Die Kauftricks im Supermarkt

Alles genau durchdacht – mit einem Ziel: Bei der Warenplatzierung im Handel wird kaum etwas dem Zufall überlassen. Was wo und wie steht, hat System. Ziel ist immer der maximale Umsatz. Dabei verleiten vermeintliche Rabatt- und Sparangebote zu ungeplanten Spontankäufen. Die sind meist nicht nur teurer, sondern fördern Überfluss und Lebensmittelverschwendung. Die Verbraucher Initiative kennt die häufigsten Tricks.

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– Es fängt mit dem Einkaufswagen an: sperrig und nach vorne abfallend suggeriert er ständig “da geht noch mehr rein!”

– Auch die Ladenarchitektur ist nicht zufällig gewählt. Oft finden sich Grundnahrungsmittel wie Eier und Milch weit hinten und verteilt, so dass man auf dem Weg dahin an möglichst vielen Regalen vorbeikommt – und spontan zugreift.

– Lockangebote mit Aussagen wie “nur für kurze Zeit” oder “limitierte Auflage” erzeugen das Gefühl, sofort zugreifen zu müssen. Oft ist das vermeintlich “rare” Produkt aber gar nicht knapp oder dauerhaft lieferbar.

– Nimm drei, zahl zwei: Bei solchen Angeboten ist der Preis oft hoch genug angesetzt, um das “Gratis”-Produkt mit abzudecken. Am Ende bezahlt man oft mehr, als wenn man ein Alternativ-Produkt gekauft hätte.

– Häufig werden Preise in Raten angegeben, selbst wenn gar keine Ratenzahlung möglich ist, etwa mit Aussagen wie “nur 6,49 Euro/Monat”. Die Anschaffung soll dadurch günstiger erscheinen als sie ist, so die Verbraucher Initiative.

– Preisschilder in Signalfarben sollen Preisnachlasse suggerieren, obwohl es gar keinen Rabatt gibt. Günstige Ware befindet sich meist in den unteren Regalen (“Bückzone”). In der “Greifzone” steht das, was die höchste Marge verspricht.

– Gern stellen Händler je ein günstiges, mittelpreisiges und ein teures Produkt gemeinsam aus. Der scheinbare Vergleich soll in dem Fall zum Kauf des mittelpreisigen Artikels animieren, der die höchste Marge bringt.

Rudolf Huber / glp

Seniorin verliert auf Parkplatz Kontrolle über ihr Auto – Zeugen gesucht

Nachdem eine 87-jährige VW-Lenkerin am Donnerstag gegen 11:35 Uhr auf dem Parkplatz des “Breuninger Land” in der Heinkelstraße in Ludwigsburg die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren hatte, sucht die Polizei weitere Zeugen des Vorfalls.

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Dem bisherigen Ermittlungsstand nach fuhr die Seniorin mit ihrem schwarzen VW-Polo mit Ludwigsburger Kennzeichen (LB) auf den Parkplatz “P4i” des Einkaufszentrums auf und suchte dort einen Stellplatz. Die 87-Jährige beschleunigte dann unvermittelt ihren Pkw, fuhr quer über mehrere Stellplätze und kollidierte mit einem ordnungsgemäß abgestellten BMW. Im weiteren Verlauf stieß ihr VW dann noch gegen mehrere Bordsteine, wobei die Reifen beschädigt wurden. Vermutlich aufgrund der ganzen Beschädigungen am Wagen und der überhöhten Geschwindigkeit verlor die 87-Jährige dann die Kontrolle über den VW und landete nach einer Rechtskurve in einem Grünstreifen. Dabei überfuhr sie noch ein Metallschild und prallte final gegen einen etwa 300 Kilogramm schweren Begrenzungsstein, der durch die Wucht der Kollision etwa sechs Meter versetzt wurde. Die 87-Jährige konnte sich an den Unfallhergang nicht mehr erinnern und wurde leicht verletzt. Ein Rettungswagen versorgte sie vor Ort. Der BMW befand sich zum Zeitpunkt der Unfallaufnahme nicht mehr vor Ort. Dieser müsste nach Zeugenaussagen im Bereich des vorderen linken Kotflügels beschädigt sein.

Es soll sich um einen BMW mit Ludwigsburger Kennzeichen und einem hellen Lack gehandelt haben. Der VW der Seniorin war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Die bisher bekannten Sachschäden wurden auf etwa 8.500 Euro geschätzt. Zeugen können sich unter Tel. 07141 18 5353 an das Polizeirevier Ludwigsburg wenden.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg