekommen”, so Vizepräsident Thomas Berger. Die Polizei rät aufgrund der zu erwartenden Verkehrsstörungen allen Besuchern von Veranstaltungen im Neckarpark, frühzeitig anzureisen und öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.

Derby des Jahres: Das sollten die Fans beachten

Der Countdown läuft: Nur noch fünfmal schlafen, dann ist es soweit!

Am Sonntag, den 24. November (13:30 Uhr), steht das heißeste Derby des Jahres, zumindest für die Anhänger des VfB und KSC, auf dem Spielplan. Die beiden Baden-Württemberg-Teams aus Stuttgart und Karlsruhe treffen in einer seit Wochen ausverkauften Mercedes-Benz Arena dann aufeinander.

Für die “wenigen” glücklichen Stadionbesucher, die ein Ticket ergattern konnten, gibt es noch nachfolgend wichtige Informationen:

Allgemein gilt:

  • Stadionöffnung ist bereits um 11:30 Uhr
  • Spielbeginn ist um 13:30 Uhr
  • Das Spiel ist ausverkauft, es sind keine Tageskassen geöffnet
  • Alle Infos rund um das Derby sind auf den offiziellen Social-Media-Kanälen des VfB unter den Hashtags #VfBKSC und #derbyinfo19 zu finden
  • Beim Spiel werden keine alkoholhaltigen Getränke in der Mercedes-Benz Arena ausgeschenkt

Anreise für Heimfans

  • Aufgrund des ausverkauften Spiels und einem zu erwartenden erhöhten Verkehrsaufkommen empfiehlt sich eine frühzeitige Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Die Straßen- und S-Bahnen verkehren gemäß Fahrplan. Die Sonderlinie U11 ist im Einsatz
  • Kostenlose Parkplätze befinden sich unter anderem auf dem P10 (Cannstatter Wasen)
  • Die Benzstraße wird ausschließlich aus Richtung Untertürkheim befahrbar sein
  • Auf Höhe der Kreuzung Martin-Schrenk-Weg besteht lediglich eine Weiterfahrt zu den Parkplätzen für Busse und Neunsitzer der Gästefans. Für alle weiteren Verkehrsteilnehmer ist keine Durchfahrt möglich
  • Die Benzstraße wird aufgrund eines Fanmarsches der Gästefans temporär komplett gesperrt (voraussichtlich zwischen 10:45 Uhr und 11:50 Uhr). Dies wird auch Auswirkungen auf den Verkehr auf der B14 und B10 haben, sodass keine Abfahrt zur Benzstraße in diesem Zeitraum möglich sein wird

Informationen für Heimfans

  • Taschen und Rucksäcke größer als 39x35x15 cm (HxBxT) sind laut Stadionordnung in allen Heimbereichen verboten
  • Es bestehen keine, beziehungsweise nur sehr begrenzte Verwahrmöglichkeiten an einzelnen Drehkreuzanlagen
  • An allen Zugängen erfolgen verstärkte Taschen- und Personenkontrollen

VfB-Profis unterwegs mit Nationalmannschaften

Länderspielpause: Zeit für den VfB Stuttgart in sich zu gehen und neue Kraft, vor dem mit Spannung erwarteten Baden-Württemberg-Derby gegen Erz-Rivalen Karlsruher SC, zu tanken. In der seit langem ausverkauften Mercedes-Benz-Arena kommt es am 24. November um 13.30 Uhr zum Duell der beiden Mannschaften, doch vorher geht es in die letzte Länderspielphase in diesem Jahr.

Bereits zum dritten Mal in dieser Saison und zum letzten Mal im laufenden Kalenderjahr legt der Ligabetrieb am Wochenende wegen der anstehenden Länderspiele eine Pause ein. Nachdem Nicolas Gonzalez vor einem Monat für die argentinische A-Nationalmannschaft debütierte, trifft der 21-Jährige nun erstmals an der Seite von Lionel Messi in einem Testspiel auf den Rekordweltmeister Brasilien (15. November). Drei Tage später testet das Team von Nationaltrainer Lionel Scaloni gegen Uruguay seine Form.

Auch Wataru Endo ist erneut nominiert worden. In Gruppe F der Qualifikation für die WM 2022 will Tabellenführer Japan seine Serie von drei Siegen fortsetzen und den Vorsprung von drei Punkten auf den Verfolger Kirgisistan im direkten Duell ausbauen (14. November).

