
Ludwigsburg/Krefeld/Bad Kreuznach – Eine mutmaßliche Einbrecherbande, die bundesweit Lagerhäuser ins Visier genommen haben soll, ist ins Netz der Kriminalpolizei Ludwigsburg gegangen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilten, wurden sechs Tatverdächtige festgenommen – vier von ihnen sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft.
Die intensive Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizei Ludwigsburg und der Staatsanwaltschaft Stuttgart richtet sich gegen insgesamt zehn Personen im Alter zwischen 19 und 55 Jahren. Die Beschuldigten sollen seit März 2025 in wechselnder Besetzung mindestens zehn Einbrüche in Selfstorage-Lagerhäuser in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein begangen haben. Dabei wurden gezielt Wertsachen aus vermieteten Lagerboxen entwendet.
Durchsuchungen in Krefeld und Bad Kreuznach
Am Dienstag (22. Juli 2025) schlugen die Ermittler zu: In Krefeld (NRW) wurden sieben Objekte durchsucht, ein weiterer Zugriff erfolgte im Raum Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz). Dabei nahmen die Beamten fünf Verdächtige in Krefeld sowie eine weitere Person in Rheinland-Pfalz fest. Zwei Tatverdächtige wurden nach Abschluss der Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt.
Gegen vier Männer – drei in Krefeld (25, 27 und 47 Jahre alt) und einen 47-jährigen in Bad Kreuznach – lagen bereits Haftbefehle des Amtsgerichts Stuttgart vor. Diese wurden durch die zuständigen Haftrichter bestätigt und vollstreckt. Die Männer, allesamt bulgarische Staatsangehörige, wurden in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.
Großeinsatz mit 90 Kräften
An dem Einsatz waren neben 13 Ermittlerinnen und Ermittlern aus Ludwigsburg rund 90 Polizeikräfte aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz beteiligt. Die Ermittlungen zum Diebesgut und möglichen weiteren Taten der Gruppierung dauern an. Die genaue Schadenshöhe ist derzeit noch unklar.
red

