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VfB reagiert auf Corona: Heimspiele ohne Zuschauer

Die Clubführung des VfB Stuttgart gab am Mittwochabend bekannt, dass mindestens die nächsten beiden Heimspiele ohne Zuschauer stattfinden werden.

In der Pressemitteilung des Zweitligisten heißt es weiter: “In Anbetracht der jüngsten Entwicklungen um die Corona-Thematik und der Entscheidungen des Landes Baden-Württemberg sowie der Stadt Stuttgart steht fest, dass die Heimspiele gegen den Hamburger SV und den VfL Osnabrück Stand jetzt ohne Zuschauer ausgetragen werden. Alle Ticketinhaber haben Anspruch auf Rückerstattung des Ticketpreises. Über die Modalitäten der Rückerstattung wird der VfB in Kürze informieren. Die Ticketinhaber werden zusätzlich noch auf direktem Wege kontaktiert.

Bezüglich der weiteren Heim- und Auswärtsspiele der Lizenzmannschaft und der Nachwuchsteams steht der VfB Stuttgart weiterhin kontinuierlich im Austausch mit den zuständigen Behörden und Verbänden. Sollte es neben dem Auswärtsspiel in Kiel und dem HSV-Heimspiel bei weiteren Heim- oder Auswärtsspielen zu Veränderungen kommen, kommuniziert der VfB dies umfassend.”

Gipfeltreffen in Stuttgart: VfB enttäuscht gegen Bielefeld

Am 25. Spieltag der 2. Bundesliga kam es am Montagabend in der Mercedes-Benz-Arena zum Gipfeltreffen. Der VfB empfing vor über 54.000 Zuschauern Tabellenführer Arminia Bielefeld. In einem extrem chancenarmen Spiel verpassten die Stuttgart den Punkteabstand zu den Bielefelder zu verkürzen. Nach 90 Minuten hieß es am Ende 1:1.

Ein im Großen und Ganzen gerechtes Remis hilft der Arminia mehr als dem VfB. Die Gäste bleiben somit weiterhin sechs Punkte vor den Cannstattern. Einziger Trost für das Team von Cheftrainer Matarazzo – Stuttgart konnte mit dem gewonnen Punkt Platz zwei vom HSV zurückerobern.

Ausgangslage:

Zum Abschluss des 25. Spieltags empfing der VfB vor 54.302 Zuschauern Arminia Bielefeld – und das war ein wahres Topspiel. Zwar hatte sich der Hamburger SV (44 Punkte) dank eines 2:1-Siegs gegen Jahn Regensburg sowie des besseren Torverhältnisses gegenüber dem VfB am Samstag am Verein mit dem Brustring vorbeigeschoben auf Platz zwei der Tabelle, doch das Duell Bielefeld (50 Punkte) gegen Stuttgart (44) lautete noch immer Erster gegen Dritter. Und beste Heimmannschaft gegen bestes Auswärtsteam der Liga. Doch nicht allein der Blick auf die Tabelle zeugte im Vorfeld von der Klasse der Gäste: Immerhin stellten sie an den ersten 24 Spieltagen der Saison den besten Angriff und die beste Verteidigung der Liga, besitzen in Fabian Klos (16 Treffer) den Führenden der Torjägerliste und holten in den sechs Ligaspielen im Jahr 2020 fünf Siege sowie ein Unentschieden. Die Liga-Bilanz des VfB, der das Hinspiel dank des Treffers von Hamadi Al Ghaddioui in der Nachspielzeit mit 1:0 gewonnen hatte, lautete in diesem Jahr indes: vier Siege, ein Remis, eine Niederlage.

Personal:

VfB Cheftrainer Pellegrino Matarazzo stellte seine Startelf im Vergleich zu der bei der 0:2-Niederlage am vergangenen Spieltag in Fürth auf drei Positionen um: So liefen Holger Badstuber und Nicolas Gonzalez erstmals seit ihren Faserrissen im Adduktorenbereich wieder von Anfang an auf. Holger Badstuber begann in der Innenverteidigung für Atakan Karazor. Nicolas Gonzalez, der für Roberto Massimo ins Team rückte, spielte auf der linken Außenbahn. Zudem begann im Sturm Mario Gomez für Hamadi Al Ghaddioui. Während Atakan Karazor und Roberto Massimo zunächst auf der Bank Platz nahmen, stand Hamadi Al Ghaddioui (Entzündung am Unterschenkel) ebenso wie Philipp Förster (Mandelentzündung) diesmal nicht zur Verfügung.

Bielefelds Trainer Uwe Neuhaus, der bereits seit einiger Zeit auf seinen zweitbesten Torjäger Andreas Voglsammer (zehn Treffer) wegen eines Mittelfußbruchs verzichten muss, veränderte seine Anfangsformation im Vergleich zu der beim jüngsten 1:0-Erfolg gegen den SV Wehen Wiesbaden auf zwei Positionen: Anstelle von Cebio Soukou und Joan Simun Edmundsson, die beide auf der Ersatzbank Platz nahmen, begannen diesmal Manuel Prietl und Reinhold Yabo.

