Der luxuriöse Franzose

Auf den DS9 E-Tense 225 folgt das kleine Facelift als E-Tense 250. Durch Optimierungen an Batterie und Benzinmotor konnte eine Mehrleistung von 18 kW/25 PS realisiert werden. Was der Plug-in-Hybrid sonst noch zu bieten hat, hat der Motor-Informations-Dienst in der Praxis erprobt.

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Neben der Allrad-Performance Version DS9 E-Tense 4×4 360 gibt es seit April 2022 den etwas ruhigeren, komfortableren DS9 E-Tense 250. Etwas weniger Sportfahrwerk, etwas kleinere Bereifung (19 statt 20 Zoll Leichtmetallfelgen) und ansonsten gewohnter DS Flair mit entsprechend luxuriösem Innenraum.

Die Systemmehrleistung setzt sich aus dem bekannten 81 kW/110 PS starken Elektromotor und dem um 14 kW/19 PS auf 147 kW/200 PS erstarkten 1,6-Liter-Vierzylinder-Motor zusammen: das ergibt kombiniert 183 kW/250 PS.
Passend dazu kommt die neue Version des Batteriemodules zum Einsatz, welches nun 15,6 kWh (vorher 11,8kWh) Energie speichern kann und so die WLTP Reichweite im Stadtzyklus auf bis zu 75 km erhöht, im kombinierten Zyklus sind es immerhin noch 61 Kilometer Reichweite, bevor der Benziner wieder komplett übernimmt und der Akku geladen werden muss.

Geladen werden kann über den integrierten 7,4 kW Lader, die Ladezeit von 0-100 Prozent beträgt 2 Stunden und 23 Minuten. Laut WLTP Verbrauch genehmigt sich der DS9 1,2-1,1 Liter/100 km, bedeutet solange die Batterie Strom liefert ist man sehr sparsam unterwegs, der Stromverbrauch ist mit 15,9 kWh/100 km spezifiziert. Ist die Batterie entladen, steigt der Realverbrauch in der Praxis auf gute 7,0 l/100 km – für eine knapp zwei Tonnen schwere Limousine immer noch ein guter Wert. Auf 100 km/h wird in 8,5 Sekunden beschleunigt, elektrisch wird man maximal 135 km/h schnell, ansonsten liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 240 km/h. 360 Nm Drehmoment sorgen für ein dynamisches Fahrgefühl.

Um die Fahrt trotzdem so komfortabel wie möglich zu gestalten, verfügt der DS9 über ein DS Active Scan Suspension System – eine Kamera scannt permanent den Straßenbelag vor dem Fahrzeug und passt dazu dynamisch das Fahrwerk an, um Unebenheiten entsprechend weg zu federn. Von den Schaltvorgängen bemerken die Passagiere dank der Aysin-Achtgangautomatik nichts.

Im Innenraum wurde besonders auf die Akustik geachtet, eine fast vier Millimeter dicke Verglasung tut ihr Übriges dazu. Wer gerne anderen Klängen lauscht, ist mit dem Focal Audiosystem bestes bedient, hier legt DS die Latte wie gewohnt entsprechend hoch.

Die Verarbeitung ist auf sehr hohem Niveau, die verbauten Materialien reichen von Alcantara bis zu klassischem Leder aus Bayern, die Ziernähte mit Pearl-Stitching verleihen das gewisse Extra an Eleganz. Die Sitze vorne und hinten lassen sich mit Massagefunktionen aufwerten und können entsprechend beheizt oder belüftet (vorn) werden. Dank 2.90 Meter Radstand fällt auch das Platzangebot im Innenraum entsprechend üppig aus.

Ein Highlight ist die mittig über dem Infotainmentbildschirm verbaute Analoge Uhr, welche aus der Pariser Uhrenmanufakur B.R.M. stammt und nach Starten des DS9 ausklappt. Apropos Infotainment: ein 12 Zoll Display beherbergt das komplette Infotainment, ein weiteres 12 Zoll Display kümmert sich um die Fahranzeigen, lediglich ein Head-up-Display vermissen wir im DS9. An Konnektivität stehen Android Auto und Apple CarPlay zur Verfügung.

