Der Neue: Dirk Oestringer wird Bürgermeister von Gerlingen

Gerlingen / Landkreis Ludwigsburg:

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Dirk Oestringer wird der neue Bürgermeister der Stadt Gerlingen.  Der 32-Jährige hat bei der gestrigen Wahl gleich im ersten Wahlgang das Rennen um das höchste Amt in der knapp 20.000 Einwohner zählenden Gemeinde im Landkreis Ludwigsburg für sich entschieden. Mit 67,71% (5576 Stimmen) hat der Parteilose doppelt so viele Wähler überzeugen können, wie die Erste Beigeordnete und Konkurrentin Martina Koch-Haßdenteufel, die 28,28% (2329 Stimmen) erhielt. Am Sonntag gingen insgesamt 8251 Menschen zur Wahlurne. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,7 Prozent bzw. 8251 Stimmen.

Der bisherige Rathauschef, Georg Brenner, der seit 1999 Bürgermeister der Stadt ist, hatte im Januar erklärt, dass für ihn am Ende des Jahres Schluss ist.

GESAMTERGEBNIS Bewerber Wahl 2019 Stimmen in %
Koch-Haßdenteufel, Martina 2.329 28,28
Raisch, Ulrich 85 1,03
Oestringer, Dirk 5.576 67,71
Martz, Martin 60 0,73
Speitelsbach, Samuel 11 0,13
Riesch, Reinhard 154 1,87
Sonstige 20 0,24

„Runder Tisch Gasmangel-Lage“ in Ludwigsburg: Alle müssen mehr Energie sparen

Von Ayhan Güneş

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Das Landratsamt und die Kommunen des Kreises Ludwigsburg haben an Unternehmen sowie die Bürgerinnen und Bürger appelliert, weiter Energie einzusparen. Auf diese haben sich die Kommunal-Verantwortlichen beim „Runden Tisch Gasmangel-Lage“ verständigt. „Wir müssen an bestimmten Stellen unsere Wohlfühlzone verlassen“, sagte Alois Braunmiller, Leiter des Fachbereichs Gebäudemanagement und Liegenschaften im Landratsamt. „19 Grad im Büro oder die kalte Dusche nach dem Sport sind Komforteinbußen, die sicherlich niemanden freuen. Sie sind aber ein wichtiger Baustein, um den Krisenfall zu verhindern!“

Die Katastrophenschützer aus dem Landratsamt haben zudem eine Sorge, mit der sie nicht allein sind. Aufgrund der finanziellen Belastung könnten mehr Menschen zu elektrischen Heizlüftern greifen, die das Stromnetz destabilisierten. Das könnte zu Stromausfällen führen, die dann die Wasserversorgung beeinträchtigen. Auch dieses Szenario gelte es zu berücksichtigen.

Tina Prietz vom Team Klimaschutz der Kreisverwaltung wies auf das Informationsmaterial zum Thema Energiesparen hin. Dieses werde demnächst auf der Website des Landratsamts zur Verfügung stehen. In Kürze werde ein Energiespar-Tipp-Video mit Landrat Allgaier auf den Social-Media-Kanälen veröffentlicht. Sie betonte: „Die Kommunen haben nur einen Energieverbrauch von zwei bis drei Prozent selbst in der Hand. Um das gesamtgesellschaftliche Einsparziel von 20 Prozent zu erreichen, müssen vor allem die Unternehmen und auch die Bürgerinnen und Bürger engagiert handeln.“

Naheliegende Energiesparmaßnahmen, wie die Optimierung von Heizungsanlagen, die Beleuchtungsreduzierung, sowie Kaltwasser an Handwaschbecken seien bereits umgesetzt, versicherten die Verwaltungschefs. Maßnahmen, die im Zuge des Klimaschutzes ohnehin geplant sind, wie die Umrüstung auf LED-Beleuchtung, würden beschleunigt. Weitere Schritte für das Energiesparen will der Landkreis gemeinsam mit den Kommunen im Oktober beschließen. „Nicht nur die öffentlichen Behörden, nein jede und jeder Einzelne muss im Winter seinen individuellen Beitrag zum Energiesparen leisten“, sagte Landrat Dietmar Allgaier.