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Corona: Trotz Lockerung Staugefahr mäßig

Der Shutdown ist praktisch beendet. Auch Autofahrer dürfen sich trotz Coronakrise etwas lockern. Laut dem Autoclub ACE hat das auf den Verkehr aber nur geringe Auswirkungen. Dabei gibt es Unterschiede zwischen den Bundesländern.

Eine grob einheitliche Linie wird aber fortgesetzt. So gilt das Kontaktverbot bis zunächst 5. Juni grundsätzlich weiter, nun sind aber Kontakte auch zwischen Personen aus zwei Haushalten möglich. Auf das allgemeine Verkehrsgeschehen hat dies unterschiedliche Auswirkungen:

“Zum einen wird es am Freitagnachmittag wieder vermehrt zu Stockungen und Staus kommen, auch nehmen die Verkehrsmeldungen unter der Woche wieder zu”, teilt der Autoclub mit. Einfluss darauf habe auch der gestiegene Individualverkehr. Aus Sorge vor Ansteckung vermeiden derzeit viele Beschäftigte Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr. Am Wochenende werde es auf den Autobahnen und Fernstraßen aber zu keinen nennenswerten Störungen kommen.

Grundsätzlich rät der ACE vor dem Antritt zu einer längeren Fahrt dringend dazu, aktuelle Reiseinformationen einzuholen und sich über Reisebeschränkungen zu informieren. Die Lage könne sich jederzeit und unvorhergesehen ändern. Alle genannten Hinweise seien Momentaufnahmen der derzeit getroffenen Maßnahmen und Bestimmungen zur Bewältigung der Pandemie.

Lars Wallerang

Windenergie erlebt Umsatzeinbruch

Zum Erreichen der Klimaziele in Deutschland soll der Stromanteil aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2035 auf 60 Prozent steigen. Dazu ist jedoch der Bau zusätzlicher Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen erforderlich. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank der Umsatz mit der Produktion von Gütern, Technologien und Dienstleistungen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 19,0 Prozent auf 19,8 Milliarden Euro. Dieser Rückgang ist fast ausschließlich auf den Umsatzeinbruch in der Windenergiebranche zurückzuführen: Der Umsatz mit der Herstellung, Installation und Wartung von Windkraftanlagen sank gegenüber 2017 um 29,9 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro.

Die Windenergiebranche in Deutschland ist auf den Inlandsmarkt ausgerichtet. 71,0 Prozent der Umsätze (9,0 Milliarden Euro) mit Windkraftanlagen (Waren, Bau- und Dienstleistungen) erwirtschafteten die Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors 2018 mit inländischen Abnehmern.

Im Vergleich zum Jahr 2017 sanken diese Umsätze um 29,8 Prozent. Der Bau von Windkraftanlagen in Deutschland und die damit erzielten Umsätze sind dabei von vielen Faktoren beeinflusst, etwa von Genehmigungsverfahren, Mindestabstandsregeln zwischen Wohnsiedlungen und Windkraftanlagen oder auch der Akzeptanz in der Bevölkerung.

Ralf Loweg