Derweil kommt es im Freiburger Schwarzwald-Stadion zum Aufeinandertreffen von Maxime Awoudja und Orel Mangala, wenn Spitzenreiter Deutschland in der Qualifikation für die U21-EM 2021 mit zwei Punkten Vorsprung auf Verfolger Belgien trifft.

Nach Niederlage gegen Aufsteiger: Druck auf Trainer Walter steigt

Der VfB Stuttgart verliert überraschend beim Aufsteiger VfL-Osnabrück mit 0:1 und bleibt mit 23 Punkte Tabellendritter.

Die Roten waren vor allem in der zweiten Halbzeit das klar bessere Team und hatten zahlreiche Chancen. Aber selbst mit vier Stürmern: Gonzalez, Al Ghaddioui, Wamangitua und am Ende noch mit Mario Gomez auf dem Platz, gelang ihnen nicht, die Niederlage zu verhindern. Osnabrück Torwart Kühn hielt zudem bärenstark und ermöglichte somit den Heimsieg. Die Niedersachsen holten ihren ersten Sieg nach zuvor 5 Spielen ohne Dreier.

Damit dürfte der Druck auf Trainer Tim Walter noch weiter steigen.

Ausgangslage

Der VfB ging als Tabellendritter mit zwei Punkten Rückstand auf das punktgleiche Spitzenduo aus Bielefeld und Hamburg in sein sechstes Auswärtsspiel. Nachdem sich das Team von Tim Walter in der zweiten Runde des DFB-Pokals mit einem 2:1-Sieg in der Verlängerung beim Hamburger SV für die 2:6-Niederlage wenige Tage zuvor in der Liga revanchiert hatte, feierte der VfB beim 3:1 im Heimspiel gegen Dynamo Dresden am vergangenen Sonntag seinen siebten Saisonsieg. Damit machte die Mannschaft mit dem Brustring zwei Punkte auf den Tabellenführer HSV gut und kehrte in die Erfolgsspur zurück.

Während der VfB mit zuletzt zwei Siegen in sein erstes Zweitliga-Duell mit dem VfL Osnabrück ging, wartete der Aufsteiger vor dem 13. Spieltag seit sieben Partien auf einen Sieg. In den vergangenen drei Duellen teilte sich Osnabrück jeweils die Punkte mit Hannover (0:0), Fürth (0:0) und Regensburg (3:3). Beim 3:3 in Regensburg beendete Marcos Álvarez die Torflaute seines Teams von zuvor mehr als acht Stunden ohne eigenen Treffer.

Personal

Im Vergleich zum 3:1-Heimsieg gegen Dynamo Dresden veränderte VfB Cheftrainer Tim Walter seine Startelf in Osnabrück lediglich auf einer Position: Nach abgesessener Sperre von zwei Ligaspielen kehrte Holger Badstuber in der Innenverteidigung an die Seite von Kapitän Marc Oliver Kempf zurück. Nathaniel Phillips nahm dafür auf der Bank Platz.

VfL Cheftrainer Daniel Thioune tauschte im Vergleich zum 3:3 in Regensburg sein Startpersonal auf drei Positionen: Niklas Schmidt stand anstelle von Kapitän Marc Heider von Beginn an auf dem Platz. Etienne Amenyido ersetzte Anas Ouahim und Felix Agu rückte anstelle von Kevin Wolze in die Startformation.

