Corona-Zahlen am Mittwoch, 13. Januar für den Landkreis Ludwigsburg

Die Lage am Mittwoch, 13.01. im Landkreis Ludwigsburg: 

Und so entwickelt sich die Corona-Lage im Kreis Ludwigsburg: Das Landratsamt verzeichnet binnen 24 Stunden +123 neue Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Mittwoch in der Vorwoche bleibt die Zahl nahezu unverändert. Damals wurden 119 Neuinfektionen registriert. Gestern waren es 162 Fälle.

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Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg beträgt unverändert 127,5. (Stand: 13.01. – 16Uhr).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 14.925 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um vier auf 263. Rund 13.543 (+28Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 13.01.)

Laut den RKH Kliniken sind 74 (+3) COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 60 (+5) Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 14 (-2) Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 10 (-1) beatmet werden. (Stand: 13.01.)

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 13.01.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 92 | 0 )
Asperg ( 390 | 1 )
Benningen am Neckar ( 133 | 0 )
Besigheim ( 381 | 12 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.398 | 12 )
Bönnigheim ( 357 | 4 )
Ditzingen ( 640 | 7 )
Eberdingen ( 179 | 1 )
Erdmannhausen ( 112 | 0 )
Erligheim ( 100 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 334 | 1 )
Freudental ( 122 | 0 )
Gemmrigheim ( 151 | 0 )
Gerlingen ( 452 | 4 )
Großbottwar ( 174 | 1 )
Hemmingen ( 225 | 3 )
Hessigheim ( 33 | 0 )
Ingersheim ( 126 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 246 | 1 )
Korntal-Münchingen ( 526 | 0 )
Kornwestheim ( 988 | 5 )
Löchgau ( 154 | 1 )
Ludwigsburg ( 2.791 | 24 )
Marbach am Neckar ( 427 | 2 )
Markgröningen ( 366 | 1 )
Möglingen ( 415 | 6 )
Mundelsheim ( 72 | 0 )
Murr ( 151 | 3 )
Oberriexingen ( 60 | 0 )
Oberstenfeld ( 145 | 0 )
Pleidelsheim ( 180 | 4 )
Remseck am Neckar ( 702 | 4 )
Sachsenheim ( 551 | 3 )
Schwieberdingen ( 242 | 1 )
Sersheim ( 183 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 270 | 4 )
Tamm ( 248 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 722 | 14 )
Walheim ( 79 | 2 )

red

Gewerkschaft NGG: 17 Prozent weniger Minijobs im Gastgewerbe im Landkreis Ludwigsburg

Wenn die Pandemie den Job kostet: Im Zuge der Coronakrise ist die Zahl der Minijobs im Landkreis Ludwigsburg um 6 Prozent gesunken. Mitte vergangenen Jahres gab es rund 47.500 geringfügig entlohnte Arbeitsverhältnisse – ein Jahr zuvor waren es noch 50.400. Besonders stark war der Rückgang im Gastgewerbe. In der Branche gingen binnen eines Jahres 867 Minijobs verloren – ein Minus von 17 Prozent. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung- Genuss-Gaststätten (NGG) mit und beruft sich hierbei auf neueste Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. „450-Euro-Kräfte zählen zu den Hauptverlierern der Wirtschaftskrise. Sie haben bislang keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, werden häufiger gekündigt und sind sozial kaum abgesichert“, sagt Hartmut Zacher, Geschäftsführer der NGG-Region Stuttgart.

Die Statistik spiegele eine „enorme Unwucht“ auf dem heimischen Arbeitsmarkt wider. Während dank staatlicher Hilfen wie der Kurzarbeit die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Stellen in der Region nahezu konstant geblieben sei, treffe die Pandemie prekär Beschäftigte besonders hart. Nach dem Prinzip „Hire and Fire“ (Heuern und Feuern) lebten sie in ständiger Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. „Betroffen sind gerade Frauen, die eine 450-Euro- Stelle als Kellnerin oder Küchenhilfe oft als einzige Einnahmequelle haben. Auch für viele Studierende, die sich nebenher etwas hinzuverdienen, sind die Folgen des Jobverlustes dramatisch“, betont Zacher.

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Der Gewerkschafter kritisiert die Entlassungen, hat aber angesichts der historischen Krise Verständnis für die Lage der Hotels und Restaurants. „Das Problem ist vielmehr, dass die Politik durch abgabenfreie Minijobs schon seit Jahren falsche Anreize setzt. Es ist höchste Zeit, diese Stellen sozialversicherungspflichtig zu machen.“ Nur wenn Sozialabgaben, Kranken-, Pflege- und Rentenversicherungsbeiträge gezahlt würden, könnten Beschäftigte wirksam geschützt werden.

Eine Heraufsetzung der Verdienstgrenze bei den Minijobs auf monatlich 600 Euro, wie sie derzeit Teile der Union fordern, gehe dagegen „in die völlig falsche Richtung“, so Zacher. Damit werde eine prekäre Beschäftigungsform weiter ausgebaut, statt sie einzudämmen. Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) würden durch eine Heraufsetzung bundesweit rund 470.000 Menschen mit regulären Stellen ungewollt zu Minijobbern. „Die Coronakrise hat den Blick auf viele gesellschaftliche Probleme gelenkt. Dazu gehören die Minijobs. Die Politik muss hier arbeitsmarktpolitisch umsteuern“, fordert Zacher.

Zum Vergleich: Laut Arbeitsagentur nahm die Zahl sozialversicherungspflichtiger Stellen im Landkreis Ludwigsburg zwischen Juni 2019 und Juni 2020 um lediglich 0,5 Prozent ab.

red