Spielverlauf
3. Minute Der VfB hat die erste gute Chance des Spiels: Daniel Didavi schlägt einen Freistoß hoch in den Strafraum der Bielefelder. Die Gäste können den Ball nicht richtig klären, so dass Mario Gomez aus acht Metern abziehen kann. Er schießt dabei aber den mit aufgerückten Nathaniel Phillips ab. Danach können die Gäste die Situation klären.
36. Minute In einer intensiven und ausgeglichenen Partie gelingt es keiner Mannschaft, die auf beiden Seiten sicher stehenden Defensiven des Gegners auszuhebeln. In der 36. Minute kommt dann der VfB zu einem Torabschluss: Nach einem schönen Zusammenspiel von Daniel Didavi und Orel Mangala passt Letzterer den Ball in die Mitte zu Silas Wamangituka. Der VfB Profi kann dadurch aus 17 Metern aufs Tor schießen. Der Ball fliegt jedoch am Gehäuse der Gäste vorbei.
50. Minute Zu Beginn der zweiten Hälfte haben die Gäste ihren ersten gefährlichen Torabschluss: Nachdem sich Jonathan Clauss in der VfB Hälfte den Ball erkämpft hat, stürmt der Bielefelder Richtung Strafraum und schließt mit einem scharfen Flachschuss von der Strafraumgrenze ab. Gregor Kobel taucht jedoch schnell ab und kann den Ball parieren.
53. Minute Die erste Chance des VfB in der zweiten Halbzeit ist gleich eine richtig gute: Pascal Stenzel setzt sich auf der rechten Seite durch und flankt nahe der Grundlinie den Ball in den Strafraum. Der Ball senkt sich dabei in der Mitte kurz vor der Torlinie ab, so dass Gästekeeper Stefan Ortega alles geben muss, um den Ball zu parieren. Im anschließenden Getümmel wenige Meter vor dem Tor verpasst Nicolas Gonzalez ganz knapp den Ball, bevor die Bielefelder die Situation bereinigen können.
53. Minute Nur wenige Sekunden später erzielt der VfB das 1:0! Am Ende eines schönen Spielzugs über mehrere Stationen flankt Nicolas Gonzalez den Ball von der linken Seite präzise in den Strafraum zu Mario Gomez. Der VfB Stürmer kommt am Fünfmeterraum unbedrängt zum Kopfball und köpft den Ball souverän ins gegnerische Tor.
62. Minute Diesmal kommt der VfB wieder über die rechte Seite: Silas Wamangituka bringt den Ball in den Strafraum zu Nicolas Gonzalez, der sofort aus 15 Metern abzieht. Sein scharfer Schuss geht jedoch rechts am Tor vorbei.
75. Minute Innerhalb einer Minute gewinnt Bielefelds Toptorjäger Fabian Klos zweimal ein Kopfballduell im VfB Strafraum und hat dadurch zwei gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Seinen ersten Kopfball aus sechs Metern kann VfB Keeper Gregor Kobel allerdings mit einer starken Parade übers Tor lenken. Sein zweiter Kopfball aus vier Metern fliegt knapp übers Tor.
76. Minute Der Ausgleich für die Gäste: Bielefelds Cedric Brunner wirft einen Einwurf in den VfB Strafraum, wo Fabian Klos den Ball per Kopf zu Cebio Soukou verlängert. Der Bielefelder nimmt den Ball an und schießt ihn dann aus der Drehung heraus aus zehn Metern zum 1:1 ins Tor.
86. Minute Nach einem Eckball von Gonzalo Castro wird es wild im Bielefelder Strafraum. Holger Badstuber bringt den Ball Richtung Gästetor, wo am Fünfmeterraum mehrere VfB Profis und Bielefelder Spieler um den Ball kämpfen. Die Gäste können dabei alle Schussversuche des VfB abblocken und schließlich den Ball aus der Gefahrenzone schlagen.

Pellegrino Matarazzo:

Bei der Szene zum 1:1 kann man wegen des Ellbogeneinsatzes gegen Pascal Stenzel auch Foul geben. Dafür hatten die Bielefelder aber kurz davor auch zwei Kopfballchancen durch Fabian Klos. Unterm Strich geht das Unentschieden in Ordnung.

Fazit:

Der VfB kommt im Spitzenspiel gegen Arminia Bielefeld zu einem 1:1 – und das ist ein durchaus gerechtes Ergebnis. Denn in einem Duell auf Augenhöhe hatten beide Mannschaften jeweils auch die Chance auf ein zweites Tor, gleichzeitig spielten sie sich gegen die auf beiden Seiten fast die gesamte Spielzeit über sicher stehenden Abwehrreihen aber auch nicht massenweise hochkarätige Tormöglichkeiten heraus. Der VfB ging durch einen schönen Spielzug, den Mario Gomez per Kopf erfolgreich abschloss, in Führung, ließ aber rund um den Ausgleich der Gäste drei Chancen zu, von denen die Bielefelder eine nutzten.

VfB Stuttgart reagiert vor Topspiel auf Corona

Am Montag steigt das Topspiel des VfB Stuttgart gegen Tabellenführer Arminia Bielefeld. Aus Sorge vor dem Coronavirus hat der Verein mit dem roten Brustring für die Stadionbesucher besondere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen.

Der Verein ließ über eine Presseerklärung mitteilen:

Im Hinblick auf die Corona-Erkrankungen in Baden-Württemberg steht der VfB Stuttgart bereits seit längerem im Austausch mit der zuständigen kommunalen Behörde sowie dem DFB und der DFL. Aktuell liegen keine Informationen oder Weisungen vor, die eine reguläre Durchführung des Heimspiels gegen Arminia Bielefeld beeinflussen oder verhindern würden.

Sollte sich dies ändern, wird der VfB dies umgehend breit kommunizieren.

Der VfB Stuttgart vertraut der persönlichen Gesundheitseinschätzung aller Stadionbesucher. Trotzdem bittet der VfB in Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden um die Beachtung der nachfolgenden Informationen zur Infektionsprävention:

  • Wenn Sie sich krank fühlen, Kontakt mit erkrankten oder infizierten Personen hatten oder jüngst in einer vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Krisenregion aufgehalten hatten, prüfen Sie bitte, ob Sie das Spiel tatsächlich besuchen wollen.
  • Beachten Sie bitte die in der Mercedes-Benz Arena aushängenden Hygieneempfehlungen zur Infektionsprävention.
  • Bei der Personenkontrolle an den Stadioneingängen ist dem Ordnungsdienst nach Aufforderung der Rücken zuzudrehen, sodass bei der Kontrolle kein direkter Face-to-Face-Kontakt entstehen kann. Bitte berücksichtigen Sie, dass dieses Prozedere eine längere Kontrolldauer mit sich bringen wird.
  • Das Mitführen von Handdesinfektionsmitteln ist bis zu einer Flaschen-/Packungsgröße von 100 ml erlaubt.
  • Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass den Spielern empfohlen wurde, bis auf Weiteres auf Selfies, das Autogramme-Geben sowie das Abklatschen nach Abpfiff zu verzichten.

VfB baut Serie aus: 2:0 gegen Regensburg

Der VfB Stuttgart bleibt auch im achten Spiel nacheinander ungeschlagen. Durch Tore von Didavi und Castro besiegten die Roten im heutigen Heimspiel Jahn Regensburg mit 2:0 und verbesserten sich auf Tabellenplatz 2. 

Die Erfolgsserie des VfB in der Mercedes-Benz Arena hat am Samstag eine Fortsetzung gefunden. Die Mannschaft mit dem roten Brustring siegt vor 46.924 Zuschauern gegen den SSV Jahn Regensburg mit 2:0 (0:0). Es war der sechste Heimsieg in Serie für die Jungs aus Cannstatt. Vor der Partie gedachten die beiden Mannschaften sowie die anwesenden Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena den Opfern von Hanau. Darüber hinaus liefen die Mannschaften mit Trauerflor auf.

Ausgangslage

Der VfB empfing die Gäste aus der Oberpfalz mit fünf Heimsiegen im Rücken. Im Kalenderjahr 2020 lautete das Ergebnis sowohl gegen den 1. FC Heidenheim als auch den FC Erzgebirge Aue 3:0. Mit einem weiteren Erfolg wollten die Jungs aus Cannstatt wichtige Zähler im Aufstiegsrennen sammeln.

Mit den Gästen aus Regensburg reiste derweil ein konterstarkes Team in die Mercedes-Benz Arena. Bereits acht Tore hat die Mannschaft des Cheftrainers Mersad Selimbegovic nach Gegenzügen erzielt. Zudem führen die Regensburger durchschnittlich pro Partie die meisten Zweikämpfe aller Zweitligisten (231). Mit neun Punkten weniger als der VfB belegte der SSV Jahn nach den Freitagspartien Rang sieben.

