
Die HB Ludwigsburg gewinnt das Derby gegen den TSF Ditzingen deutlich mit 39:29. Besonders auffällig: Junge Spieler übernehmen Verantwortung und prägen den souveränen Auftritt. Durch den Sieg springt das Team auf Rang fünf in der Tabelle.
Von der Redaktion – 06.12 Uhr
Ludwigsburg. Die HB Ludwigsburg hat im Derby gegen den TSF Ditzingen ein deutliches Zeichen gesetzt. Am Samstagabend setzte sich das Team von Trainer Jörg Kaaden souverän mit 39:29 durch und klettert mit nun 24 Punkten auf Rang fünf der Tabelle. Es war ein Auftritt, der Mut macht – auch mit Blick auf die nächste Generation.
Junge Wilde übernehmen Verantwortung
Die Startaufstellung sorgte für Aufmerksamkeit: Gleich drei Spieler aus der frisch gekürten Regionalliga-Meistermannschaft der A-Jugend standen im Kader, zwei von ihnen begannen von Anfang an. Nils Skalicky und Mika Beck rechtfertigten das Vertrauen sofort und trugen sich früh in die Torschützenliste ein.
Die Partie begann temporeich und zunächst ausgeglichen. Beide Teams suchten schnell den Abschluss, es gab zahlreiche Siebenmeter. Auf Ludwigsburger Seite übernahm Kapitän Jonas Kraut Verantwortung und verwandelte sechs Strafwürfe sicher. Insgesamt kam er auf starke zehn Treffer.
Nach elf Minuten setzte sich Ludwigsburg erstmals mit zwei Toren ab. Ditzingen reagierte mit einer Auszeit – ohne nachhaltige Wirkung. Die Abwehr der Gastgeber stand kompakt, und wenn ein Wurf doch den Weg durch die Defensive fand, war Torhüter Michael Bognar zur Stelle. In der 16. Minute parierte er zudem einen Siebenmeter der Gäste.
Im Angriff fand Ludwigsburg immer wieder Kreisläufer Nick Luithardt, der sicher von der Sechs-Meter-Linie verwandelte. Auch Alexander Nicolai überzeugte mit dynamischen Eins-gegen-eins-Situationen und wuchtigen Rückraumwürfen. Bis zur 25. Minute wuchs der Vorsprung auf sechs Tore. Kurz vor der Pause setzte Marvin Käss mit einem gefühlvollen Lupfer, der noch die Latte touchierte, ein echtes Highlight. Mit 23:15 ging es in die Halbzeit.
Dominanz auch nach der Pause
Den besseren Start in Durchgang zwei erwischten erneut die Hausherren. Ein 4:0-Lauf direkt nach Wiederanpfiff sorgte früh für klare Verhältnisse. Skalicky traf sehenswert mit einem Dreher von außen, wenig später setzte Beck unter Zeitspiel einen Wurf in den Winkel. In der 43. Minute betrug der Vorsprung erstmals elf Tore.
Auch zwei Zeitstrafen gegen Marc Weschenbach und Luke Bayer brachten Ludwigsburg nicht aus dem Rhythmus. Selbst in Unterzahl blieb die Defensive aggressiv und stabil. Ditzingen wirkte zunehmend ratlos gegen die kompakte Abwehr – mehrere Würfe landeten direkt in den Händen von Michael Bognar.
Den Schlusspunkt setzte erneut Nils Skalicky mit seinem siebten Treffer.
Geschlossene Teamleistung
Am Ende stand ein verdienter 39:29-Erfolg. Eine bärenstarke Abwehr, konsequent ausgespielte Angriffe und mutige Nachwuchsspieler prägten den Derbysieg. Ludwigsburg präsentierte sich als geschlossene Einheit und bewies, dass Erfahrung und Jugend in dieser Mannschaft bemerkenswert harmonieren.

