
In der Debatte um steigende Spritpreise bringt die Umwelthilfe ein Tempolimit ins Spiel. Autofreie Sonntage seien zwar denkbar, aber letztlich nur Symbolpolitik.
Von Lea Brandt – 08.35 Uhr
Berlin. In der Diskussion um Maßnahmen in der aktuellen Ölkrise spricht sich die Deutsche Umwelthilfe (DUH) klar für ein Tempolimit aus und stellt autofreie Sonntage infrage.
„Autofreier Sonntag – das vermittelt sicher seltene Momente einer ganz neuen Begegnung im Straßenraum, sei es unbeschwertes Flanieren und Radeln im Stadtraum oder Rollschuhlaufen auf der Autobahn“, sagte Verkehrsexpertin Dorothee Saar der „Rheinischen Post“. Gleichzeitig könne man so erleben, „wie dominant der Straßenverkehr den Alltag prägt“.
„Nur Symbolpolitik“
Für eine nachhaltige Entlastung bei den Spritpreisen hält die DUH diese Maßnahme jedoch für ungeeignet. Autofreie Sonntage blieben „auf der Ebene der Symbolpolitik“, so Saar.
Stattdessen fordert die Organisation ein generelles Tempolimit. Ein solches sei kurzfristig umsetzbar und deutlich wirksamer.
Konkrete Einsparpotenziale
Nach Berechnungen der DUH könnten durch ein Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen und 80 km/h außerorts jährlich bis zu 4,7 Milliarden Liter Benzin und Diesel eingespart werden.
Ein weiterer Vorteil: Die Maßnahme sei „so gut wie kostenlos und ohne lange Vorabdiskussionen“ um Ausnahmen umsetzbar.