Personal

Im Vergleich zum Auswärtssieg beim VfL Bochum am Montag (1:0) rückte lediglich Hamadi Al Ghaddioui für Mario Gomez (Bank) in die Anfangsformation. Der Deutsch-Marokkaner traf an diesem Samstag auf seine ehemaligen Teamkollegen. Bis zum vergangenen Sommer stürmte Hamadi Al Ghaddioui für den SSV Jahn. Im Hinspiel am sechsten Spieltag hatte der 29-Jährige indes beim 3:2-Auswärtssieg des VfB ein Joker-Tor zum zwischenzeitlichen 3:1 erzielt.

Zwei Änderungen nahm der Gäste-Trainer Mersad Selimbegovic in der Anfangself vor: Der ehemalige VfBler Marco Grüttner stürmte für Erik Wekesser (Bank), zudem spielte Aaron Seydel anstelle von Federico Palacios (nicht im Kader) von Beginn an. Bei den Gästen spielten darüber hinaus neben Marco Grüttner mit Torwart Alexander Meyer und Mittelfeldspieler Max Besuschkow zwei weitere ehemalige VfBler von Beginn an.

Spielverlauf
4. Minute Kaum hat die Partie begonnen, muss der VfB Torhüter Gregor Kobel seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Der Schweizer klärt einen Kopfball von Marco Grüttner zur Ecke.
19. Minute Die Mannschaft mit dem roten Brustring trifft sehenswert: Nach einer Ecke, ausgeführt von Daniel Didavi, wehren die Regensburger am kurzen Pfosten per Kopfball das Spielgerät an die Strafraumgrenze ab. Dort zieht Orel Mangala volley ab und der Ball landet im Regensburger Tor. Der weiß-rote Jubel über die vermeintliche Führung wird aber jäh gestoppt. Schiedsrichter Harm Osmers erkennt den Treffer nach Studium der Fernsehbilder wegen eines Foulspiels im Vorhinein des Tores nicht an.
31. Minute Silas Wamangituka legt für Daniel Didavi ab. Der VfB Kapitän probiert es mit einem Schlenzer auf den linken Torwinkel, SSV-Torhüter Alexander Meyer lenkt den Ball zur Ecke.
45. Minute Der Schiedsrichter Harm Osmers bittet beide Mannschaften beim Zwischenstand von 0:0 zur Halbzeitpause. Der VfB ist das aktivere und druckvollere Team, dem zeitweise aber die Präzision im Angriffsspiel fehlt, sonst hätten sich die Jungs aus Cannstatt weitere Chancen erspielen können. Darüber hinaus muss die Elf von Cheftrainer Pellegrino Matarazzo auf die Konter der Gäste aufpassen. Die Regensburger treten mutig auf und hatten in die Anfangsminuten durch Marco Grüttner ihre größte Torchance.
50. Minute Die zweite Hälfte beginnt für den VfB mit einer Schrecksekunde. Nachdem Gregor Kobel im Fünfmeterraum beim Versuch eine Flanke abzufangen von Marco Grüttner behindert wird, kann der VfB Torhüter den Ball nicht festhalten und erst kurz hinter der Linie klären. Der Schiedsrichter Harm Osmers entscheidet zunächst auf Tor für die Gäste, erkennt den Treffer aber nach Absprache mit seinem Assistenten und dem Studium der Fernsehbilder wieder ab.
58. Minute Da gibt es nichts zu halten: Daniel Didavi tritt in etwa 20 Meter Torentfernung zum Freistoß an und lässt Regensburgs Torhüter Alexander Meyer mit seinem Abschluss ins linke obere Toreck keine Chance. Es ist Daniel Didavis sechstes Saisontor, das sechste in der Mercedes-Benz Arena und zugleich das dritte in diesem Kalenderjahr.
59. Minute Und der VfB legt nur wenig später nach: Silas Wamangituka passt von der linken Seite überlegt in die Mitte auf Gonzalo Castro, der in seinem 50. Pflichtspiel im Trikot mit dem Brustring mit seinem ersten Saisontor auf 2:0 erhöht. Es ist zugleich das 40. Saisontor des VfB in dieser Saison.
68. Minute Gregor Kobel präsentiert sich an diesem Samstag erneut als sicherer Rückhalt. Der Regensburger Chima Okoroji zieht von der Strafraumgrenze ab, zielt aufs linke untere Eck. Der VfB Torhüter taucht blitzschnell ab und klärt den Ball zur Ecke.
71. Minute Darko Churlinov kommt für Silas Wamangituka ins Spiel und gibt damit sein Pflichtspieldebüt für die Mannschaft mit dem roten Brustring.
82. Minute Im DFB-Pokal hat er schon seine Einsatzminuten bekommen, nun darf er auch erstmals in der Liga ran: Lilian Egloff wird für Gonzalo Castro eingewechselt. Der 17-Jährige hat kurz nach seiner Einwechslung auch gleich die Chance zum 3:0. Seinen Schuss klärt aber der Regensburger Marcl Correia auf der Linie, nachdem zuvor SSV-Torhüter Alexander Meyer gegen Hamadi Al Ghaddioui pariert hatte.
90.Minute Der VfB spielt bis zum Schlusspfiff nach vorne, hat noch die eine oder andere gute Möglichkeit, ein Treffer will aber nicht mehr fallen. So bleibt es nach 90 Minuten plus drei Minuten Nachspielzeit beim verdienten 2:0 für den VfB.

Fazit

Der VfB feiert gegen Regensburg einen verdienten Heimsieg. Wenn auch die Gäste durchaus mutig auftraten und sich gleich zu Beginn der Partie ihre größte Chance erarbeiteten, war die Mannschaft mit dem roten Brustring in allen Spielphasen das bestimmende Team. In der ersten Hälfte ließen die Jungs aus Cannstatt noch die Präzision im Angriffsspiel vermissen, sonst hätte der Führungstreffer auch schon früher fallen können. In der zweiten Hälfte ging der VfB dann durch Daniel Didavis schönen Freistoß in Führung, ehe die Heimelf einen ebenfalls sehenswerten Treffer aus dem Spiel heraus durch Gonzalo Castro folgen ließ. Im Anschluss erspielten sich die Jungs aus Cannstatt Chancen auf einen weiteren Treffer, konnte aber keine mehr davon nutzen, sodass es letztlich beim 2:0 blieb. Mit diesem Sieg und der gleichzeitigen Niederlage des Hamburger SV schiebt sich der VfB auf Rang zwei der Tabelle vor.

Al Ghaddioui rettet VfB

Am 22. Spieltag musste der VfB Stuttgart beim Abstiegsgefährdeten VfL Bochum ran. VfB-Stürmer AlGhaddioui erlöste in der 80.Minute die Roten mit dem Siegtreffer. Somit schliesst das Team von Trainer Matarazzo zum zweitplatzierten HSV auf und hat bei gleicher Punktzahl (41) lediglich das schlechtere Torverhältnis.