Der Kofferraum fällt Limousinen typisch etwas flacher aus, kann aber trotzdem noch gute 510 Liter verstauen. Theoretisch kann man auch die Rückbank umklappen, um längere Güter zu transportieren, wirklich viel Platz gewinnt man durch zwei Wölbungen an den Rücksitzen hier nicht.

Den DS9 E-Tense 250 gibt es im Einstieg ab 58.910 Euro – wer es im Konfigurator krachen lässt kann sich den Wagen dank diverser Zusatzoptionen entsprechend teurer zusammenstellen. Der uns zur Verfügung gestellte Testwagen liegt bei 70.210 Euro.

Technische Daten DS9 E-Tense 250:

– Länge / Breite / Höhe: 4.934 / 2.079 (inkl. Außenspiegel) / 1.460 Meter
– Motor: Vierzylinder-Motor unterstützt durch einen Elektromotor
– Hubraum: 1.598 ccm
– Leistung (Systemleistung): 183 kW/250 PS
– max. Drehmoment (Systemleistung): 360 Nm
– Getriebe: Aysin-Achtgangautomatik
– Beschleunigung: 0 bis 100 km/h in 8,5 Sekunden
– Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h
– Kraftstoffverbrauch WLTP kombiniert laut Hersteller: 1,2-1,1 Liter/100 km
– C02-Emissionen: 27-26 g/km
– Preis: ab 58.910 Euro mid/mn

Mike Neumann / mid

Das einzige Exemplar des „Bugatti Profilée“ für Rekordsumme bei Auktion versteigert

Der „Bugatti Profilée“ ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst und ein wahrer Hingucker. Als eines der begehrtesten Autos der Welt ist es nicht nur für Autoenthusiasten ein Muss, sondern auch für alle, die den absoluten Gipfel an Leistung, Design und Technik schätzen. Ursprünglich war geplant, 30 Exemplare dieses Sondermodells zu produzieren, doch aufgrund des schnellen Absatzes des bereits limitierten Chiron, wurde die Produktion auf ein einziges Exemplar beschränkt.

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Die Technik in diesem Einzelstück ist wahrhaftig einzigartig. Die Ingenieure bei Bugatti haben ihr Bestes gegeben, um dessen Performance zu verbessern, indem sie einen feststehenden Heckflügel und einen größeren Kühlergrill installierten, um dem Motor mehr Luft zu liefern. Darüber hinaus wurden auch das Getriebe, die Federung und viele andere Bauteile überarbeitet.

Das Äußere des „Profilée“ ist ebenso bemerkenswert wie seine Leistung. Es ist in einem leuchtenden Graublau „Argent Atlantique“ lackiert, das exklusiv für dieses Auto entwickelt wurde und an keinem anderen Bugatti zu finden ist. Der Innenraum ist in Grau- und Blautönen gehalten und vervollständigt das luxuriöse Erscheinungsbild des Autos. Sogar die Räder sind einzigartig und können an keinem anderen Auto auf der Welt gefunden werden.

Der „Profilée“ ist eine moderne Interpretation des klassischen Bugatti Type 57 SC Atlantic und wurde mit dem Ziel entwickelt, die perfekte Verbindung aus Tradition und Moderne zu schaffen. Es verfügt über einen mittig montierten 8.0-Liter-W16-Motor, der eine Leistung von 1.500 PS hat und es in nur 2,3 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde katapultiert. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt sagenhafte 380 km/h pro Stunde.

Der „Bugatti Profilée“ wurde diese Woche bei einer Auktion von Sotheby’s in Paris versteigert und erzielte einen Rekorderlös von 9.792.500 Euro, was ihn somit zum teuersten Neuwagen macht, der jemals versteigert wurde.

red

Quellen: Bugatti / RM Sotheby’s Paris