DUH will Aus für Verbrenner für 2025

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert das Ende des Verbrennungsmotors schon für das Jahr 2025. Anlässlich der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in München verlangt die DUH von einer neuen Bundesregierung einen Zulassungsstopp für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ab dem 1. Januar 2025, so wie Norwegen dies bereits beschlossen hat.

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Um die Umweltvorteile der Elektromobilität vollständig auszuschöpfen, müsse die Bundesregierung zudem erneuerbare Energien beschleunigt ausbauen, Effizienzstandards für E-Fahrzeuge einführen, eine Weiterverwendung gebrauchter E-Autobatterien sicherstellen und eine Recyclingquote von mindestens 70 Prozent für den Batterierohstoff Lithium bis 2025 vorgeben. Hybridfahrzeuge, Wasserstoffantrieb sowie Bio- und strombasierte Kraftstoffe seien keine umweltfreundlichen Alternativen.

„Es muss sichergestellt werden, dass auch bei importierten Rohstoffen und Batterien nachweislich vergleichbare Umwelt- und Sozialstandards wie in der EU eingehalten werden“, sagt Thomas Fischer, Leiter des Bereichs Kreislaufwirtschaft bei der DUH. Für die Herstellung von Batterien solle ausschließlich Ökostrom verwendet werden. Die Lebensdauer von Batterien müsse durch Reparatur und Wiederverwendung verlängert werden, etwa durch den Einsatz gebrauchter E-Autobatterien als stationäre Stromspeicher.

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Entscheidend seien zudem strenge Vorgaben zum „Second Life“ einer ausgemusterten, aber noch intakten Batterie beziehungsweise zur Sammlung defekter Altbatterien samt Sicherstellung einer mindestens siebzigprozentigen Kreislaufführung im Recyclingprozess. Ein Pfandsystem könne einen Anreiz zur Rückgabe von Lithium-Ionen-Batterien in Fahrzeugen und Elektrogeräten setzen. Damit ausgemusterte E-Auto-Batterien so lange wie möglich weiterverwendet werden, sollte nach DUH-Vorstellungen auch unabhängigen Unternehmen Zugang zu den Batterien ermöglicht werden und nicht ausschließlich den Herstellern.

Lars Wallerang

Deutsche Umwelthilfe klagt gegen BMW und Mercedes

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zieht wieder vor Gericht. In der Schusslinie stehen die Fahrzeughersteller BMW und Mercedes-Benz. Zankapfel: das Weltklima. Die Klageschriften wurden bei den zuständigen Landgerichten in München und Stuttgart eingereicht.

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Die Umweltschützer fordern darin von BMW und Mercedes den klimagerechten Umbau ihrer Unternehmen insbesondere durch eine drastische Reduzierung der CO2-Emissionen ihrer Fahrzeuge im Einklang mit den verbindlichen Regelungen des Pariser Klimaschutzabkommens und des deutschen Klimaschutzgesetzes. BMW und Mercedes-Benz sollen dazu unter anderem bis zum Jahr 2030 den Verkauf klimaschädlicher Verbrenner-Pkw stoppen.

Lars Wallerang / glp

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