Der VfB setzt sich am Montagabend vor 18.090 Zuschauern mit 1:0 gegen den gastgebenden VfL Bochum durch. Die Mannschaft mit dem roten Brustring lässt zunächst aussichtsreiche Chancen aus, spielt aber unbeirrt nach vorne und erzielt in der Schlussphase durch den eingewechselten Hamadi Al Ghaddioui den entscheidenden Treffer.

Ausgangslage

In der Mercedes-Benz Arena hat der VfB am 21. Spieltag mit einem 3:0 gegen den FC Erzgebirge Aue seine Serie auf fünf Heimsiege ausgebaut. Auswärts sollte an diesem Montag beim VfL Bochum nun ebenfalls ein dreifacher Punktgewinn herausspringen, um den Anschluss an den Tabellenersten Arminia Bielefeld (44 Punkte) zu halten und zum Hamburger SV (41 Punkte) aufzuschließen. Die Mannschaft mit dem roten Brustring ging als Dritter mit 38 Zählern in das Duell mit den Bochumern. Im Hinspiel hatte sich die Wasenelf nach Treffern von Daniel Didavi und Nicolas Gonzalez mit 2:1 durchgesetzt.

Die Bochumer empfingen den VfB indes als Tabellen-15. – mit zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz. Doch gerade im heimischem Ruhrstadion hat der VfL den Großteil seiner Punkte gesammelt (15 von 23) und hat allein 24 Treffer (von insgesamt 34) in Heimspielen erzielt. Am vergangenen Spieltag waren die Bochumer derweil in der Ferne erfolgreich. Mit 1:0 setzte sich das Team des Cheftrainers Thomas Reis beim SV Wehen Wiesbaden durch.

Personal

Lediglich eine Änderung gab es beim VfB im Vergleich zum Heimsieg gegen Aue. Der wiedergenesene Roberto Massimo (Faserriss in der rechten Wade) spielte anstelle des gesperrten und verletzten Nicolas Gonzalez (fünfte gelbe Karte und Faserriss im Adduktorenbereich).

Zwei Veränderungen gab es derweil auf Seiten der Gastgeber. Robert Tesche und Danny Blum ersetzten Vitaly Janelt und Robert Zulj (beide Bank) in der Startformation.

Spielverlauf
5. Minute Der VfB startet gleich mit einer guten Torchance ins Spiel. Nach einem Eckball von Daniel Didavi, köpft Gonzalo Castro aus elf, zwölf Metern Richtung linkes unteres Toreck, Bochums Torhüter Manuel Riemann muss sich ordentlich strecken und pariert den Ball.
13. Minute Die nächste gute Offensivszene des VfB lässt nicht lange auf sich warten. Wataru Endo schließt zentral aus etwa 16 Metern ab. Der Schuss des Japaners kommt aber mittig aufs gegnerische Tor, sodass der VfL-Schlussmann Manuel Riemann keine Probleme hat, den Ball festzuhalten.
31. Minute Es entwickelt sich eine intensive Partie, in der die Mannschaft mit dem roten Brustring das aktivere Team ist und die besseren Torchancen hat. Eine davon hat Silas Wamangituka nach einem schönen Spielzug über Gonzalo Castro, Orel Mangala und Roberto Massimo. Der Kongolese schießt aber in aussichtsreicher Position flach links am Tor vorbei.
45. Minute Ohne Tore gehen die beiden Mannschaften in die Halbzeitpause. Die Jungs aus Cannstatt versäumen es, eine ihrer guten Chancen zu nutzen. Zugleich müssen sie auf die Konter der überwiegend tiefstehenden Gastgeber aufpassen. So flankte in der 27. Minute Simon Zoller auf Silvère Ganvoula, der aber mit dem Kopf nicht richtig an den Ball kommt.
52. Minute Nach dem Seitenwechsel kontert nun der VfB einmal. Nach einem Pass von Gonzalo Castro verzieht Solas Wamangituka aber deutlich.
80. Minute Lange Zeit passierte in den beiden Strafräumen nichts Zwingendes, doch dann erobert Silas Wamangituka den Ball nach einem Fehlpass des Bochumers Saulo Decarli. Der Kongolese passt auf den eingewechselten Hamadi Al Ghaddioui, der zum 1:0 abschließt.
90. Minute + 2 Gregoer Kobel hält das 1:0 für den VfB fest. Der Schweizer lenkt den Ball nach einem Distanzschuss des Bochumers Robert Zulj um den Pfosten.
90. Minute +4 Die Gastgeber werfen noch einmal alles nach vorne und der VfB kontert. Den Gegenzug schließt Philipp Förster ab. Der Mittelfeldspieler trifft die Latte, danach ist die Partie zu Ende. Die Mannschaft mit dem Brustring sichert sich drei wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg.

Fazit

Die Beharrlichkeit der VfB Spieler hat sich am Montagabend in Bochum ausgezahlt. Nach einer dominanten ersten Hälfte mit guten Torchancen, präsentierte sich die Mannschaft mit dem roten Brustring nach dem Seitenwechsel zunächst nicht mehr so zwingend. Die Elf des Cheftrainers Pellegrino Matarazzo blieb aber konstant dran, provozierte einen Fehler des Gegners, den sie zum entscheidenden 1:0 ausnutzte. Mit diesem Sieg schließt der VfB nach Punkten zum Tabellenzweiten Hamburger SV auf.

Stuttgart trifft auf Bochum – Die wichtigsten Fakten zum Spiel

Die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten zum Flutlichtspiel am Montagabend (20:30 Uhr) beim VfL-Bochum.

Gesamtbilanz aus VfB Sicht

Gesamt: 73 Spiele, 38 Siege, 18 Unentschieden, 17 Niederlagen, 130:90 Tore

Davon in der 2. Bundesliga: 3 Spiele, 1 Sieg, 2 Unentschieden, 4:3 Tore

Blick zurück

In der laufenden Spielzeit trafen der VfB und der VfL Bochum bereits am fünften Spieltag aufeinander. Die Partie in der Mercedes-Benz Arena konnten die Jungs aus Cannstatt mit 2:1 für sich entscheiden. Die beiden Spiele in der Aufstiegssaison 2016/2017 endeten jeweils 1:1.

Unterstützung

Der VfB wird am Montagabend im Ruhrstadion von gut 1.800 Fans unterstützt. Im VfB Fan-Center sind noch Tickets erhältlich.

Alte Bekannte

Bochums Chefcoach Thomas Reis trug in seiner Zeit als Jugendspieler das Trikot mit dem Brustring, ehe er 1990 in die U19 von Eintracht Frankfurt wechselte. Auch sein Co-Trainer Heiko Butscher war im Jugendbereich für den VfB aktiv. VfL-Angreifer Simon Zoller spielte von 2005 bis 2007 in der Jugendabteilung in Bad Cannstatt. Außerdem stand Stefano Celozzi von 2009 bis 2012 beim VfB unter Vertrag und brachte es in dieser Zeit auf 30 Einsätze in der Bundesliga. Aufseiten des VfB standen Atakan Karazor und Torwarttrainer Uwe Gospodarek beim VfL Bochum unter Vertrag. Atakan Karazor spielte von 2012 bis 2015 im Jugendbereich der Bochumer, Uwe Gospodarek stand von 1995 bis 1998 bei den Profis zwischen den Pfosten.

Erfolgsserie mit einem Ausrutscher

In 13 der letzten 14 Pflichtspiele gegen den VfL Bochum konnte der VfB immer mindestens ein Tor erzielen. Lediglich in der 1. Runde des DFB-Pokals im Jahr 2014 gelang der Mannschaft mit dem Brustring kein Treffer. Dieses Duell war auch der einzige Sieg des VfL Bochum in den letzten 14 Spielen gegen den VfB, von denen der Club aus Cannstatt neun gewann und viermal unentschieden spielte.

Formstark

Mit drei Siegen und drei Unentschieden aus den letzten sechs Spielen ist der VfB aktuell die formstärkste Mannschaft der Liga, dicht gefolgt von der punktgleichen SpVgg Greuther Fürth mit vier Siegen und zwei Niederlagen. Außerdem konnte der VfB die letzten fünf Heimspiele in Serie allesamt jeweils mit drei eigenen Treffern und mindestens einer Tordifferenz von plus Zwei gewinnen.

Treffsicher in der Schlussphase

Dem VfB gelang es im bisherigen Saisonverlauf die meisten Treffer in der Schlussviertelstunde zu erzielen (12). Zuletzt traf Mario Gomez beim 3:0-Heimsieg gegen Erzgebirge Aue in der 90. Minute, auch beim FC St. Pauli konnte Gomez in der 81. Minute netzen.

Spielleitung

Schiedsrichter Frank Willenborg wird das Flutlichtspiel am Montagabend in Bochum leiten. An den Seitenlinien assistieren ihm Daniel Riehl und Fynn Kohn. Vierter Offizieller ist Eric Müller. Als Video-Assistenten sind Sven Waschitzki und Markus Wollenweber im Einsatz.

Wetter

Laut Wetterbericht wird es am Montagabend in Bochum regnerisch, bei Temperaturen um die acht Grad Celsius

Stuttgart schlägt Aue: Doppelschlag von Didavi

Ein Doppelschlag von VfB-Profi Daniel Didavi sowie ein Treffer von Stürmer Mario Gomez bescheren den Roten einen ungefährdeten 3:0 Heimsieg gegen Erzgebirge Aue:

Am 21. Spieltag der 2.Bundesliga traf der VfB Stuttgart heute vor über 50.000 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena auf Erzgebirge Aue. VfB-Regisseur Daniel Didavi bereitete mit seinen Saisontreffern vier (32.min) und fünf (42.min) einen souveränen Sieg für den VfB.  Mario Gomez traf in der ersten Minute der Nachspielzeit und sorgte so für den Endstand. Erzgebirge Aue mit Cheftrainer Trainer Dirk Schuster, konnte über weite Strecken den Cannstattern wenig entgegensetzten. Der VfB bleibt nach dem Sieg auf Tabellenplatz 3 und hat jetzt vier Punkte Vorsprung auf Verfolger Heidenheim.

Spielverlauf:
6. Minute Früh im Spiel sieht Nicolas Gonzalez die gelbe Karte, weil er nach Ansicht von Schiedsrichter René Rohde beim Kopfballduell mit Aues Dimitrij Nazarov zu rustikal die Arme eingesetzt hat. Es ist seine fünfte gelbe Karte in dieser Zweitligasaison, der VfB Profi wird deshalb im Auswärtsspiel beim VfL Bochum am 17. Februar gesperrt sein.
12. Minute Die erste gute Torchance des Spiels hat der VfB – dank der Hilfe von Aues Schlussmann Martin Männel. Der Gästekeeper spielt ohne Druck einen Ball direkt in die Beine von Nicolas Gonzalez. Der VfB Profi legt sofort für Gonzalo Castro auf, der freie Schussbahn hat und aus 20 Metern abzieht. Der Ball fliegt jedoch knapp am Tor vorbei.
28. Minute Gegen die tief stehenden Gäste kommt der VfB nur selten durch. Dann ist es aber ein starker Flachpass von Daniel Didavi aus dem Mittelfeld heraus in die Gasse und genau in den Laufweg von Pascal Stenzel, der die bislang größte Chance des Spiels bringt: Pascal Stenzel sprintet auf der linken Seite mit dem Ball in den Strafraum und schließt in acht, neun Metern Torentfernung aus spitzem Winkel ab. Er kann den Ball aber nicht an Aues Keeper Martin Männel vorbeibringen, sondern trifft ihn genau auf der Brust.
34. Minute Die Führung für den VfB! Gonzalo Castro flankt einen Eckball hoch in den Strafraum Richtung Elfmeterpunkt, wo Nathaniel Phillips zum Kopfball kommt und ihn zu Daniel Didavi an den Fünfmeterraum köpft. Der heutige VfB Kapitän schießt den Ball direkt und unhaltbar ins Tor.
41. Minute Erst vor wenigen Sekunden ist Philipp Förster für den angeschlagenen Nicolas Gonzalez ins Spiel gekommen, da hat er bereits die erste Chance. Nachdem er den Ball bekommen hat, dringt er in den Strafraum ein und zieht ab. Der Schuss geht allerdings knapp am Tor vorbei.
42. Minute Der VfB erhöht nach einem schönen Spielzug auf 2:0! Pascal Stenzel beweist im Mittelfeld Übersicht und bedient mit einem genauen Zuspiel Philipp Förster auf der linken Außenbahn. Philipp Förster flankt den Ball in den Strafraum punktgenau zu Daniel Didavi, der aus sechs Metern volley abzieht und den Ball im Tor unterbringt. Es ist Daniel Didavis fünftes Saisontor. Alle Treffer gelangen ihm in der Mercedes-Benz Arena.
45. Minute Kurz vor dem Pausenpfiff hat der VfB eine weitere gute Möglichkeit: Der Freistoß von Daniel Didavi aus 20 Metern fliegt allerdings knapp am Tor vorbei.
69. Minute Der VfB hat die Partie voll und ganz im Griff und lässt die Gäste nicht in die Nähe des eigenen Strafraums kommen. Vorne hat Daniel Didavi bei einer Standardsituation die erste Torchance der zweiten Hälfte. Seinen Freistoß aus 25 Metern kann Gästekeeper Martin Männel aber parieren.
77. Minute Die erste wirklich gefährliche Torchance der Gäste in diesem Spiel ist gleich eine doppelte Chance: Aues Florian Krüger setzt sich auf der rechten Seite durch, dringt in den VfB Strafraum ein und zieht dann aus acht Metern spitzem Winkel ab. VfB Keeper Gregor Kobel kann den Ball zwar abwehren, der Ball landet jedoch bei Pascal Testroet, der aus knapp zehn Metern zum Abschluss kommt. Dessen Schuss kann Pascal Stenzel allerdings übers Tor lenken.
88. Minute Die nächste gute Chance des Spiels hat wieder der VfB: Silas Wamangituka flankt den Ball in den Strafraum zu Mario Gomez. Der VfB Stürmer nimmt ihn an, lässt mit einer schnellen Drehung einen Verteidiger der Gäste ins Leere laufen und zieht dann ab. Aues Torhüter Martin Männel kann den Schuss jedoch zur Ecke parieren.
90. Minute Mit einem lehrbuchmäßigen Spielzug erzielt der VfB das 3:0! Philipp Förster spielt einen Pass genau in den Lauf von Hamadi Al Ghaddioui, der selbst abschließen könnte, aber im Strafraum viel Übersicht beweist und den Ball zum mitgelaufenen und freistehenden Mario Gomez passt. Der VfB Stürmer schießt den Ball souverän ins Tor.

