Der richtige Schuh hält gesund und fit

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Sie begleiten uns durch den ganzen Tag und oft auch noch durch die halbe Nacht – und doch passen sie oft nicht wirklich: unsere Schuhe. “Sie sind zu weit, zu eng oder zu hoch”, hat die Aktion Gesunder Rücken (AGR) festgestellt.

Das ist nicht nur unangenehm und ungesund, es macht auch krank. Denn neben einer falschen Passform schaden auch dauerhafte Stoß- und Stauchbelastungen den Füßen – etwa durch mangelnde Dämpfung. Das kann zu Verspannungen und Schmerzen im Rücken führen. Doch worauf kommt es bei unterschiedlichen Schuharten genau an?

Um welchen Schuh es auch geht: Die richtige Passform ist entscheidend. Darüber hinaus gibt es spezielle Anforderungen, je nach Schuhtyp. Bei Freizeitschuhen gilt: Der Leisten sollte sich an der natürlichen Fußform orientieren, damit die Schuhe nicht drücken oder zu groß sind. Der Fuß muss außerdem ausreichend Bewegungsfreiheit haben, aber gleichzeitig sicher sitzen.

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Damit ein Schuh nicht nur schützt, sondern auch Lust auf Bewegung macht, sollte er das natürliche Abrollverhalten beim Gehen unterstützen. Auf diese Weise wird die physiologische Bewegung des Körpers gefördert. Zudem sollten die Schuhe Platz für Einlagen bieten, um Fehlstellungen korrigieren zu können.

Bestimmte Schuhe können sogar einen Trainingseffekt haben. Sogenannte Aktiv-Schuhe unterstützen nicht nur das natürliche Gehen, sondern aktivieren beim Gehen auch die Muskulatur. Dafür müssen sie allerdings spezielle Kriterien erfüllen. Dazu gehört zum einen eine angewinkelte Sohle im Vorfuß- und Fersenbereich. Zum anderen müssen Material und Form eine Muskelaktive Dämpfungsunterstützung gewährleisten, um Fuß- und Unterschenkelmuskeln sowohl beim Stehen, als auch Gehen bestmöglich zu fordern.

Vor allem in vielen handwerklichen Berufen mit schweren Lasten sind Sicherheitsschuhe nötig, um die Füße vor Verletzungen zu schützen. Sie müssen optimal passen und bequem sein, um die Füße an einem langen Arbeitstag bestmöglich zu unterstützen. Beim Gehen sollten sie gut dämpfen und auf das Körpergewicht des Trägers abgestimmt sein.

Ob fortgeschrittene Arthrose, Gelenkversteifung oder Prothese: Richtige Schuhe sind immer eine große Hilfe. Spezialschuhe für diese Einsatzgebiete sollen die Sicherheit erhöhen, funktionell und komfortabel sein – sowohl beim Gehen als auch beim Stehen. So wird auch die Mobilität verbessert. “Ein gutes Profil und eine besondere Gummimischung der Sohle minimieren das Sturzrisiko und eine effektive Stoßdämpfung schont die Gelenke”, so die AGR. Wichtig: Auch bei Spezialschuhen ist immer auf die richtige Passform zu achten.

Gerade bei Kindern spielt das richtige Schuhwerk eine besonders wichtige Rolle. Denn viele Studien belegen den Zusammenhang zwischen Kinderschuhen und Fehlstellungen bei Kinderfüßen. Beginnt das Kind mit den ersten Gehversuchen, sollten Eltern auf hohe Materialflexibilität und auf Standsicherheit achten. Ab dem Schulkindalter sollten die Schuhe die natürliche Entwicklung des Fußes unterstützen und einen aktiven Lebensstil fördern. Idealerweise sind sie auch leicht an- und auszuziehen und haben ein geringes Gewicht. Zudem sollten sie keine Schadstoffe enthalten.

Rudolf Huber