DRK fordert mehr Schutzräume und Trinkbrunnen für Obdachlose

Extreme Hitze belastet besonders Menschen ohne festen Wohnsitz. Während sich viele in kühle Räume zurückziehen können, sind Obdachlose der Sonne oft schutzlos ausgesetzt. Das Deutsche Rote Kreuz fordert deshalb mehr kühle Aufenthaltsorte, Trinkbrunnen und ganzjährige Hilfsangebote.

Von der Redaktion – 06.29 Uhr

Angesichts der Hitzewelle fordert das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mehr Schutz für obdachlose Menschen. Die meisten Menschen könnten sich in ihre kühle Wohnung zurückziehen, sagte eine DRK-Sprecherin der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). Dies gelte nicht für obdachlose Personen, die der Sonne ohne Schutz ausgesetzt seien und häufig bereits körperlich geschwächt seien.

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Städte und Kommunen sollten im Sommer kühle Orte bereitstellen oder öffentliche Trinkbrunnen installieren. Davon profitierten alle, so die Sprecherin. Für wohnungslose Menschen sollten auch im Sommer ausreichend Unterkünfte und Aufenthaltsräume mit angeschlossener Beratung zur Verfügung stehen. Leider sei die staatliche Finanzierung in diesem Bereich in vielen Regionen nicht ausreichend und viele Angebote würden nur in der kalten Jahreszeit betrieben.

Die Vorstandsvorsitzende des Sozialverbands Deutschland (SoVD), Michaela Engelmeier, sprach sich derweil für mehr Aufklärung über die Gesundheitsgefahren extremer Hitze aus. Es brauche „niedrigschwellige Informationsangebote sowie konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Hitzeschutzkompetenz in Kitas, Pflegeeinrichtungen und Schulen“, sagte Engelmeier der Zeitung. „Gerade für vulnerable Gruppen ist die Informationslage oft schlecht. Viele wissen nicht, wie sie sich effektiv schützen können.“