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Deutsche Bahn mit Rekord-Verlust

Die Deutsche Bahn steht in der Corona-Krise finanziell auf dem Abstellgleis. Nach Angaben des Unternehmens sank im ersten Halbjahr 2020 der Konzernumsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um knapp zwölf Prozent auf 19,4 Milliarden Euro. Der operative Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug 1,8 Milliarden Euro. Das Minus nach Steuern beträgt 3,7 Milliarden Euro. Damit hat die Bahn den größten Verlust ihrer Geschichte eingefahren.

“Das Virus hat unseren erfolgreichen Wachstumskurs jäh ausgebremst und die Deutsche Bahn in die schlimmste finanzielle Krise seit ihrem Bestehen gestürzt”, erklärte Bahnchef Richard Lutz. Dennoch werde der Konzern weiter investieren und einstellen, kündigte Lutz an. Allein im ersten Halbjahr 2020 habe man 19.000 Zusagen an Bewerber gegeben. Netto seien 2,8 Milliarden Euro investiert worden; das sei der höchste Halbjahreswert in der Geschichte der Bahn.

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Zum Jahresende geht die Bahn nicht von einer Besserung der Bilanz aus: Man erwarte ein Minus von bis zu 3,5 Milliarden Euro (Ebit), kündigte das Bundesunternehmen an. Der Umsatz könne auf bis zu 38,5 Milliarden Euro absinken. 2019 hatte er noch 44,4 Milliarden Euro betragen.

Ralf Loweg

Konjunkturaussichten hellen sich auf

Die Konjunkturerwartungen für Deutschland steigen. Die Finanzexperten werden trotz Corona-Krise zunehmend optimistisch. Ein Grund dafür: Mit 71,5 Punkten ist der ZEW-Index gegenüber dem Wert des Vormonats von 59,3 Punkten deutlich geklettert. Eine große Überraschung für viele Beobachter, die Prognose hatte eher auf einen leichten Rückgang vom Niveau des Monats Juli hingedeutet.

Das ZEW befragt monatlich rund 200 Analysten und institutionelle Anleger zu ihrer Einschätzung zur gegenwärtigen Wirtschaftslage und zur erwarteten Entwicklung. “Die Hoffnung auf eine schnelle Konjunkturbelebung ist wieder größter geworden”, sagt ZEW-Präsident Achim Wambach. Die befragten Experten gingen von einer breiten Erholung vor allem der binnenwirtschaftlichen Sektoren aus. Sehr schwache Ertragserwartungen für die Banken- und Versicherungsbranche mahnten aber zur Vorsicht.

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Die Umfrage-Ergebnisse weisen laut den Volkswirten der Helaba auf das “Erholungspotenzial der Wirtschaft im dritten Quartal hin. Die Indikation für das kommende Ifo-Geschäftsklima Deutschland ist ebenfalls freundlich, berichtet “tagesschau.de”

Ralf Loweg