Das sind die beliebtesten Vornamen 2020 in Ludwigsburg

Emilia und Leon waren im vergangenen Jahr die beliebtesten Vornamen in Ludwigsburg. Das Standesamt Ludwigsburg beurkundete 2020 nach eigenen Angaben insgesamt 2553 Geburten – 1200 Mädchen und 1353 Jungen.

Ein Jahr zuvor waren es 2558 Geburten, die beurkundet wurden. Von den 1217 Mädchen und 1341 Jungen die in 2019 in Ludwigsburg das Licht erblickten waren die beliebtesten Namen „Mia“ und „Leon“ – 21 Mädchen beziehungsweise 20 Jungen wurden so genannt. 2018 waren es noch insgesamt 2789 Geburten.

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Bei den Mädchen war Emilia der am häufigsten vergebene Vorname: 23 frischgebackene Eltern nannten ihre Tochter so. Auf Platz 2 der beliebtesten Namen steht Emma (16-mal vergeben), auf Platz 3 Mila (15-mal). Es folgen der beliebteste Name des Vorjahres Mia (14-mal), Lea (13-mal) und Lara (12-mal)

Der beliebteste Jungen-Name war Leon – wie bereits im Vorjahr. 23 Jungen erhielten im Jahr 2020 diesen Namen. Ebenfalls beliebt waren die Namen Noah (20-mal), Emil (18-mal) sowie Paul und Samuel (je 14-mal).

Die Mehrheit von 1535 Kindern erhielt von ihren Eltern nur einen Vornamen. 950 Kinder haben zwei Vornamen. Mit drei Vornamen können sich 65 Kinder schmücken, drei haben sogar mehr als drei Vornamen. Die beliebtesten Zweitnamen bei den Mädchen waren Marie (37-mal) und Sophie (29-mal), bei den Jungen Elias (12-mal) und Alexander (11-mal).

Das Standesamt Ludwigsburg beurkundet die Geburten aller Kinder, die in Ludwigsburg zur Welt kommen – entweder im Klinikum Ludwigsburg oder zuhause.

red

Gewerkschaft NGG: 17 Prozent weniger Minijobs im Gastgewerbe im Landkreis Ludwigsburg

Wenn die Pandemie den Job kostet: Im Zuge der Coronakrise ist die Zahl der Minijobs im Landkreis Ludwigsburg um 6 Prozent gesunken. Mitte vergangenen Jahres gab es rund 47.500 geringfügig entlohnte Arbeitsverhältnisse – ein Jahr zuvor waren es noch 50.400. Besonders stark war der Rückgang im Gastgewerbe. In der Branche gingen binnen eines Jahres 867 Minijobs verloren – ein Minus von 17 Prozent. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung- Genuss-Gaststätten (NGG) mit und beruft sich hierbei auf neueste Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. „450-Euro-Kräfte zählen zu den Hauptverlierern der Wirtschaftskrise. Sie haben bislang keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, werden häufiger gekündigt und sind sozial kaum abgesichert“, sagt Hartmut Zacher, Geschäftsführer der NGG-Region Stuttgart.

Die Statistik spiegele eine „enorme Unwucht“ auf dem heimischen Arbeitsmarkt wider. Während dank staatlicher Hilfen wie der Kurzarbeit die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Stellen in der Region nahezu konstant geblieben sei, treffe die Pandemie prekär Beschäftigte besonders hart. Nach dem Prinzip „Hire and Fire“ (Heuern und Feuern) lebten sie in ständiger Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. „Betroffen sind gerade Frauen, die eine 450-Euro- Stelle als Kellnerin oder Küchenhilfe oft als einzige Einnahmequelle haben. Auch für viele Studierende, die sich nebenher etwas hinzuverdienen, sind die Folgen des Jobverlustes dramatisch“, betont Zacher.

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Der Gewerkschafter kritisiert die Entlassungen, hat aber angesichts der historischen Krise Verständnis für die Lage der Hotels und Restaurants. „Das Problem ist vielmehr, dass die Politik durch abgabenfreie Minijobs schon seit Jahren falsche Anreize setzt. Es ist höchste Zeit, diese Stellen sozialversicherungspflichtig zu machen.“ Nur wenn Sozialabgaben, Kranken-, Pflege- und Rentenversicherungsbeiträge gezahlt würden, könnten Beschäftigte wirksam geschützt werden.

Eine Heraufsetzung der Verdienstgrenze bei den Minijobs auf monatlich 600 Euro, wie sie derzeit Teile der Union fordern, gehe dagegen „in die völlig falsche Richtung“, so Zacher. Damit werde eine prekäre Beschäftigungsform weiter ausgebaut, statt sie einzudämmen. Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) würden durch eine Heraufsetzung bundesweit rund 470.000 Menschen mit regulären Stellen ungewollt zu Minijobbern. „Die Coronakrise hat den Blick auf viele gesellschaftliche Probleme gelenkt. Dazu gehören die Minijobs. Die Politik muss hier arbeitsmarktpolitisch umsteuern“, fordert Zacher.

Zum Vergleich: Laut Arbeitsagentur nahm die Zahl sozialversicherungspflichtiger Stellen im Landkreis Ludwigsburg zwischen Juni 2019 und Juni 2020 um lediglich 0,5 Prozent ab.

red