Fazit:

Der VfB holt sich durch den 3:0-Erfolg gegen den FC Erzgebirge Aue den fünften Heimsieg in Serie – und der ist hochverdient. Zwar tat sich das Team von Cheftrainer Pellegrino Matarazzo gegen die tief stehenden Gäste in den ersten 25 Minuten schwer, danach hatte der VfB das Spiel aber voll und ganz im Griff. Durch teils schöne Spielzüge spielte sich die Mannschaft mit dem Brustring immer wieder gute Chancen und durch die beiden Treffer von Daniel Didavi bis zur Pause auch eine 2:0-Führung heraus. Im zweiten Durchgang brachte der VfB, der im gesamten Spiel im Grunde nur eine wirklich gefährliche Torchance der Gäste in der 77. Minute zuließ, den Sieg souverän nach Hause.

red

 

 

Stuttgart fliegt im Achtelfinale aus dem DFB-Pokal

Aus für den VfB Stuttgart im Achtelfinale des DFB-Pokals:

Im Achtelfinal-Spiel des DFB-Pokals musste heute Abend das Team von Cheftrainer Pellegrino Matarazzo bei der Werkself in Leverkusen antreten. Der Verein mit dem roten Brustring stand lange Zeit hinten sehr kompakt und setzte in den ersten 45 Minuten immer wieder gefährliche Konter an. Letztendlich ging es dann torlos in die Halbzeit. In der zweiten Hälfte des Spiels wurden die Cannstatter erst durch ein Eigentor von Bredlow (72.min) und elf Minuten Später durch Alario kalt erwischt. Der Anschlusstreffer durch Wamangituka (85.min) kam zwar postwendend, doch konnte der VfB die hochkarätigen Chancen zum Ausgleich – Großchance Klimowicz in der Nachspielzeit – nicht nutzen. Trainer Matarazzo kassierte gleichzeitig seine erste Niederlage als Cheftrainer der Roten.

Ausgangslage

Der VfB ist nach der Winterpause mit vier Zählern aus zwei Spielen in die 2. Bundesliga gestartet. Einem 3:0-Heimerfolg gegen den 1. FC Heidenheim folgte am vergangenen Samstag ein 1:1 beim FC St. Pauli. Die Wasenelf belegt nach 20 Spieltagen der zweiten Liga Platz drei. Im Pokal hatte sich das Team mit dem roten Brustring bisher beim F.C. Hansa Rostock (1:0) und beim Hamburger SV (2:1 n.V.) durchgesetzt.

Die Gastgeber aus Leverkusen mussten indes am vergangenen Wochenende ihre erste Niederlage des Kalenderjahres hinnehmen. Bei der TSG Hoffenheim unterlag die Mannschaft von Trainer Peter Bosz mit 1:2. Zuvor hatte Bayer den SC Paderborn 07 (4:1) und Fortuna Düsseldorf (3:0) jeweils deutlich geschlagen. Nach 20 Spieltagen rangieren die Leverkusener auf Platz fünf der Bundesligatabelle. Im Pokalwettbewerb waren die Rheinländer beim Regionalligisten Alemannia Aachen (4:1) sowie gegen den Ligakonkurrenten SC Paderborn 07 (1:0) erfolgreich.

Personal

Gleich sechs Wechsel in der Startformation gab es beim VfB im Vergleich zum jüngsten Ligaspiel auf St. Pauli: Fabian Bredlow, Gonzalo Castro, Daniel Didavi, Silas Wamangituka, Pascal Stenzel und Nicolas Gonzalez spielten für Gregor Kobel, Borna Sosa, Philipp Klement (alle drei nicht im Kader), den verletzten Marc Oliver Kempf (Kieferbruch), Atakan Karazor und Mario Gomez (beide Bank). Erstmals im VfB Aufgebot stand derweil Clinton Mola, der Ende Januar vom FC Chelsea an en Neckar gewechselt war.

Vier Änderungen nahm derweil Peter Bosz auf Seiten der Gastgeber vor. Mitchell Weiser, Lucas Alario, Aleksandar Dragovic und Exequiel Palacios liefen für Jonathan Tah, Lars Bender, Kevin Volland (alle Bank) und Julian Baumgartlinger (nicht im Kader) auf.

