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Die Schattenseiten des Sonnenbadens

Die Sonnenanbeter sind in den heißen Sommermonaten in ihrem Element. Doch es ist Vorsicht geboten. Denn zu viel Sonnenstrahlung kann zu Hautkrebs führen und die Haut vorzeitig altern lassen. Wer allerdings ein paar kleine Tipps beachtet, kann das Sonnenbaden unbeschwert genießen.

Raus aus der Sonne! – Diese Goldene Regel ist bei praller Mittagsonne zwischen 11 und 15 Uhr oberstes Gebot. Am Strand oder auf der Wiese bieten ein schattenspendender Sonnenschirm oder eine Strandmuschel Schutz. Alternativ sollte man beispielsweise beim Wandern die Haut mit luftiger, weiter Kleidung umhüllen und den Kopf mit Kappe oder Hut bedecken. Auf die Nase gehört eine Sonnenbrille mit UV-Schutz 400. Mit einer solchen Brille werden die für die Augen gefährlichen Sonnenstrahlen abgewehrt.

Die auf die Haut aufgetragene Pflege blockt die UV-Strahlung nicht hundertprozentig ab und ist daher nach Schatten und Kleidung nur die drittbeste Strategie, sich zu schützen. Sonnencreme beugt auch nur für eine begrenzte Dauer Sonnenbrand vor. Zum Schutz muss Sonnencreme richtig dick aufgetragen und alle zwei Stunden erneuert werden. Dadurch bleibt der Schutz erhalten. Durch Nachcremen verlängert sich jedoch nicht die Zeit, in der man sich ohne Rötung der Sonne aussetzen kann.

Der Lichtschutzfaktor (LSF) auf der Verpackung gibt an, wie stark eine Sonnencreme die Haut vor einem Sonnenbrand schützt. Wer berechnen will, wie lange man sich den Sonnenstrahlen aussetzen kann, ohne dass die Haut rot wird, muss den auf der Packung angegebenen Lichtschutzfaktor mit der persönlichen Eigenschutzzeit der Haut multiplizieren.

Kinder und sehr hellhäutige Menschen verfügen nur über eine kurze Eigenschutzzeit von unter zehn Minuten. Je dunkler der Teint desto länger ist diese Zeitspanne. Das Problem: Viele Sonnenanbeter kennen ihre individuelle Eigenschutzzeit nicht, die nicht nur vom Hauttyp, sondern auch von der Strahlungsintensität abhängig ist.

Vorsorglich sollte deshalb die berechnete maximale Aufenthaltsdauer, die auf den Sonnenmilchprodukten angegeben ist, um ein Drittel reduziert werden – also statt 30 Minuten Sonnenbaden lieber nur 20 Minuten. Und: Bei LSF 30 wird bereits etwa 95 Prozent der Strahlung gefiltert. Höhere Lichtschutzfaktoren – etwa LSF 50 – bieten deshalb keinen großen Zusatznutzen.

Ralf Loweg

Fachkräftemangel wird zur Gefahr für Baubranche im Kreis Ludwigsburg

Handwerker gesucht: Der Mangel an Fachkräften könnte für Baufirmen im Landkreis Ludwigsburg in den nächsten Jahren zu einem ernsten Problem werden. Davor warnt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und verweist auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Danach gibt es in den Bauberufen immer größere Schwierigkeiten, Personal für offene Stellen zu finden. Laut der Gewerkschaft blieben im vergangenen Jahr im Kreis Ludwigsburg 73 Stellen in der Branche länger als 90 Tage unbesetzt. 2017 waren es 57 Stellen.

„Ob es um den Bau von Wohnungen und Straßen oder die Sanierung von Brücken geht – viele Firmen arbeiten wegen der anziehenden Nachfrage längst am Limit. Und das sogar in Zeiten von Corona. Um die Aufträge zu bewältigen, müssen sie jetzt in die Fachleute von morgen investieren“, sagt Mike Paul, Bezirksvorsitzender der IG BAU Stuttgart. Die Branche müsse jedoch deutlich attraktiver werden. Das fange bei einer besseren Bezahlung an, so Paul. In der laufenden Tarifrunde für das Bauhauptgewerbe fordert die Gewerkschaft ein kräftiges Lohn-Plus. Außerdem soll die lange, bislang meist unbezahlte Fahrerei zur Baustelle entschädigt werden.

„Aktuell erleben wir einen regelrechten Facharbeiter-Schwund. Drei Jahre nach der Ausbildung haben im Schnitt zwei von drei Bauarbeitern ihre Branche verlassen. Der Trend muss unbedingt gestoppt werden“, betont Paul. Neben höheren Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen komme es dabei auch auf ein gesundes Betriebsklima an. Beschäftigte vermissten häufig Respekt und Anerkennung für ihre Leistung. „Kein Wunder, dass sich da mancher nach einem anderen Beruf umschaut“, so Paul.

Wie sehr der Fachkräftebedarf in Zukunft anwachsen könnte, zeigt eine Studie der Sozialkassen des Baugewerbes (SOKA-BAU). Danach dürften in den nächsten zehn Jahren bundesweit 150.000 Bau-Beschäftigte in Rente gehen. Das ist jeder sechste Arbeitnehmer in der Branche.

red