Deutscher Politiker bringt Boykott der Fußball-WM in den USA ins Spiel

Die Annexions-Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber Grönland ziehen nun auch sportpolitische Debatten nach sich. Der außenpolitische Sprecher der Union bringt einen möglichen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA als äußerstes Druckmittel ins Spiel. Während die CDU auf diplomatische Lösungen innerhalb der Nato setzt, zeigen sich Sportpolitik und Verbände zurückhaltend.

Von Hendrik Paul – 07.11 Uhr 

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 Ludwigsburg – Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), bringt in Zusammenhang mit den Annexions-Drohungen gegenüber Grönland von US-Präsident Donald Trump einen Boykott der Fußball-WM in den USA ins Spiel.

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Hardt sagte der „Bild“: „Eine Turnierabsage käme allenfalls als ultima ratio in Betracht, um Präsident Trump in der Grönlandfrage zur Vernunft zu bringen.“ Hardt verwies darauf, dass Trump bereits deutlich gemacht habe, „welch hohen Stellenwert die WM für ihn hat“.

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Zugleich zeigte sich Hardt zuversichtlich, dass in der Grönlandfrage „innerhalb der Nato ein besseres gemeinsames Sicherheitsverständnis“ erreicht werden könne. Den jüngsten Besuch der dänischen und grönländischen Außenminister sowie die Entsendung von Bundeswehrsoldaten bezeichnete er als „mutig“.

Sportministerin Christiane Schenderlein (CDU) hat sich mit Blick auf mögliche Konsequenzen im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft gegenüber der „Bild“ zurückhaltend geäußert. Zuständig seien „die dafür verantwortlichen Verbände, in diesem Fall DFB und Fifa“, erklärte sie.

Die WM findet vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in den USA, Kanada und Mexiko statt. Deutschland hat sich qualifiziert.