Spielverlauf
4. Minute Mit dem zweiten Abschluss auf das Tor von VfB Keeper Gregor Kobel gehen die Gastgeber früh mit 1:0 in Führung. Eine Flanke von der rechten Außenbahn landet links im Strafraum bei Niklas Schmidt, der direkt per Kopf ins Zentrum ablegt. Dort trifft Marcos Álvarez per Direktabnahme zu seinem sechsten Saisontor. Gregor Kobel hat gegen den noch abgefälschten Volleyschuss keine Chance.
18. Minute Santiago Ascacibar bedient mit einem Querpass Philipp Klement, der an der Strafraumgrenze mit links abzieht. Der Schuss wird von einem Osnabrücker noch gefährlich abgefälscht, aber VfL Keeper Philipp Kühn ist im rechten Eck zur Stelle und kann ins Toraus klären. Der darauffolgende Eckball bringt nichts ein.
29. Minute Nach einer halben Stunde hat der VfB seine bislang beste Chance auf den Ausgleich. Nicolas Gonzalez erobert den Ball und legt ihn quer auf seinen Landsmann Santiago Ascacibar, der die Kugel aus halblinker Position im Strafraum knapp über den Querbalken setzt.
42. Minute VfB Kapitän Marc Oliver Kempf schlägt einen langen Ball in die Spitze, wo Nicolas Gonzalez mit einer schönen Ballannahme und Drehung seinen Gegenspieler abschüttelt und frei auf das Tor von Philipp Kühn zuläuft. Doch der VfL Torhüter kann den Schuss des 21-jährigen Argentiniers ins kurze Eck gerade noch entschärfen.
62. Minute Über den eingewechselten Silas Wamangituka und Atakan Karazor landet der Ball bei Pascal Stenzel, der aus halbrechter Position und fast 30 Metern Entfernung abzieht. Philipp Kühn ist im linken Eck noch dran.
64. Minute Der VfB erhöht den Druck auf das gegnerische Tor, der VfL Osnabrück kommt kaum noch zu Entlastungsangriffen. Nach einer Flanke von Nicolas Gonzalez steigt Holger Badstuber zentral vor dem Tor am höchsten und köpft gegen die Laufrichtung von Philipp Kühn, der den Ausgleich reaktionsschnell verhindert.
66. Minute Auf der Gegenseite fährt der VfL Osnabrück einen Konter über die linke Seite, von wo der Ball per Flanke bei Niklas Schmidt am zweiten Pfosten landet. Der 21-Jährige verfehlt das linke Eck per Direktabnahme.
70. Minute Nach Vorarbeit von Philipp Förster an der rechten Grundlinie kommt Nicolas Gonzalez wenige Meter vor dem Tor zum Abschluss, aber Philipp Kühn hält den Linksschuss aus spitzem Winkel erneut. Nur eine Minute später köpft Marc Oliver Kempf knapp über den Kasten.
84. Minute Nach einer Hereingabe von der linken Grundlinie behauptet der eingewechselte Hamadi Al Ghaddioui den Ball im Strafraum und zieht aus der Drehung ab, verfehlt das linke obere Eck aber knapp.
90+3. Minute In der Nachspielzeit hat Marc Oliver Kempf noch einmal die Doppelchance. Sein Kopfball bleibt zunächst am Gegenspieler hängen, ehe sein Nachschuss aus spitzem Winkel knapp über das kurze Eck rauscht.

Fazit

Nachdem die Gastgeber mit ihrem zweiten Angriff an der Bremer Brücke früh in Führung gingen, fand der VfB bis zur Halbzeitpause wenig Mittel, die tiefstehende Defensive der Osnabrücker zu überwinden. Vor dem Seitenwechsel ließen Santiago Ascacibar und Nicolas Gonzalez aussichtsreiche Chancen auf den Ausgleich liegen, ehe sich im zweiten Durchgang zunehmend ein einseitiges Spiel auf das Osnabrücker Tor entwickelte. Wenngleich VfB Cheftrainer Tim Walter nach Wiederanpfiff mit Silas Wamangituka, Hamadi Al Ghaddioui und Mario Gomez gleich drei Stürmer einwechselte und seine Mannschaft den Druck auf das gegnerische Tor deutlich erhöhte, war am Ende alles Anrennen vergebens. Trotz durchaus guter Chancen fanden die Angriffe des VfB nicht den Weg ins Tor, sodass der Mannschaft mit dem Brustring der Ausgleich letzten Endes verwehrt blieb.

Endspiel um den Posten des Vereinspräsidenten steht

Der Auswahlprozess ist beendet. In einer Mitteilung des Vereinsbeirats wurden die beiden Kandidaten für die Wahl des Präsidenten vorgestellt: Christian Riethmüller und Claus Vogt werden sich den VfB-Mitgliedern im Rahmen der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 15. Dezember 2019 zur Wahl stellen.

Christian Riethmüller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Osianderschen Buchhandlungen aus Tübingen, und der Böblinger Unternehmer Claus Vogt sind am Ende einer langen und intensiven Bewerbungsrunde, der zu Beginn des Auswahlverfahrens aus 9 Kandidaten bestand, übrig geblieben.

Wer am Ende das Spiel macht, werden die Mitglieder am 15. Dezember entscheiden.

 

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