Ecuadorianischer Botschafter zu Besuch in Ludwigsburg

Hoher Besuch im Landratsamt: Den Botschafter der Republik Ecuador in Berlin, Manuel Antonio Mejía Dalmau, hat Landrat Dietmar Allgaier letzte Woche am Donnerstag in seinem Büro empfangen. Begleitet wurde Mejía Dalmau vom ecuadorianischen Honorarkonsul
Siegfried Rapp.

Anlass des Besuchs war das fünfjährige Bestehen des ecuadorianischen Honorarkonsulats in Ludwigsburg und die seit zwei Jahren gepflegte kommunale Klimapartnerschaft zwischen Ludwigsburg und Ambato – die 180.000-Einwohner-Stadt liegt rund 140 Kilometer südlich der ecuadorianischen Hauptstadt Quito.

Der Besuch im Landratsamt fand im Rahmen eines dreitägigen Besuchs in Stadt und Landkreis Ludwigsburgstatt. Im Gespräch stellten Allgaier, Mejiá Dalmau und Rapp fest, dass es immer mehr junge Leute gibt, die sich am Austausch zwischen Deutschland und Ecuador beteiligen. „Wir sollten dafür werben, dass junge Leute diese Möglichkeit nutzen“, sagte Landrat Allgaier. Die Gesprächspartner waren sich einig, dass man im Bereich der dualen Ausbildung eine Bildungspartnerschaft ins Auge fassen sollte. Der Botschafter war mit seiner Delegation auch bei Allgaiers Amtseinsetzung am Freitagabend im Kreishaus dabei.

Fahrverbot für Rettungsgassen-Sünder

Dass eine Rettungsgasse Leben retten kann, ist unbestritten. Trotzdem wird mit dieser Beschleunigungsmöglichkeit für Rettungsfahrzeuge immer noch Schindluder getrieben – ob absichtlich oder aus Unkenntnis. Doch die Strafen für solche Vergehen werden jetzt härter.

Wer keine Rettungsgasse bildet, zahlt laut ADAC zwar wie bisher auch 200 Euro Bußgeld und kassiert zwei Punkte in Flensburg. Doch dazu kommt jetzt auch noch ein Monat Fahrverbot. Wer durch die Rettungsgasse fährt oder sich an Einsatzfahrzeuge dranhängt, ist mit mindestens 240 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot dabei.

Ein ADAC-Sprecher: “Damit die Rettungs- und Einsatzkräfte schnell und ohne Behinderung zum Unfallgeschehen kommen, muss die Rettungsgasse bereits bei stockendem Verkehr gebildet werden.” Dazu weichen die Autofahrer auf Autobahnen und Straßen außerorts mit mehreren Fahrstreifen je Richtung auf der linken Spur nach links aus, alle anderen orientieren sich nach rechts. Da auf die Polizei noch Notarzt, Feuerwehr oder Abschleppdienst folgen können, muss die Rettungsgasse so lange offen bleiben, bis sich der Stau auflöst.

In Österreich gibt es die Pflicht, eine Rettungsgasse zu bilden, auf Autobahnen und Schnellstraßen mit mindestens zwei Fahrspuren je Richtung. In Frankreich müssen Einsatzfahrzeuge die Möglichkeit haben, an den anderen Verkehrsteilnehmern vorbeizufahren.

In der Schweiz muss auf Autobahnen mit zwei Fahrstreifen für Einsatzfahrzeuge eine Rettungsgasse in der Mitte frei bleiben. Bei drei- oder mehrspurigen Fahrbahnen ist die Gasse zwischen dem linken und dem zweiten Fahrstreifen von links zu bilden. In Italien gibt es bisher keine speziellen Vorschriften.

Rudolf Huber