Durchfahrt verhindert: Körperverletzung an der Tankstelle und weitere Meldungen aus der Region

Pleidelsheim: Körperverletzung und Beleidigung auf Tankstellengelände

Zu einer Streitigkeit mit handfestem Ausgang kam es am Montag gegen 08:40 Uhr auf dem Gelände einer Tankstelle in der Marbacher Straße in Pleidelsheim. Dabei habe ein bislang unbekannter Mann einen 60-Jährigen geschlagen und diesen beleidigt. Auslöser des Streits dürfte gewesen sein, dass das Fahrzeug des 60-Jährigen den Unbekannten bei der Durchfahrt des Geländes behindert hat. Der Polizeiposten Freiberg am Neckar, Tel. 07141 64378-0, ermittelt wegen Körperverletzung und Beleidigung. Zeugen werden gebeten sich zu melden.

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Pleidelsheim: Vandalismus an der Sporthalle

Ein bislang unbekannter Täter schlug die Scheiben einer Turnhalle in der Ludwig-Hofer-Straße in Pleidelsheim ein. Die Tat muss sich zwischen Montag, 23:00 Uhr und Dienstag, 07:00 Uhr ereignet haben. Es wurde auch ein Blumenbeet in unmittelbarer Nähe verwüstet und ein Absperrpfosten herausgerissen. Der Sachschaden beläuft sich auf insgesamt etwa 1.000 Euro. Der Polizeiposten Freiberg am Neckar nimmt unter Tel. 07141 643780 Zeugenhinweise entgegen.

 

BAB 81
Gemarkung Ditzingen: Auffahrunfall auf der Autobahn

Mutmaßlich weil er das Abbremsen seines Vordermannes zu spät erkannte, fuhr ein 21-Jähriger am Montagabend gegen 21:15 Uhr auf der Bundesautobahn 81, im Bereich Ditzingen, in das Heck eines VW Touran. Die beiden Pkw-Lenker waren in Richtung Heilbronn unterwegs. Kurz nach der Anschlussstelle Stuttgart-Feuerbach befand sich ein Pannen-Lkw auf dem rechten Fahrstreifen, der bereits durch die Polizei abgesichert wurde. Ein 57-jähriger VW-Fahrer bremste sein Fahrzeug daher ab, um angemessen auf die Gefahrenstelle reagieren zu können. Der 21-Jährige reagierte vermutlich zu spät auf diese Bremsung, sodass sein VW Passat nahezu ungebremst in den Touran fuhr. Es entstand ein Gesamtsachschaden von etwa 10.000 Euro. Der Passat war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Die beiden rechten Fahrstreifen wurden im Rahmen der Bergungsarbeiten und Reinigungsmaßnahmen gesperrt. Ein Rückstau entstand dadurch nicht.

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POL-LB: Ludwigsburg: Zeugen zu möglicher Straftat gesucht

Ein Vorfall am frühen Sonntagmorgen beschäftigt die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. Ein Zeuge meldete gegen 05:30 Uhr über Notruf, dass er am Ludwigsburger Bahnhof auf einen 37-Jährigen getroffen sei, der über Schmerzen im Arm klagte. Der augenscheinlich alkoholisierte Mann vermisste zudem seine Armbanduhr. Bislang ist unklar, wie und vor allem wo dem 37-Jährigen seine Uhr abhandenkam. Auch die Entstehung seiner Verletzungen ist noch nicht geklärt. Die Kriminalpolizei bittet um sachdienliche Hinweise zur Aufklärung des Vorfalls. Zeugen können sich unter Tel. 0800 1100225 melden.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Einkommen verlieren Rennen gegen Mietpreise

Die Entwicklung der Arbeitseinkommen kann mit den Preissteigerung von Wohnungsmieten nicht mehr Schritt halten. Das gilt vor allem für die Situation in Großstädten. Dort ist die Miete für Familien zu einer hohen finanziellen Belastung geworden.

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Eine Analyse von immowelt zur Mietbelastung einer 4-köpfigen Familie bei Neuvermietung verdeutlicht das: In mehr als jeder zweiten deutschen Großstadt müssen Arbeitnehmer mit anerkanntem Berufsabschluss für eine familientaugliche Wohnung mindestens ein Viertel des Haushaltsnettoeinkommens für die Miete ausgeben.

In 46 von 79 untersuchten Städten müssen der Analyse zufolge Familien, bei denen beide Eltern einen anerkannten Berufsabschluss haben, mehr als ein Viertel des Nettoeinkommens für die Neuanmietung einer Wohnung ausgeben. In 16 Städten liegt der Anteil sogar bei 30 Prozent und mehr.

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Haben beide Elternteile hingegen keinen Berufsabschluss, ist das Großstadtleben nur sehr schwer zu finanzieren. Dann liegt die monatliche Belastung in 72 Städten über 25 Prozent und in 52 Städten über 30 Prozent. Die Folge: Viele Menschen mit niedrigen Einkommen müssen aus den Städten wegziehen oder sind auf Wohngeld angewiesen.

Am schwierigsten haben es Familien in Städten, in denen die Schere zwischen Mieten und Einkommen immer weiter aufgegangen ist. In München beläuft sich die mittlere Angebotsmiete für eine 80 bis 120 Quadratmeter große Wohnung auf 1.750 Euro plus Nebenkosten. In Berlin sind die Mieten in den vergangenen Jahren so stark gestiegen, dass die Hauptstadt inzwischen auf Platz 3 im Preisranking liegt. Familientaugliche Mietwohnungen kosten aktuell im Median 1.360 Euro.

Im Gehaltsranking liegt Berlin deutschlandweit allerdings nach wie vor am unteren Ende. Da die Mieten viel stärker als die Einkommen gestiegen sind, ist die Schere immer weiter aufgegangen. Die Folge: Eine Familie mit einem Voll- und einem Halbverdiener jeweils ohne Berufsabschluss muss die Hälfte des Einkommens aufwenden, mit einem anerkannten Berufsabschluss sind es 42 Prozent und mit Hochschulabschluss 31 Prozent.

Bezahlbaren Wohnraum finden Familien hingegen im Ruhrgebiet. Mit Berufsabschluss beträgt die Mietbelastung in Duisburg und Herne unter 20 Prozent. Selbst für Elternteile ohne Berufsabschluss sind die Mieten in den Großstädten des Ruhrgebiets noch so günstig, dass die Wohnkostenquote die 25-Prozent-Marke nicht übersteigt.

Lars Wallerang / glp