Deutschland wird vielfältiger: Mehr als jeder Vierte hat Einwanderungsgeschichte

Immer mehr Menschen in Deutschland haben eine Einwanderungsgeschichte – ihr Anteil wächst weiter. Gleichzeitig verlangsamt sich der Zuwachs deutlich.

Von der Redaktion – 10.37 Uhr 

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Wiesbaden. In Deutschland leben immer mehr Menschen mit Einwanderungsgeschichte. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren es im Jahr 2025 rund 21,8 Millionen Menschen – das entspricht einem Anteil von 26,3 Prozent an der Gesamtbevölkerung.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil damit um 0,5 Prozentpunkte (2024: 25,8 Prozent).

Zuwachs deutlich schwächer als zuvor

Knapp jede fünfte Person in Deutschland ist selbst eingewandert. Insgesamt lebten 2025 rund 16,4 Millionen Eingewanderte im Land – ein Plus von 28.000 Personen oder 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Damit fiel der Anstieg deutlich geringer aus als in den Jahren zuvor. Zwischen 2021 und 2024 hatte die Zahl der Eingewanderten jährlich noch um durchschnittlich 6,2 Prozent zugenommen.

Herkunftsländer im Überblick

Ein großer Teil der Eingewanderten stammt aus wenigen Ländern. Rund 39 Prozent wurden in Polen, der Türkei, der Ukraine, Russland oder Syrien geboren.

Auch zweite Generation wächst

Neben den selbst Eingewanderten zählen auch deren Kinder zur Bevölkerung mit Einwanderungsgeschichte. Diese sogenannte zweite Generation umfasste 2025 rund 5,4 Millionen Menschen – ein Anstieg um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Nicht berücksichtigt werden Personen, bei denen nur ein Elternteil eingewandert ist. Diese Gruppe umfasst rund 4,2 Millionen Menschen.

Mehrheit weiterhin ohne Einwanderungsgeschichte

Trotz des Anstiegs stellt die Bevölkerung ohne Einwanderungsgeschichte weiterhin die Mehrheit. Rund 56,8 Millionen Menschen – etwa 68,6 Prozent – gehören zu dieser Gruppe. Ihre Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken.

Herkunftsländer im Überblick

Etwa jede fünfte in Deutschland lebende Person (19,8 % der Bevölkerung) ist selbst eingewandert, das entspricht 16,4 Millionen Eingewanderten im Jahr 2025 und 1,7 % oder 281 000 Personen mehr als im Jahr 2024. Damit stieg die Zahl der Eingewanderten deutlich schwächer als in den Vorjahren. Zum Vergleich: Im Zeitraum von 2021 bis 2024 war die Zahl der Eingewanderten pro Jahr um durchschnittlich 6,2 % oder 888 000 Personen gestiegen. Von den 16,4 Millionen in Deutschland lebenden Eingewanderten im Jahr 2025 wurden 6,3 Millionen (39 % aller Eingewanderten) in einem der folgenden fünf Länder geboren: Polen (1,5 Millionen), Türkei (1,5 Millionen), Ukraine (1,3 Millionen), Russische Föderation (1,0 Millionen) und Syrien (1,0 Millionen).

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Verwendete Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)