Spielverlauf
1. Minute Der VfB startet gleich mit einem schönen Spielzug in die Partie. Wataru Endo leitet den Angriff ein, über Daniel Didavi und Nicolas Gonzalez landet der Ball im Lauf von Philipp Förster, der aus etwa 16 Metern abzieht. Der Ball fliegt aber deutlich über das Tor.
18. Minute Erstmals wird es brenzlig vor dem VfB Tor: Die Gastgeber kontern über die linke Seite, Moussa Diaby passt auf Kai Havertz im Torzentrum, Fabian Bredlow wehrt den Schuss mit dem Fuß ab. Bayer setzt noch zwei Mal in Person von Karim Bellarabi und Kerem Demirbay nach – beide verfehlen ihr Ziel aber.
26. Minute Jetzt kontert der VfB: Nicolas Gonzalez bringt mit viel Einsatz Silas Wamangituka ins Spiel. Der Kongolese läuft aufs gegnerische Tor zu, zieht aus 15 Metern ab und scheitert an der Latte.
43. Minute Leverkusens Kai Havertz schiebt den Ball über die Linie des VfB Tors. Die Gastgeber jubeln zunächst über das vermeintliche 1:0. Der Treffer wird per Videobeweis überprüft und wegen der Abseitsstellung von Kai Havertz bei der Kopfballvorlage von Lucas Alario nicht anerkannt. Somit bleibt es beim 0:0.
45. Minute Mit dem 0:0-Zwischenstand geht es schließlich auch in die Pause. Die Gastgeber haben zwar mehr Ballbesitz, doch die Jungs aus Cannstatt stemmen sich gegen den favorisierten Bundesligisten und kommen auch zu guten Gelegenheiten.
47. Minute Ähnlich wie in die erste Hälfte startet die Mannschaft von Cheftrainer Pellegrino Matarazzo auch in den zweiten Durchgang gut. Nicolas Gonzalez zieht aus halblinker Position ab, scheitert aber an Bayer-Torhüter Lukas Hradecky.
58. Minute Ein Debüt auf Seiten des VfB: Neuzugang Clinton Mola trägt erstmals in einem Pflichtspiel das Trikot mit dem roten Brustring. Der Engländer kommt für Roberto Massimo in die Partie.
64. Minute Zum dritten Mal zu diesem Zeitpunkt verhallt ein Leverkusener Torjubel schnell. Kai Havertz trifft wie in der ersten Hälfte, steht aber erneut im Abseits.
71. Minute Ein Eckball bringt die Führung für die Gastgeber: Nach einem Luftduell von Lucas Alario und Fabian Bredlow springt der Ball von der Faust des Torhüters ins VfB Tor.
79. Minute Aus Jung und Wild wird furchtlos und treu: Der 17-jährige Lilian Egloff, der seit 2012 beim VfB ausgebildet wird, kommt ins Spiel und gibt sein Profi-Debüt.
83. Minute Leverkusen legt nach und erzielt das 2:0 durch Lucas Alario, der den Ball mit dem Knie über die Linie bugsiert.
85. Minute Der VfB kommt aber noch einmal zurück. Nach einer Flanke von Nicolas Gonzalez verkürzt Silas Wamangituka auf 1:2.
90. Minute Die große Chance zum Ausgleich für den VfB: Lilian Egloff flankt von der rechten Seite auf Nicoals Gonzalez. Der Argentinier legt per Kopf auf seinen Landsmann Mateo Klimowicz ab, der allerdings über das Tor schießt. Kurz darauf beendet Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus die Partie und damit ist das Ausscheiden des VfB aus dem DFB-Pokal besiegelt.

Fazit

Der VfB ist trotz eines couragiert, engagierten Auftritts bei Bayer 04 Leverkusen aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Die Mannschaft mit dem roten Brustring verteidigte über weite Strecken gut und setzte in der Offensive den einen oder anderen Akzent. Selbst nach dem zwischenzeitlichen 0:2 kämpfte sich die junge VfB Mannschaft (Altersschnitt 22,1 nach dem dritten Wechsel in der 79. Minute) noch einmal zurück und hatte in der Nachspielzeit noch die Chance zum Ausgleich.

VfB reagiert auf äußerst geschmacklose Plakat-Aktion

Mit einem absolut unter der Gürtellinie gezeigten Plakat sorgten die Fans des VfB Stuttgart beim vergangenen Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli für große Empörung. „Geizige Schwaben ficken eure Mütter zu fairen Preisen!“ war auf dem Plakat zu lesen, das Teile der Stuttgarter-Fanschaft im Laufe der zweiten Halbzeit im Gästeblock hochhielten.

Das geschmacklose Transparent war anscheinend eine Reaktion auf das Hinspiel am 17. August in Stuttgart  – dort hatten die Pauli-Anhänger den VfB bereits provoziert.

Im Hinspiel in Stuttgart provozierten Pauli-Fans mit dem gezeigten Plakat die Stuttgarter Anhängerschaft. Bild: Ludwigsburg24 / Robin Rudel
Im Hinspiel in Stuttgart provozierten Pauli-Fans mit dem gezeigten Plakat die Stuttgarter Anhängerschaft. Bild: Ludwigsburg24 / Robin Rudel

Der Verein mit dem roten Brustring hat nun in einer Mitteilung Stellung zu den Vorkommnissen genommen:

Nachfolgend die Stellungnahme im Wortlauf:

Beim Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli wurde in der zweiten Halbzeit, wie schon zuvor beim Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim, ein Transparent mit sexistischem und beleidigendem Inhalt gezeigt, von dem sich der VfB Stuttgart in aller Deutlichkeit distanziert. Derartige Aktionen sind absolut indiskutabel und mit den Werten des VfB Stuttgart nicht vereinbar. Dagegen verwehrt sich der VfB ausdrücklich – ganz egal, ob es als Antwort auf ein gezeigtes Plakat der Pauli-Fans gedacht war oder aus sonst einem anderen Beweggrund gezeigt wurde.

Der VfB Stuttgart steht für Vielfalt und Toleranz und gegen Sexismus und Diskriminierung. Im Namen aller VfBler entschuldigen wir uns nochmals sowohl beim 1. FC Heidenheim sowie beim FC St. Pauli. Der VfB wird beide Vorfälle nicht auf sich beruhen lassen. Nur so können wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung im Sinne des Fußballs gerecht werden und dafür sorgen, dass sich Derartiges nicht in unserer Fankurve verfestigt. Wir setzen hierbei auch auf die Unterstützung unserer aktiven Fans. 

Präsidium VfB Stuttgart 1893 e.V. und Vorstand VfB Stuttgart 1893 AGB

VfB holt einen Punkt gegen St. Pauli

Im zweiten Spiel unter dem neuen Cheftrainer Trainer Matarazzo gab es nicht den erhofften zweiten Sieg. Die Stuttgarter mussten bereits in der siebten Minute der ersten Halbzeit ihren Kapitän Kempf aufgrund eines Zusammenpralls auswechseln und wurden so erst einmal geschwächt. Der Verein mit dem roten Brustring hatte zwar von Anfang an mehr Ballbesitz, doch bis vor das Hamburger Tor kamen die Cannstatter selten. In der zweiten Halbzeit geriet der VfB in Rückstand. Die Hereingabe von Miyaichi schloss Veerman in der 56. Minute zur 1:0-Führung für die Kiezkicker ab.
                                            
Nach der 1:0 Führung setzten die Gastgeber weiter Nadelstiche, vor allem der schnelle Miyaichi sorgte für Gefahr. Stuttgart suchte immer wieder seinen Stürmer Mario Gomez, fand aber selten ein Mittel. Erst in der Schlussphase erlöste der Ex-Nationalstürmer den VfB. Gomez wurde nach einem mustergültigen Konter in der 82. Spielminute mit dem Ausgleichstreffer belohnt.

Ausgangslage:

Ob Bundesliga, 2. Liga oder DFB-Pokal: Der VfB hatte die vergangenen neun Spiele gegen den FC St. Pauli allesamt gewonnen, zuletzt am dritten Spieltag dieser Saison dank der Treffer von Marc Oliver Kempf und Nicolas Gonzalez mit 2:1. Diese Serie hätten die Jungs aus Cannstatt im Millerntor-Stadion am liebsten fortgesetzt – zumal es um wertvolle Punkte im Aufstiegsrennen ging. Immerhin lag der VfB vor Spielbeginn in der Tabelle auf Rang drei, punktgleich mit dem zweitplatzierten Hamburger SV und vier Zähler hinter Tabellenführer Arminia Bielefeld, der bereits am Freitagabend 0:0 gegen Aue gespielt hatte. Ebenfalls am Freitagabend hatte die SpVgg Greuther Fürth Jahn Regensburg 2:0 bezwungen, war dadurch auf Platz vier vorgerutscht und bis auf drei Zähler an den VfB herangekommen.

Die Gastgeber, die ihre letzten beiden Heimspiele kurz vor der Winterpause gegen den SV Wehen Wiesbaden (3:1) und Arminia Bielefeld (3:0) gewonnen hatten, wollten dagegen den Abstand zu den Abstiegsplätzen vergrößern. Denn vor dem 20. Spieltag lagen sie nur einen Punkt vor dem Relegationsplatz.

Personal:

VfB Cheftrainer Pellegrino Matarazzo änderte seine Startelf im Vergleich zu der drei Tage zuvor beim 3:0-Heimsieg gegen Heidenheim auf vier Positionen. So spielten diesmal Mario Gomez, Borna Sosa, Philipp Klement und Roberto Massimo von Beginn an. Sie rückten für Hamadi Al Ghaddioui, Daniel Didavi, Nicolas Gonzalez und Pascal Stenzel, die allesamt zunächst auf der Bank Platz nahmen, in die Anfangsformation.

St. Paulis Trainer Jos Luhukay stellte seine Startelf im Vergleich zu der bei der 0:3-Niederlage unter der Woche bei der SpVgg Greuther Fürth nominell auf drei Positionen um: So begann er diesmal mit Johannes Flum, Rico Benatelli und Matthew Penney anstelle von Finn Ole Becker und Christopher Buchtmann, die auf der Ersatzbank saßen, sowie des an der Hüfte verletzten Luca-Milan Zander.

Spielverlauf
7. Minute Der VfB muss gleich in der Anfangsphase das erste Mal wechseln. Die Szene, die dem Wechsel vorausging: Marc Oliver Kempf und St. Paulis Ryo Miyaichi wollen sich beide einen aufspringenden Ball erkämpfen, wobei der VfB Kapitän von St. Paulis Offensivspieler mit voller Wucht mit der Schulter am Kopf getroffen wird und zu Boden geht. Marc Oliver Kempf muss mit Verdacht auf Kieferbruch vom Feld. Für ihn kommt Pascal Stenzel ins Spiel, Mario Gomez übernimmt die Kapitänsbinde.
34. Minute Der VfB steht trotz des frühen Wechsels in der Abwehrkette in der Defensive sicher und lässt nichts zu. Allerdings kommen die Jungs aus Cannstatt trotz mehr Ballbesitz und teils ganz guten Kombinationen im Mittelfeld selbst auch nicht bis vors Tor der Gastgeber durch. Und so dauert es bis zur 34. Minute, bis es die erste gute Torchance des Spiels gibt – und die hat der FC St. Pauli: Nach einem langen Pass in die Spitze, den Henk Veerman per Kopf in den Lauf von Ryo Miyaichi weiterleitet, steht dieser alleine vor Gregor Kobel. Der VfB Keeper kann den Abschluss von Ryo Miyaichi aber problemlos entschärfen.
45.+1. Minute Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff noch die Großchance für den VfB: Borna Sosa flankt den Ball von der linken Seite hoch in den Strafraum, wo Philipp Klement in sechs Metern Torentfernung zum Kopfball kommt. Diesen Kopfball kann St. Paulis Keeper Robin Himmelmann gerade noch an die Latte lenken. Der Ball prallt in Richtung von Mario Gomez ab, der allerdings nicht kontrolliert aufs Tor schießen kann und knapp vorbeischießt.
56. Minute Die Führung für die Gäste: Der VfB verliert am eigenen Strafraum den Ball. St. Paulis Johannes Flum passt ihn zu Ryo Miyaichi, der mit Tempo in den Strafraum eindringt und ihn zu dem elf Meter vor dem VfB Tor stehenden Henk Veerman spielt. Dieser nimmt den Ball kurz an, zieht dann aus der Drehung sofort ab und trifft zum 1:0 ins Tor.
67. Minute Der VfB musste sich nach dem Rückstand kurz schütteln. Nun ist das Team mit dem Brustring aber wieder mehr in Ballbesitz und die im Mittelfeld überlegene Mannschaft, es kommt gegen die tiefstehenden Gastgeber jedoch selten bis ganz vorne durch. Dann bedient Wataru Endo Mario Gomez im Strafraum. Der VfB Profi behauptete gegen mehrere Gegenspieler den Ball. Seinen Schuss kann jedoch ein Abwehrspieler der Gastgeber im letzten Moment noch abblocken.
73. Minute Der VfB kommt gegen das Abwehrbollwerk der Gastgeber kaum bis in den Strafraum durch und muss dann einen gefährlichen Konter des FC St. Pauli hinnehmen. An dessen Ende schießt Ryo Miyaichi flach ins lange Eck, Gregor Kobel taucht jedoch ab und kann den Ball noch mit einer Hand parieren.
81. Minute Das ist 1:1! Orel Mangala erkämpft sich in der eigenen Hälfte den Ball und bedient dann mit einem langen Ball den in der 61. Minute eingewechselten Silas Wamangituka auf der linken Außenbahn. Der schnelle VfB Profi sprintet mit dem Ball Richtung Grundlinie und legt ihn dann quer in den Strafraum zum mitgelaufenen und freistehenden Mario Gomez. Der VfB Stürmer schießt den Ball aus 13 Metern souverän ins Tor.
90.+1. Minute Am Ende ist es ein offener Schlagabtausch. Und der VfB hat bei einem Konter, der wieder über Silas Wamangituka läuft, die letzte Chance des Spiels. Der VfB Profi spielt den Ball in die Mitte zu Mario Gomez, der ihn weiterleitet zu Nicolas Gonzalez. Dessen Schuss kann St. Paulis Schlussmann Robin Himmelmann allerdings parieren.

Fazit:

Im ersten Auswärtsspiel des Jahres kommt das Team von Pellegrino Matarazzo zu einem 1:1. Ein Ergebnis, das angesichts der Chancenverteilung durchaus in Ordnung geht. Der VfB stand in der Defensive insgesamt zwar gut und verkraftete dabei auch das frühe Aus von Verteidiger Marc Oliver Kempf (Verdacht auf Kieferbruch), auf der anderen Seite des Spielfelds kam das Team mit dem Brustring gegen die oft tiefstehenden Gastgeber aber nur zu wenigen Abschlüssen in aussichtsreicher Position. Eine dieser Chancen nutzte Mario Gomez in der 81. Minute souverän zum verdienten Ausgleich.

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